Montag, 16. August 2010Hallo?In der SZ hat sich vorgestern Alex Rühle Gedanken über das (vermeintliche) Ende des Telefons gemacht. Ein Thema von epochaler Bedeutung, so dass wir uns in die Diskussion einklinken müssen. In den USA soll nämlich, so ist zu lesen, seit 2005 die Zahl der Telefonanrufe kontinuierlich zurückgehen. Zugleich nimmt die Dauer der Telefongespräche ab: "Dauerte ein Gespräch vor fünf Jahren durchschnittlich drei Minuten, so hat man sich mittlerweile anscheinend schon nach 90 Sekunden nichts mehr zu sagen." Vor allem junge Menschen nutzen Telefon intensiv – aber dem Vernehmen nach immer weniger zum Telefonieren, und die Telko-Anbieter scheinen ihr Geschäftsmodell auch mehr auf den Datenverkehr zu verschieben. Deutet sich da ein globaler Trend an? Man muss zugeben: Asynchrone Kommunikationsdienste (schöner Begriff!) haben ihre Vorteile: Schließlich ist ein E-Mail "self-documenting", man kann auch nach vier Wochen den genauen Wortlaut rekapitulieren. Und das gilt sogar für Kanäle wie SMS oder Twitter mit ihrem extrem restriktiven 140-Zeichen-Limit. Alex Rühle weist noch auf ein weiteres Manko des Telefonieren hin – eines, das mehr im Zwischenmenschlichen angesiedelt ist:
Bizarr, in der Tat. Wie formvollendet tritt dagegen ein E-Mail auf, das mit einem fröhlichen "Hallo Herr Meier" beginnt. Noch ein Aspekt auf den die SZ hinweist: Wieder in den USA hat eine Studie gezeigt, dass Politiker, die sich per Telefon austauschten, durchschnittlich 13 Minuten miteinander redeten, im direkten Gespräch hingegen eine dreiviertel Stunde. Außerdem "konnte am Telefon der jeweilige Sprecher gerade mal 15 Wörter sagen, bis sich sein Gegenüber einschaltete, während es in der persönlichen Begegnung fast doppelt so viele waren." Das gilt nicht selbstverständlich nur für Politiker. Hier zeigen sich vielmehr ganz generell die Grenzen von telefonischen Interviews – im direkten Gespräch kann man einfach mehr erfahren. Die Gesprächspartner sind im realen Vis a Vis auskunftsfreudiger, sie erzählen Dinge, Hintergründe und Einschätzungen, die sie einer Telefonstimme nie verraten würden. Beim Telefonieren will man offenbar möglichst schnell wieder auflegen. Nun fehlt noch eine Studie, die uns sagt, wie sich das bei einer Videokonferenz verhält – liegt sie näher an 13 oder näher an 45 Minuten? Wir sind gespannt auf die Antwort der Wissenschaft. Freitag, 16. Juli 2010
Amerikaner sind nett, und ihre ... Geschrieben von Alain Blaes
in PR und Kommunikation, Sprechen und Schreiben um
11:48
Kommentare (0) Trackbacks (0) Amerikaner sind nett, und ihre Presseinfos auchDas erste, was einem als Neuankömmling in den USA auffällt, ist die überwältigende Freundlichkeit. Wo auch immer man sich bewegt, man wird geradezu überrannt mit Aufmerksamkeit: "It's really great to meet you. Oh, you come from Europe? Awesome. I've been to Paris/Munich/Barcelona/Rome/usw. recently. What do you do? Really? Welcome to the neighborhood. If you need anything, please call me", samt Überreichung der Visitenkarte. Das ist nicht nur im Bekanntenkreis so, sondern auch beim Shoppen, und sogar im noblen Saks Fifth Avenue in Boston: "Hi, my name is Lucy. Oh, you come from Germany? That's great. I've been to Paris 20 years ago. Where do you live in Boston? Oh my God, me too. This is my phone number and my e-mail address. If you need anything, please call me." Wir haben Lucys halbe Lebensgeschichte erfahren und konnten uns von der verbalen Umklammerung nur schwer lösen. Im Massenbetrieb Supermarkt geht es etwas zurückhaltender zu, aber die obligatorische Floskel "How are you? Good, how are you? Good, thank you" ist allgegenwärtig.
