Twitter – hop oder top? Diese Frage wurde und wird weiterhin vielfach diskutiert. Hat Twitter eine Zukunft oder wird diese Form des Mikroblogging bald wieder in der Versenkung verschwinden? Viele wollen es wissen – wohin die Entwicklung geht, ist momentan aber noch schwer abzusehen.
Die dpa zitiert aktuell eine neue Studie von Fittkau & Maaß, die besagt, dass nur 5,5% der Onliner 1x pro Monat eine Kurznachricht für ihren Mikroblog schreiben. Ganz andere Zahlen haben zum Beispiel Social Networks (40%) oder Blogs (24,3%).
Wer also nutzt Twitter überhaupt? Eine kleine Umfrage im privaten Umfeld (Befragte im Alter zwischen 25-35 Jahren) hat mir gezeigt, dass vielen Twitter gar nicht bekannt ist (Branchen: Verwaltung, Handwerk) oder sie zwar davon gehört aber keine klare Vorstellung haben, was Twitter konkret ist und welcher Nutzen sich einem bietet (EDV, Medien). Dies bestätigt mehr oder weniger die wohl etwas repräsentativere Studie von F&M, laut welcher ein Großteil der deutschen Twitter-User in der Branchen EDV, Medien/Verlagswesen sowie Multimedia/Internet tätig sind. Das bedeutet natürlich, dass die Zielgruppe von Twitter recht branchenspezifisch ist und sollte manche Unternehmen zu überlegen geben, ob sich ihre Zielgruppen hier wirklich tummeln und ob eine Verbreitung von Infos und Angeboten via Twitter Sinn macht. Allen anderen dürften diese Ergebnisse ziemlich egal sein, denn wer twittert, muss das mit Leib und Seele machen und Lust darauf haben. Halbherzig zu twittern, um eben auch mal etwas bei "Social Media" mitzumischen, ist relativ sinnlos und zeigt sich auch in der Anzahl der Follower.
Mein persönliches Fazit: Trends haben mich noch nie interessiert... wenn also demnächst alle schreien sollten, "Twitter ist tot!", dann gehöre ich sicher zu denjenigen, die rufen: "Es lebe Twitter!"