Donnerstag, 17. Dezember 2009
Die Rechnung für Google Geschrieben von Susanne Koerber
in Technologie und Märkte um
17:11
Kommentare (0) Trackbacks (0) Die Rechnung für GoogleDas ist doch mal eine andere Herangehensweise: Laut Süddeutscher Zeitung verlangt die Stadt Ratingen von Google eine Gebühr für die Nutzung der Straßen bei der Aufzeichnung für Google Street View. 20 Euro pro Kilometer will Ratingen von Google dafür haben, dass das Unternehmen Autos mit Kameras durch Ratingens Straßen schickt. Die Datenschützer, die von anderen Städten zu Hilfe gerufen wurden, haben nichts genutzt. Jetzt wird es über Geld versucht. Ratingen allein wird es nicht schaffen, aber vielleicht folgen andere auch diesem Beispiel, und dann würde es langfristig teuer für Google. Ich muss gestehen: Ich habe auch schon mal die Aufnahmen von Google genutzt. Aber wenn es darum geht, dass möglicherweise ich selber darauf zu sehen sein könnte, dann bin ich eindeutig ein Unterstützer von allen, die sich gegen diese Aufnahmen wehren. Persönlichkeitsrecht und Datenschutz haben nicht gezogen, jetzt werden neue Wege gegangen: Kommunen, fordert Geld von Google! Mittwoch, 16. Dezember 2009
Wider die grotesken Geschäftsmodelle Geschrieben von Rainer Doh
um
09:55
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: frust, geschäftsmodell, hamburger abendbaltt, kaffee, leitmedien, qualitätsjournalismus, springer
Wider die grotesken GeschäftsmodelleDas Hamburger Abendblatt schlägt jetzt zurück:
Wow, das sitzt. Da hat sich aber jemand den Frust über sein Publikum von der Seele geschrieben. Da sollte man nicht kleinlich herummäkeln ("verletzliche Leitmedien"? "in Zeiten, wo"?), sondern sich ruhig mal selbst fragen, ob man nicht auch zu den durchgeknallten Zeitgenossen gehört, denen kollektiv "die Sicherungen herausgeflogen" sind, so dass man ihnen erst mal die Grundkonstanten des "wirtschaftlichen Handels" (gemeint ist vermutlich Handelns) überhaupt erklären muss, bevor man ihnen das "Geschehen bündeln" kann (gemeint sind vermutlich Informationen über das Geschehen). Bloß eine kleine Anmerkung: Man soll in diesem jahrtausendealten Geschäftsmodell natürlich nicht "für das Produkt Qualitätsjournalismus knapp 30 Cent" (= knapp 110 € im Jahr) berappen, sondern allein für das Hamburger Abendblatt – aller sonstiger Qualitätsjournalismus geht extra. Oder bleibt umsonst. Montag, 14. Dezember 2009
Das Datenschutzquiz Geschrieben von Rainer Doh
in Datenschutz um
16:45
Kommentare (0) Trackbacks (0) Das DatenschutzquizMorgen verhandelt das Bundesverfassungsgericht über die Verfassungsbeschwerden gegen die Vorratsdatenspeicherung. Heute berichtet netzpolitik.org in einem interessanten Blog-Beitrag (die Blogs müssen allmählich wirklich alles selber machen) über die Erfahrungen, die Peter Schaar, der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, bei einem Evaluierungsprojekts zur Umsetzung der Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung gemacht hat. Es wurde geprüft "inwieweit Datenschutzerfordernisse in Bezug auf die Art der gespeicherten Daten, Sicherheitsmaßnahmen, Prävention von Missbrauch sowie die Verpflichtungen aus Speicherfristen durch die Unternehmen erfüllt werden. Dazu beantworteten sechs repräsentative, deutsche Unternehmen die Fragebögen der Datenschützer und wurden auch vor Ort geprüft." Bevor wir die wichtigsten Ergebnisse hier kurz wiedergeben, wollen wir zur Auflockerung dieser insgesamt doch eher trüben Materie ein kleines Rätsel einflechten: Was könnte bei dieser Evaluierung herausgekommen sein? a) Die geprüften Anbieter erfüllen die genannten Datenschutzerfordernisse vollumfänglich b) Die geprüften Anbieter erfüllen die genannten Datenschutzerfordernisse überwiegend c) Die geprüften Anbieter haben mit den genannten Datenschutzerfordernissen überwiegend nichts am Hut Gewinnen kann man nichts, weil es zu leicht ist. Und nun zur Auflösung:
War nicht so schwierig – oder? Freitag, 11. Dezember 2009
Entwarnung: Weltherrschaft war nur ... Geschrieben von Rainer Doh
in Datenschutz um
11:20
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: google, spiegel online
Entwarnung: Weltherrschaft war nur ein MissverständnisAnfang der Woche hatte Christian Stöcker in einem viel beachteten Artikel bei Spiegel Online unter dem Titel "Google will die Weltherrschaft" vor den Aktivitäten des Web-Konzern gewarnt.
Spiegel Online war bei seinen Recherchen auch über einen sehr bemerkenswerten Satz von Google-Chef Eric Schmidt gestolpert und hielt diesen Satz für so bemerkenswert, dass man ihn im genannten Artikel gleich zweimal zitierte:
Der Sätz wäre bemerkenswert, wenn es so gemeint gewesen wäre, wie er hier steht. Mittlerweile können wir aber wenigstens Teil-Entwarnung geben. Es ist zumindest fraglich, ob Google tatsächlich die Weltherrschaft anstrebt. Ein gewisser "Dennis", Leser des renommierten Blogs netzpolitik.org, hat sich nämlich Schmidts Einlassungen bei YouTube genauer angesehen und die Ergebnisse in diesem Kommentar festgehalten:
Das klingt natürlich schon etwas anders als das, was die Interpretation von Spiegel Online suggeriert (müssen denn die Blogs allmählich alles selber machen?). Wobei m.E. weniger die Interpretation des "it/es", als die des "do/tun" entscheidend ist.