![]() In den USA ist alles anders
Und so sind auch amerikanische Presseinformationen mit ihren überschwänglichen Quotes à la "We are so excited…": Sie waren nie dazu gedacht, veröffentlicht zu werden, niemand erwartet es, und es passiert auch nicht. Die Intention ist vielmehr, einfach nur freundlich zu sein, genauso wie der Kassierer mit "How are you?" und Lucy mit "Call me anytime." Reflex-bedingte Nettigkeiten ohne tieferen Hintergrund, beruhend auf einem gesellschaftlichen Konsens. Das ist nun einmal so und ist auch solange ok, bis das deutsche Management der Meinung ist, Presseinformationen müssten inklusive der Quotes wortwörtlich übersetzt werden und müssten womöglich auch in dieser Form in den Medien erscheinen. Dem liegt ein großes Missverständnis zu Grunde, das aus einer unverbindlichen Nettigkeit eine verbindliche Aussage ohne nennenswerten Inhalt macht. Im besten Fall wird eine solche Quote von der deutschsprachigen Presse herausgestrichen, im schlechtesten Fall die komplette Presseinformation ignoriert. Donnerstag, 15. Juli 2010
Achtung Quote Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
12:56
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: kommunikation, pr-tools, press release, pressemitteilungen, unternehmenskommunikation, usa
Achtung QuoteInsbesondere Presseinformationen amerikanischer IT-Unternehmen lieben Zitate/Quotes über alles, sie können davon gar nicht genug bekommen. Am besten in jeder Meldung sechs Stück: Ein Zitat von einem Vice-Presidenten, eines von einem Kunden, eines von einem Analysten, eines von einem anderen Vice-Presidenten, eines von einem Partner und eines von Microsoft. Der Informationsgewinn solcher Quotes ist leider meist sehr reduziert. Es werden in der Regel die Aussagen des Fließtextes mit anderer Wortstellung wiederholt oder Trivialitäten verkündet. In jeden Fall aber mit einem kräftigen "We are very excited …" unterfüttert. "Wir freuen uns außerordentlich, dass wir unser neues Produkt nun fertiggestellt haben." Ah ja. Oder schlicht:
Zumindest in den deutschen Medien sind solche Quote-Rallyes allerdings nicht so beliebt (es soll aber auch amerikanische Medien geben, die dergleichen unter den Tisch fallen lassen – aber das ist schon wieder ein anderes Thema). Mehr als ein Zitat wird daher nicht übrig bleiben, wenn eine Meldung zur Veröffentlichung übernommen wird, wenn überhaupt. In den Print-Ausgaben eher gar keines. Wozu auch: Drei Zitate würden mehr Textvolumen ohne mehr Inhalt erzeugen und das ist das genaue Gegenteil dessen, was derzeit bei Texten als Medien-Trend gilt: kurz, kompakt, konzentriert. Und wenn etwas schon nicht in 140 Zeichen abzuhandeln ist, so sollte man es doch wenigstens in 140 Worten versuchen. Insofern sind diese ellenlangen Mehrfachzitate auch nicht einfach nur überflüssig, sondern sogar kontraproduktiv: Sie blähen die Meldungen auf und senden dem Leser/Redakteur vor jedem Inhalt zuerst einmal folgendes Signal:
Solche Signale wollen wir natürlich nicht aussenden. Wir bleiben flexibel, thinken global und acten lokal, übernehmen US-Meldungen also nie 1:1. Unter anderem deswegen. Natürlich wären die Vice-Presidenten, der Kunde aus Oklahoma, der Analyst aus Boston, der Partner aus Detroit und vor allem Microsoft (das in Redmond vermutlich eine ganze Abteilung Quote-Men beschäftigt) furchtbar gern auch einmal in einer deutschen Pressemeldung zu Wort gekommen. Aber es gilt weiterhin die Devise: Kommunikation ist das, was ankommt. Fehlt noch was? Ach ja:
(mehr zu diesem Themenkomplex hier) Dienstag, 29. Juni 2010
Die Eigentor-PR Geschrieben von Susanna Tatár
in PR und Kommunikation, Technologie und Märkte um
09:24
