Es ist ruhiger geworden um Green-IT. Eigentlich kann man zu dem Thema auch gar nichts mehr hören, nachdem Dutzende von Anbietern uns monatelang mit Neuigkeiten wie "Festplatte reduziert Energiebedarf im Rechenzentrum", "Wir kaufen nur noch Diesel-betriebene Q7" und "Notebook mit nachwachsendem Bambusgehäuse" (ja, das Gehäuse wächst nach) drangsaliert haben.
Ab und zu gibt es dann aber doch noch interessante Meldungen, wie im Fall des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, das nach der Modernisierung seines Clusters Energiekosten drittelt, oder der Stadtverwaltung Gießen, die nach dem Umrüsten und Virtualisieren ihrer Serverlandschaft jedes Jahr 20.000 Euro an Energiekosten einspart. Überhaupt spielt das Thema Virtualisierung eine große Rolle beim Senken des Energieverbrauchs. Und wenn es stimmt, was IDC schon vor eineinhalb Jahren geschrieben hat, dass nämlich bereits die Hälfte aller Unternehmen eine Green-IT-Strategie hätten, dann sollte es nicht mehr lange dauern, bis Deutschland flächendeckend virtualisiert ist. Energie- und damit Kosteneinsparungen in fünf- oder sechsstelliger Höhe pro Jahr sollte eigentlich für jedes Unternehmen Anreiz genug sein, grün zu investieren.
Fragt sich nur, warum man neben den tollen umweltfreundlichen Produkten, Lösungen und Prognosen der Hersteller und Marktforscher so wenig über die schönen, grünen Erfolgsmeldungen der Unternehmen liest.