Dienstag, 17. August 2010
Vergesslichkeit Geschrieben von Alain Blaes
um
15:45
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: datensicherheit, umfrage
VergesslichkeitAlso wir kaufen unseren Fisch ganz gern bei Fisch Maier am Viktualienmarkt. Die Verkäufer sind wirklich sehr nett, und der Fisch ist wirklich sehr frisch. Mit Fisch kann man eine Menge anstellen: marinieren, grillen, dünsten, panieren – und vergessen. Ja, es gibt tatsächlich Leute, die ihren Fisch vergessen, zum Beispiel im Taxi vom Viktualienmarkt nach zuhause. Das hat unser Kunde Acronis herausgefunden, nachdem er hundert Münchner Taxifahrer nach der Vergesslichkeit ihrer Gäste befragt hatte. Was in den Köpfen der Leute vorgehen mag, dass sie ihren Fisch liegen lassen? Andererseits: auch Ohrringe, Katzenstreu und ein Haartrockner wurden auf den Rückbänken gefunden, und ein Fahrgast hat sogar sein Gebiss verloren. Schmerzhaft war sicher auch der Verlust der Dutzenden Smartphones und Notebooks, zumal die mit ungesicherten Daten, betont Acronis. Was aber aus gutem Grund nicht publik gemacht wurde: ein Fahrgast hat ein Damenslip, ein anderer – jawohl, einen Vibrator vergessen. Das sind vielleicht Zustände in den Münchner Taxen! Montag, 16. August 2010
Market Opportunities Geschrieben von Alain Blaes
in Technologie und Märkte um
16:14
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: smartphones, sommerloch
Market OpportunitiesWichtige Erkenntnisse mitten im Sommerloch: Gibt ein User sein Passwort auf einem Smartphone ein, hinterläßt er verräterische – nein, nicht nur Fingerabdrücke, sondern Fettspuren. Damit konnten Wissenschaftler der Universität Pennsylvania mit etwas Aufwand neun von zehn Passwörter knacken, weil sich das Fett nicht einfach abwischen lässt. Das macht nachdenklich:
Kein Fett am Polohemd - Getestet haben die Wissenschaftler lediglich die Displays von Google Nexus One und HTC G1. Gilt das auch für mein iPhone? Nach Abwischen auf meinem Polohemd sehe ich mit dem besten Willen keine Fettspuren mehr (auch nicht auf dem Polohemd) - Sind die Fettspuren sichtbarer bei höherem User-BMI? Müssen korpulentere Smartphone-Benutzer jetzt abnehmen? - Was ist besser, um Fettspuren zu vermeiden: ein fettlösendes Reinigungsmittel, wie es die Wissenschaftler empfehlen, oder vorbeugend eher Handschuhe, wie es meine Kollegin Sandra empfiehlt? Fragen über Fragen. Jedenfalls eröffnen sich völlig neue market opportunities für die einschlägigen Zubehöranbieter: portables Reinigungsmittel im schicken Lederetui, 50 ml, auch für Flugreisen geeignet; Handschuhsets, aus Leder mit passendem Logoaufdruck oder als Wegwerfvariante zur Einmalbenutzung; oder, sollte sich der BMI-Verdacht erhärten, ein Abo im Fitnessstudio. Soll noch einer sagen, der IT-Branche ginge es nicht gut. Freitag, 16. Juli 2010
Amerikaner sind nett, und ihre ... Geschrieben von Alain Blaes
in PR und Kommunikation, Sprechen und Schreiben um
11:48
Kommentare (0) Trackbacks (0) Amerikaner sind nett, und ihre Presseinfos auchDas erste, was einem als Neuankömmling in den USA auffällt, ist die überwältigende Freundlichkeit. Wo auch immer man sich bewegt, man wird geradezu überrannt mit Aufmerksamkeit: "It's really great to meet you. Oh, you come from Europe? Awesome. I've been to Paris/Munich/Barcelona/Rome/usw. recently. What do you do? Really? Welcome to the neighborhood. If you need anything, please call me", samt Überreichung der Visitenkarte. Das ist nicht nur im Bekanntenkreis so, sondern auch beim Shoppen, und sogar im noblen Saks Fifth Avenue in Boston: "Hi, my name is Lucy. Oh, you come from Germany? That's great. I've been to Paris 20 years ago. Where do you live in Boston? Oh my God, me too. This is my phone number and my e-mail address. If you need anything, please call me." Wir haben Lucys halbe Lebensgeschichte erfahren und konnten uns von der verbalen Umklammerung nur schwer lösen. Im Massenbetrieb Supermarkt geht es etwas zurückhaltender zu, aber die obligatorische Floskel "How are you? Good, how are you? Good, thank you" ist allgegenwärtig.