Kommentar (1) Trackbacks (0) Die Eigentor-PRGewiss war das nicht die erste PR-Aktion in der Grafikbranche, die gehörig nach hinten losging. NVIDIA und ATi hatten kürzlich mit Attrappen- und Paperlaunch-Vorwürfen zu kämpfen und auch ihre Salami-Taktik, technische Details neuer Produkte in kleinen Häppchen an die Presse zu verteilen, löste mitunter Befremdung und Verärgerung unter deutschen Technik-Journalisten aus. Interessanterweise gelingen Intel, dessen riesige Marketing- und PR-Maschinerie doch ganz andere Potentiale als etwa die von NVIDIA hat, die peinlichsten Eigentore (wollen wir aus bekanntem Anlass bildlich sein…). Das Neueste: Intel veröffentlichte ein Whitepaper, das sich anschickt, den Mythos „GPUs sind 100mal schneller als CPUs“ zu entzaubern. Nun nahmen die Intel-Ingenieure die NVIDIA-GPU GeForce GTX 280 (die ist zwar mittlerweile veraltet, aber als Intel mit den Messungen anfing, war sie noch aktuell), und verglichen sie mit dem Core i7 960. Mit dem Ergebnis, dass die GTX 280 nur etwa 2,5mal schneller ist als der Core i7 960. Und überhaupt, generell lässt sich sagen, hieß es, dass GPUs im Durchschnitt nur 14mal schneller als CPUs sind. Abgesehen davon, dass der wissenschaftliche Wert der Messungen fraglich ist, da der Code vermutlich nicht ausreichend auf den NVIDIA-Chip optimiert wurde und der Datendurchsatz sowie Benchmarks nicht hinreichend nachvollziehbar sind, sorgte die Aussage verständlicherweise für Belustigung in der Branche. Andy Keane, Leiter der GPU-Computing-Sparte bei NVIDIA, brachte dies in seinem Blog so auf den Punkt: Es komme in der Technikwelt selten vor, dass ein Unternehmen auf einer Konferenz erklärt, seine Technik sei nur 14-mal langsamer als die seines Konkurrenten. Zumindest habe er dies in den 26 Jahren, seit er in der Industrie ist, nicht erlebt. Nach wie vor gilt es: Es wird einem nie langweilig in der Grafikbranche. Jetzt bin ich neugierig, womit uns Intel die nächste Überraschung beschert. Wird es vielleicht wieder was mit Larrabee? Letztes Jahr wurden große Erwartungen geweckt, „Intel bringt einen Grafikchip mit 16 Kernen auf den Markt….“ (NVIDIA-Chips haben mittlerweile 480), Larrabee ist dann tot erklärt worden, nur damit er auf der ISC seine wundersame Auferstehung als High-Performance-Chip feiern konnte. Wir sind gespannt, was noch alles aus dem Problemkind wird. Weitere Verwendungsvorschläge wären eventuell (je nachdem, wie die Hitzeentwicklung sein wird):
Freitag, 4. Juni 2010
Kein Geld für so was Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
11:15
Kommentare (0) Trackbacks (0) Kein Geld für so wasÜber den Basic Thinking Blog bin ich auf eine interessante Studie zum Thema Social Media aufmerksam geworden. Die dpa-Tochter news aktuell hatte in Kooperation mit Faktenkontor rund 1.700 Pressesprecher und PR-Fachleute zum Thema “Social Media in Unternehmen” befragt. Ernüchterndes, wenn auch nicht überraschendes Fazit: Die Mehrzahl der Unternehmen hält Social Media zwar für wichtig, sieht aber trotzdem keinen Grund dafür Budget locker zu machen.
Das entspricht weitgehend den Untersuchungen, die wir selbst angestellt haben, zum Beispiel hier oder da: Außerhalb der PR- und Medien-Welt spielt Social Media zumeist nicht einmal eine Nebenrolle. Social Media steckt weiterhin im Probe-, Denk-, Test- und Überlege-Stadium fest. Strategie gibt es nächstes Jahr, Geld vielleicht übernächstes – mit anderen Worten: So richtig ernst nimmt man das nicht. Social Media kommt einfach nicht vom Fleck und mittlerweile zeigen sich ja auch schon erste Ermüdungserscheinungen. Bin gespannt, wann die ersten (großen Namen) direkt von den Vorüberlegungen zur Einstiegs- in die Vorüberlegungen zur Ausstiegsstrategie überleiten. Dienstag, 25. Mai 2010
Kontextsensitive Werbung Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
12:36
Kommentare (0) Trackbacks (0) Kontextsensitive WerbungKontextsensitive Werbung ist mitllerweile überaus beliebt, aber kann kontextsensitive Werbung auch den Tatbestand der üblen Nachrede erfüllen?