Andererseits muss das aber auch nicht bedeuten, dass der Google-Boss nicht der eingangs zitierten Auffassung sein könnte. Aus dem Interview werden wir jedenfalls nicht schlau, denn CNBC hat tatsächlich die entscheidene Stelle vermurkst (um die Weltherrschaftspläne zu verschleiern?). Jetzt waren wir gespannt auf das nächste Interview von Eric Schmidt. Hoffentlich nicht wieder bei CNBC. Dienstag, 8. Dezember 2009
Sein oder nichts sein Geschrieben von Rainer Doh
in Wirtschaft und Politik um
18:07
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: gez, philosophie
Sein oder nichts seinSchon vor Längerem habe ich beschlossen nichts, über das Thema GEZ zu schreiben. Darüber schreibt, schimpft und bloggt ohnehin alle Welt. Und was hilft es? Nichts! Deshalb bleibt auch die angedachte (schönes Wort), neuerliche Erhöhung der GEZ-Gebühr für Computer und Computer-artige Dinge hier unkommentiert. Interessant in diesem Zusammenhang ist aber die ebenfalls angedachte Erweiterung der klassischen, syllogistischen Logik:
![]() Natürlich frag' ich mich manchmal auch: "Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts?" Aber was soll's – ich zahl' dann einfach – bevor sie mir wieder die Tür' eintreten. Tja, das fragt man sich schon manchmal. Gerade jetzt wieder. Aber so ein T-Shirt hätte ich trotzdem gern.
Montag, 7. Dezember 2009
Mehr oder weniger Spam Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
11:07
Kommentare (0) Trackbacks (0) Mehr oder weniger SpamDas Oberlandesgericht Düsseldorf hat uns mit einem bemerkenswerten Urteil zuerst erfreut – und nach einem Grübeln dann doch eher irritiert:
Fragt sich nun, wie man sich das vorstellen muss: Der Käufer von Adressen muss demnach also selbst prüfen, ob die Einwilligung zum E-Mail-Marketing vorliegt. Ist das nun das definitive Ende von Spam (nicht faktisch, sondern juristisch) oder der Beginn einer ganz neuen Art von Spam: "Sehr geehrter Adressat, haben Sie die Einwilligung zur Nutzung Ihrer Adresse erteilt? Wir würden Ihnen gerne ein wenig Spam schicken." Freitag, 4. Dezember 2009
Lachen mit Microsoft: Das WSYP-Programm Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
10:33
Kommentare (0) Trackbacks (0) Lachen mit Microsoft: Das WSYP-ProgrammWie oft sind wir uns schon an diversen Eigentümlichkeiten von Microsoft-Software verzweifelt? An zerschossenen Formatvorlagen, an eingebetteten Grafiken, an Gliederungen außer Rand und Band, an Bedienungswirrwarr, an Inkompatibilitäten (Plattformen, Versionen, user), an nicht gespeicherten Dokumenten im Netz, an falsch eingerückten Powerpoit-Bullets, an vertraulichen Infos in den Metadaten von Dokumenten, an, an, an … Sicher man benutzt MS-Office mehr als andere Programme und stößt damit zwangsläufig an mehr (jetzt ganz vorsichtig:) problematische Umsetzungen von Anforderungen, aber manchmal geht das echt zu weit. Und das ist umso schlimmer, als das schon seit vielen Jahren zu weit geht. Microsoft-Software stellt die Leidensfähigkeit der Nutzer auf eine harte Probe.
Bleibt zu hoffen, dass nicht nur die Programmierer von Microsoft, sondern auch Verantwortungsträger, beispielweise Steve Balmer, in das Programm involviert werden. Und dass es demnächst davon ein Video gibt. Dienstag, 1. Dezember 2009
Die größte Suchmaschine der Welt ... Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
17:38
Kommentare (0) Trackbacks (0) Die größte Suchmaschine der Welt sucht wiederJetzt suchen sie wieder, die Physiker vom CERN. In ihren 27 Kilometer langen langen Ringtunnel, für den ihnen die wissbegierigen Staaten der Welt ein paar Milliarden spendiert haben, schießen sie Teilchen aufeinander und hoffen, dass sie treffen — und dass sich in den Detektoren das Higgs-Boson zeigt. Vor einem Jahr hatte die Suchmaschine gleich nach dem Start den Geist aufgegeben, ein profaner Kurzschluss. Jetzt geht die Sucherei also von vorne los: ![]() Mist - wieder nichts! Wo steckt das verdammte Ding? Schon klar, warum sie alle so verzweifelt nach diesem Teilchen suchen: Im "Standard-Modell" der Physik erklärt es, warum es überhaupt Materie gibt. Und wenn sie das Ding diesmal wieder nicht finden sollten, wird es richtig prekär: Denn das hieße, dass es entweder gar keine Materie gibt (eher weniger wahrscheinlich) - oder dass die Theorie, an der seit 40 Jahren gefeilt wird, einfach falsch ist. Auch so etwas ist in der Physik ja schon vorgekommen. Twitter ist wie immer schon wieder einen Schritt weiter. Heute wurde dort gemeldet:
Tja, und dann kommt auch noch Spott dazu. ![]() Leider zu früh gefreut - das war was anderes ... PS: Auch wir sind (indirekt) am Fortschritt der Wissenschaft beteiligt, denn unser Kunde Progress liefert den Suchenden Software. Aber weder wir noch Progress können etwas dafür, wenn wieder nichts gefunden wird. |
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