![]() In den USA ist alles anders
Und so sind auch amerikanische Presseinformationen mit ihren überschwänglichen Quotes à la "We are so excited…": Sie waren nie dazu gedacht, veröffentlicht zu werden, niemand erwartet es, und es passiert auch nicht. Die Intention ist vielmehr, einfach nur freundlich zu sein, genauso wie der Kassierer mit "How are you?" und Lucy mit "Call me anytime." Reflex-bedingte Nettigkeiten ohne tieferen Hintergrund, beruhend auf einem gesellschaftlichen Konsens. Das ist nun einmal so und ist auch solange ok, bis das deutsche Management der Meinung ist, Presseinformationen müssten inklusive der Quotes wortwörtlich übersetzt werden und müssten womöglich auch in dieser Form in den Medien erscheinen. Dem liegt ein großes Missverständnis zu Grunde, das aus einer unverbindlichen Nettigkeit eine verbindliche Aussage ohne nennenswerten Inhalt macht. Im besten Fall wird eine solche Quote von der deutschsprachigen Presse herausgestrichen, im schlechtesten Fall die komplette Presseinformation ignoriert. Montag, 21. Juni 2010
Todesstrafe per Twitter Geschrieben von Alain Blaes
in Medien, Wirtschaft und Politik um
18:55
Kommentare (0) Trackbacks (0) Todesstrafe per TwitterWie im guten alten Wilden Westen wurde Ronnie Lee Gardner letzte Woche von den Behörden in Utah per Erschießungskommando hingerichtet. Glücklicherweise war er wohl der letzte, der im US-Bundesstaat auf diese Art offiziell ums Leben kam.
Samstag, 19. Juni 2010
Social Media ändert das politische ... Geschrieben von Alain Blaes
in Medien, Wirtschaft und Politik um
09:29
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: politik, social media
Social Media ändert das politische GefügeUngeachtet aller Nachteile wie Datenmissbrauch und Identitätsdiebstahl sind Social-Media-Plattformen heute in allen sozialen Schichten, Regionen und Kulturen fest verankert und damit auch ursächlich für eine fundamentale Veränderung der Kommunikations-Spielregeln, und das nicht nur im Internet. Denn diese Entwicklung verändert auch das politische Machtgefüge grundlegend, weil Millionen User in Blogs, sozialen Netzwerken oder Foren einen weitreichenden politischen Einfluss haben. Nicht mehr nur ein kleiner elitärer und ausgebildeter Kreis generiert Inhalte, sondern die Massen. Sie untergraben die althergebrachte Hoheit der Medien über die Öffentlichkeit; sie sind, wenn es zum Beispiel um die Weitergabe von Informationen geht, oft schneller und bieten exklusive Informationen früher. Das Paradebeispiel auf Twitter: „There's a plane in the Hudson. I'm on the ferry going to pick up the people. Crazy.“ Social-Media-Nutzer kommunizieren auch blitzschnell, sind im ständigen Dialog miteinander und äußern Meinungen, die für alle Internet-Nutzer unmittelbar sichtbar sind. So entsteht, praktisch im Millisekundentakt, politische Willensbildung. Menschen verabreden sich, diskutieren und propagieren ihre Meinung: Das ist nicht neu und hatte immer schon eine politische Tragweite; so sind viele Wendepunkte der Geschichte entstanden. Modernes Staatsrecht fußt genau