Gestern war Saunatag. Für den Bruchteil einer Sekunde verlor ich aufgrund der Dampfentwicklung die Orientierung. Genau dieses Gefühl der Orientierungslosigkeit dürfte viele unter Kostendruck stehende CIOs momentan ereilen, wenn von Cloud Computing und den Versprechungen drastischer Einsparmöglichkeiten die Rede ist. Einsparungen der Betriebskosten von bis zu 90 Prozent sollen möglich sein – eine schier unglaubliche Größe. Fast stündlich erfährt man im World Wide Web neues dazu. Klar ist: An diesem Thema kommt keiner vorbei.
Bei näherer Betrachtung wird aber deutlich, dass gar nichts klar zu sein scheint. Die einen erwarten vom Konzept Cloud Computing eine Revolution, die anderen sehen darin schlicht eine Weiterentwicklung alter IT-Modelle und -Architekturen. Ja, was denn nun – geht es etwas präziser? Denn damit können wir Schwaben definitiv nicht arbeiten. Bei so viel Uneinigkeit wird mir auch ganz schwindelig. Wie soll erst ein CIO eine Strategie für Cloud Computing planen, geschweige denn umsetzen, wenn nicht einmal Einigkeit bezüglich der Definition herrscht?
Bisweilen halte ich mich daher an den Satz eines schlauen Mannes: “Was nicht bekannt ist, kann nicht gemessen werden – was nicht messbar ist, kann nicht kontrolliert werden.”