darauf, und am Ende entsteht auch hier eine Bürger-indizierte Meinung, etwa durch Wahlen. Aber: Noch nie war Kommunikation so schnell, waren Meinungen für so viele sichtbar. Und noch nie hatten Staaten so wenig Kontrolle über ihre Bürger: weder über die Social-Media-Plattformen, die weltweit verteilt sind, noch über die Akteure, die zumeist anonym sind. Mit Social Media entsteht eine neue, fünfte Macht im Staat, die sich jeglicher politischen Kontrolle entzieht. Die klassisch als vierte Macht deklarierte Presse besteht im Wesentlichen aus Wirtschaftsunternehmen, deren Akteure bekannt, überschaubar und im Rahmen der Gesetzgebung kontrollierbar sind, das war in der Vor-Internet-Ära nicht anders als heute. Gewerkschaften oder Lobbys, vereinzelt als fünfte Macht betitelt, sind ebenso politisch kontrollierbar. Social Media hingegen entzieht sich der Gesetzgebung. Dem Staat bliebe nur, weil er die anonymen Nutzer nicht dingfest machen kann, die Sperrung von Plattformen oder die Kontrolle des gesamten Internets. Das ist nicht zielführend, weil eine Sperrung meist mit einfachen Mitteln zu umgehen ist, und die Internetkontrolle einem Aufruf zur Revolution gleichkäme. Anders herum beobachten Bürger sehr genau die Aktivitäten des Staates. Ob im Iran, wo die Opposition nach den Wahlen im Sommer 2009 unerlaubterweise über Twitter oder Facebook kommunizieren konnte, oder in Deutschland, wo nach dem offenbar willkürlichen Prügeln eines Demonstranten durch die Polizei im September 2009 binnen Minuten Proteste und Videos auf Dutzenden nationalen und internationalen Websites verbreitet wurden. Die vielleicht außergewöhnlichste Form der Social-Media-Kommunikation äußert sich in Flashmobs, bei denen sich gänzlich unbekannte Teilnehmer zu einer spontanen Demonstration verabreden. Das kann durchaus brisant sein. Das ist ein herber Schlag gegen die institutionalisierte Politik. Sie muss kontern, um ihre Macht zu wahren: Deutsche Initiativen wie der Bundestrojaner und die Datenvorratsspeicherung sind durchaus in diesem Kontext anzusiedeln, auch wenn der offizielle Sprachgebrauch den Kampf gegen den Terror vorschiebt. Das Verfassungsrecht setzt aber enge Grenzen und kassiert meist diese Gesetzesvorstöße. Sicher, Iran, China und andere Länder sind Beispiele, wo auch Social Media nicht zum Durchbruch führt und die Akteure unter erheblichem Druck stehen. Dennoch: Die Zeit arbeitet für sie, und mit jedem Tag wird der Geist des Internets und die Vision der Internet-Väter etwas greifbarer: Demokratie durch das Netz. „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“: Es gibt kaum einen schöneren Beleg als Social Media. Freitag, 4. Juni 2010
In Boston muss der Teig weg Geschrieben von Alain Blaes
in Medien um
21:12
Kommentare (0) Trackbacks (0) In Boston muss der Teig wegBoston ist eine hübsche Stadt, sehr europäisch, halbwegs grün, nicht zu groß und nicht zu klein und hat den Flair von Harvard und MIT. Wir hatten dort wegen Arbeitserlaubnis, Wohnungssuche und Autokauf zu tun, waren aber auch shoppen und sind abends schön essen gegangen.
Dienstag, 6. April 2010
Kommunikation im Web 2.0: Zwölf Fehler Geschrieben von Alain Blaes
in PR und Kommunikation um
10:21
Kommentare (0) Trackbacks (0) Kommunikation im Web 2.0: Zwölf FehlerIn der Unternehmenskommunikation werden Web 2.0 und Social Media allmählich zum Standard. Zahlreiche Unternehmen nutzen heute die Möglichkeiten des Web 2.0, und viele weitere denken darüber nach, hier ebenfalls aktiv zu werden. Bei der Umsetzung tun sich viele Unternehmen aber recht schwer. Die Welt des Web 2.0 unterscheidet sich deutlich von der der herkömmlichen Unternehmenskommunikation. Gerade beim Einstieg in Social Media kommen daher immer wieder typische Fehler vor, die den Erfolg der Maßnahmen in Frage stellen, weil sie die Eigenheiten von Social Media nicht ausreichend berücksichtigen. Da wir die Szene seit langem beobachten, haben wir die Unternehmenskommunikation im Web 2.0 untersucht und dabei zwölf typische Fehler festgestellt:
Insgesamt haben wird den Eindruck gewonnen, dass viele Unternehmen im Web 2.0 noch immer halbherzig, unentschlossen und mit begrenztem Engagement vorgehen. Aber die Medien-Landschaft steckt schon mitten im Umbruch und für die Unternehmen wird mittelfristig kein Weg an Social Media vorbeiführen. Natürlich wird auch im Web 2.0 nur mit Wasser gekocht – aber kochen muss das Wasser schon, wenn man in der Unternehmenskommunikation etwas erreichen will. Freitag, 12. März 2010
German Cloud Geschrieben von Alain Blaes
in Datenschutz, Technologie und Märkte um
15:36
Kommentare (0) Trackbacks (0) German CloudSeit Jahren ist die Cloud das Kernthema der IT, und schon meldet sich die Bitkom mit dem Konzept einer "Cloud made in Germany"... (ganz englischsprachig, wie es sich in dieser Branche gehört). Nein, die schnellsten sind unsere Verbandsmannen nicht, eine deutsche oder zumindest europäische Cloud macht aber durchaus Sinn angesichts der doch eher laxen Datenschutz-Vorschriften in USA & Co. Dann, und erst dann, wird Cloud Computing, so Bitkom-Verbandspräsident August-Wilhelm Scheer, "die Informationswirtschaft, ihre Technologien und ihre Geschäftsmodelle nachhaltig verändern", zumindest im Datenschutz-sensiblen Zentraleuropa. Ein Lob also für diesen Vorstoß. Freitag, 12. März 2010
Guido ist doch Rheinländer! Geschrieben von Alain Blaes
in Wirtschaft und Politik um
11:05
Kommentare (0) Trackbacks (0) Guido ist doch Rheinländer!Es ist tatsächlich empörend, was die Presse seit Tagen propagiert: Westerwelle betreibe Spezlwirtschaft. Die Presse lügt! Endlich hat FDP-Generalsekretär Christian Lindner ein Machtwort gesprochen: Die Demokratie droht damit Schaden zu nehmen, nicht mehr und nicht weniger! Ist doch auch wahr. Spezlwirtschaft ist ur-bayerische Kernkompetenz, und Guido ist Rheinländer. Und überhaupt: alle mal schön die Klappe halten und die politische Führung nicht hinterfragen. Das ist gesunde Demokratie. Dienstag, 9. März 2010
Bald flächendeckend grün? Geschrieben von Alain Blaes
in Technologie und Märkte um
14:50
Kommentare (0) Trackbacks (0) Bald flächendeckend grün?Es ist ruhiger geworden um Green-IT. Eigentlich kann man zu dem Thema auch gar nichts mehr hören, nachdem Dutzende von Anbietern uns monatelang mit Neuigkeiten wie "Festplatte reduziert Energiebedarf im Rechenzentrum", "Wir kaufen nur noch Diesel-betriebene Q7" und "Notebook mit nachwachsendem Bambusgehäuse" (ja, das Gehäuse wächst nach) drangsaliert haben. Ab und zu gibt es dann aber doch noch interessante Meldungen, wie im Fall des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, das nach der Modernisierung seines Clusters Energiekosten drittelt, oder der Stadtverwaltung Gießen, die nach dem Umrüsten und Virtualisieren ihrer Serverlandschaft jedes Jahr 20.000 Euro an Energiekosten einspart. Überhaupt spielt das Thema Virtualisierung eine große Rolle beim Senken des Energieverbrauchs. Und wenn es stimmt, was IDC schon vor eineinhalb Jahren geschrieben hat, dass nämlich bereits die Hälfte aller Unternehmen eine Green-IT-Strategie hätten, dann sollte es nicht mehr lange dauern, bis Deutschland flächendeckend virtualisiert ist. Energie- und damit Kosteneinsparungen in fünf- oder sechsstelliger Höhe pro Jahr sollte eigentlich für jedes Unternehmen Anreiz genug sein, grün zu investieren. Fragt sich nur, warum man neben den tollen umweltfreundlichen Produkten, Lösungen und Prognosen der Hersteller und Marktforscher so wenig über die schönen, grünen Erfolgsmeldungen der Unternehmen liest. Dienstag, 9. März 2010
Deutscher Michel und deutscher Manager Geschrieben von Alain Blaes
in Technologie und Märkte um
13:18
Kommentare (0) Trackbacks (0) Deutscher Michel und deutscher ManagerIn USA längst Alltag, ist das Thema Internet-Sourcing hierzulande so gut wie inexistent. An der Mentalität kann es jedenfalls nicht liegen, denn der deutsche Michel gibt Jahr für Jahr im Web mehr Geld aus für Reisen, Bücher, Musik, Staubsauger, Notebooks und Schuhe und ist mit dieser Art des Shoppens im Übrigen hochzufrieden. Und was ist mit dem deutschen Manager? Er pflegt eine rätselhafte Zurückhaltung, wenn es darum geht, Produkte oder Dienstleistungen zeitgemäß zu beschaffen oder zu verkaufen. Zeitgemäß, das heißt: vom Schreibtisch aus den Kontakt zu den richtigen Partnern finden, bessere Preis- und Lieferbedingungen aushandeln, Prozesse optimieren, Produktion besser auslasten, den gesamten Workflow in die IT integrieren. Die Vorteile wären überragend. Ich weiß, Qualität, Zahlungsfluss und Schutz von geistigem Eigentum beschäftigen die Unternehmen, das sind aber Aspekte, die moderne Sourcing-Plattformen zuverlässig im Griff haben. Wo ist also der Hemmschuh? Die deutsche Wirtschaft ist geplagt von zu hoher Exportlastigkeit und Überkapazitäten, und die Innovationskraft vieler Betriebe ist, milde ausgedrückt, zurückhaltend. Das sind die traurigen Erkenntnisse, die die Finanzkrise zu Tage gebracht hat. In einem globalen Markt sind aber hohe Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit gefragt, da reicht Althergebrachtes nicht mehr. Die Nutzung zeitgemäßer Technologien wäre schon mal ein guter Anfang, wenn es darum ginge, Kosten zu sparen und Ressourcen effektiver zu nutzen. Dann wäre auch wieder mehr Zeit für Innovation und Kreativität übrig – die eigentlichen Stärken der Deutschen. Dienstag, 9. März 2010
HOCHpräzise Voraussage Geschrieben von Alain Blaes
in Datenschutz um
12:20
Kommentare (0) Trackbacks (0) HOCHpräzise VoraussageDie Vorratssdatenpeicherung hat zwar eine um keinen Deut bessere Verbrechensaufklärungsquote gebracht, nach dem vernichtenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts rufen die unterlegenen Befürworter nun aber Zeter und Mordio. Der Bund deutscher Kriminalbeamter BDK spricht sogar vom einem "Flurschaden", dessen Tragweite noch nicht absehbar sei. Mehr noch, die Bürger erwarte ein – nein, kein Sicherheitsrisiko, sondern ein SicherheitsHOCHrisiko. Wenn das mal gut geht... Wie die düstere Zukunft der Verbrechensbekämpfung in Deutschland ab März 2010 aussieht, zeigt die Grafik.
Montag, 8. März 2010
IT-Oscars oder so Geschrieben von Alain Blaes
in Technologie und Märkte um
17:21
Kommentare (0) Trackbacks (0) IT-Oscars oder soNeun von zehn für den Oscar nominierten Dokumentarfilmen sind mit der Software Final Cut Pro erstellt worden, schreibt Macworld UK unter Berufung auf Apple-Informationen. Und bei allen Filmen, die in der Kategorie "Beste visuelle Effekte" nominiert wurden, wurde NVIDIAs Grafik-Technologie verwendet. Hollywood sollte dies zum Anlass nehmen und überlegen, ob es die Oscar-Verleihung nicht erweitert und IT-Oscars oder so ähnlich verleiht. Das Glamour-Umfeld mit Sternen und Sternchen wäre für die sonst eher langweilige Hardware und Software jedenfalls eine willkommene Abwechslung. Montag, 8. März 2010
Kommt die neue Besinnung? Geschrieben von Alain Blaes
in Datenschutz um
12:53
Kommentare (0) Trackbacks (0) Kommt die neue Besinnung?In diesem Blog hatte ich schon mehrmals meine Verwunderung darüber geäußert, warum die Politik gerade beim Datenschutz offenbar immer wieder versucht, das Verfassungsrecht zu umgehen: beim Bundestrojaner, bei der automatischen Erfassung von Kfz-Kennzeichen oder zuletzt bei der Vorratsdatenspeicherung. Was ist der Grund: wird der Gesetzgeber juristisch falsch beraten? Versucht er seine Grenzen auszuloten? Ist es gar staatliche Willkür? Gestern erfahre ich von einem Juristen, Gesetzes- und Verfassungsrecht sei im Grunde viel zu kompliziert für mich, für einen Laien also, der seine Informationen nur aus den Medien zieht. Im Hintergrund, für Medien nicht nachvollziehbar, passierten die wahren und komplizierten Prozesse. Meine Verwunderung habe weder Substanz noch sei sie irgendwie von Belang. Bin ich froh, dass Hans-Jürgen Papier mir im Geiste beisteht! In diversen Interviews monierte der Präsident des Bundesverfassungsgerichts am Wochenende: "Einige Gesetze des Bundes und der Länder sind - absichtlich oder unabsichtlich - über das Ziel hinausgeschossen." Die "unantastbare Menschenwürdekerne" seien vom Gesetzgeber "in aller Regel nicht hinreichend beachtet" worden, sagte er. Ursache sei wohl die Verwirrung vieler Staaten nach Nine-Eleven (darunter eben auch Deutschland) und ihr Unvermögen, mit einem neuen terroristischen Gefahrenpotenzial umzugehen. Papier hofft, dass sich der Gesetzgeber nach dem klärenden Urteil zur Vorratsdatenspeicherung ("eine schallende Ohrfeige") jetzt wieder stärker auf die verfassungsmäßige Rechtsprechung besinnt. Das hoffe ich auch. Dienstag, 9. Februar 2010
Die rührige Frau Aigner Geschrieben von Alain Blaes
in Datenschutz um
10:25
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: datenschutz, gesetzgebung
Die rührige Frau Aigner
Nach der heftigen Google-Schelte der letzten Tage legt Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner nochmal nach und zeigt sich als unerbittliche Datenschützerin. Das ist im Prinzip gut so. Im Vorfeld eines Gesprächs mit dem Branchenverband Bitkom sagte sie gegenüber dpa: "Die Wirtschaft muss alles dafür tun, damit die Sicherheit der Kundendaten gewährleistet ist." Auch das ist richtig. Nur wissen wir, dass es mit der Selbstverpflichtung der Wirtschaft nicht immer weit her ist: ein Umlenken fängt leider meist erst mit einer griffigen Gesetzgebung an. Vor allem hier besteht also Handlungsbedarf. Ein Plauderstündchen mit der Bitkom reicht da aber noch nicht aus.
|
Kalender
SucheKategorienAutoren |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||