Das hat der altgediente Hersteller von Speichersachen nun wirklich nicht verdient. Vielmehr scheinen da ein paar kontextsensitive Algorithmen am Werk gewesen zu sein, die noch den einen oder anderen Optimierungsbedarf aufweisen. Dienstag, 6. April 2010
Kommunikation im Web 2.0: Zwölf Fehler Geschrieben von Alain Blaes
in PR und Kommunikation um
10:21
Kommentare (0) Trackbacks (0) Kommunikation im Web 2.0: Zwölf FehlerIn der Unternehmenskommunikation werden Web 2.0 und Social Media allmählich zum Standard. Zahlreiche Unternehmen nutzen heute die Möglichkeiten des Web 2.0, und viele weitere denken darüber nach, hier ebenfalls aktiv zu werden. Bei der Umsetzung tun sich viele Unternehmen aber recht schwer. Die Welt des Web 2.0 unterscheidet sich deutlich von der der herkömmlichen Unternehmenskommunikation. Gerade beim Einstieg in Social Media kommen daher immer wieder typische Fehler vor, die den Erfolg der Maßnahmen in Frage stellen, weil sie die Eigenheiten von Social Media nicht ausreichend berücksichtigen. Da wir die Szene seit langem beobachten, haben wir die Unternehmenskommunikation im Web 2.0 untersucht und dabei zwölf typische Fehler festgestellt:
Insgesamt haben wird den Eindruck gewonnen, dass viele Unternehmen im Web 2.0 noch immer halbherzig, unentschlossen und mit begrenztem Engagement vorgehen. Aber die Medien-Landschaft steckt schon mitten im Umbruch und für die Unternehmen wird mittelfristig kein Weg an Social Media vorbeiführen. Natürlich wird auch im Web 2.0 nur mit Wasser gekocht – aber kochen muss das Wasser schon, wenn man in der Unternehmenskommunikation etwas erreichen will. Mittwoch, 10. März 2010
Aus der Skurrilitätenschmiede Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
15:21
Kommentare (0) Trackbacks (0) Aus der SkurrilitätenschmiedeDiese Meldung ist natürlich einen Blog-Beitrag wert:
Schön, dass wir künftig auch bloggen können, wenn uns kein Thema einfällt, da ist in der Vergangenheit ja so mancher Blog nicht zu Stande gekommen. Gut gefällt mir auch dieses Feature der neuen Lösung:
Wirklich wichtige Themen werden nie alt, man kann sie nicht breit genug walzen. Ein Leser des Heise-Forums erinnert in diesem Zusammenhang an die berühmte "Motiv-Klingel" für Fotoamateure. Als direkte Zielgruppe der neuen Software sind wir trotzdem gespannt auf die Conference on Human Factors in Computing Systems in Atlanta, auf der die IBM-Wissenschaftler Werner Geyer und Casey Dugan über ihre Erfahrungen mit einem ersten firmeninternen Test berichten wollen. Dienstag, 26. Januar 2010
Theorie und Blog – deutsche ... Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
10:58
Kommentar (1) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: blog, blogger, it, it-industrie, itk-branche, medien, social media, web 2.0
Theorie und Blog – deutsche IT-Unternehmen und Corporate Blogs (Teil II)Im ersten Teil unserer Untersuchung der Blogs deutscher IT-Unternehmen war es um die "Theorie" der Corporate Blogs gegangen. Demzufolge ist nun die Praxis dran. IT-Unternehmen haben wir uns vorgenommen, weil wir vermuteten, dass Unternehmen dieses Sektors eine besondere Affinität zum Web in all seinen Erscheinungsformen haben müssten. Überprüft wurden die Websites von 100 IT- und Telekommunikations-Unternehmen, die nach der Zahl der Beschäftigten zu den 150 größten dieses Sektors gehören. Nicht berücksichtigt wurden Unternehmen, die im Wesentlichen ausgelagerte IT-Abteilungen sind, wie zum Beispiel die HVB Information Services GmbH. Wenn wir übrigens auf einer Website innerhalb von fünf Minuten auch unter Verwendung der Suchfunktion keinen Blog finden konnten, haben wir die Suche abgebrochen – wenn Blogs nicht leicht zu finden sind, taugen sie auch nicht als Kommunikationsinstrument.
2. Die Blogs Das Ergebnis der Untersuchung lässt sich sehr kurz wiedergeben: IT-Unternehmen in Deutschland nutzen die Blogs so gut wie nicht für ihre Kommunikation. Unter den 100 ausgewählten Unternehmen konnten lediglich acht deutschsprachige Blogs identifiziert werden. 19 Unternehmen weisen immerhin Blogs in englischer Sprache auf, drei Unternehmen bloggen in beiden Sprachen. Interne Blogs konnten natürlich nicht berücksichtigt werden, es ging uns aber ohnehin nur um die nach außen wirkende Kommunikation. Unter den Blog-abstinenten Unternehmen sind zahlreiche große und sehr renommierte.
Zwei Ursachen kommen dafür in Frage: Zum einen, dass Unternehmen den Nutzen von Blogs nicht sehen, zum anderen, dass sie ihn zwar sehen, aber dafür trotzdem keine Ressourcen bereitstellen wollen beziehungsweise können. Zum Nutzen von Blogs wurde im ersten Teil eigentlich schon alles gesagt. Mag sein, dass das IT-Unternehmen nicht so sehen. Mag sein, dass Blogs nicht das zentrale Kommunikationsinstrument sein werden, aber dass sie ein wichtiges Instrument in einer Medienlandschaft sein werden, dürfte unbestritten sein. Nicht zuletzt weil die Medienlandschaft künftig wesentlich breiter aufgefächert sein wird. Das Ressourcen-Problem ist eine Folge der Nutzen-Frage: Nur Unternehmen, die in Blogs einen geringen Nutzen sehen, scheuen den dafür nötigen Aufwand. Dass IT-Anbieter mit ein paar tausend Mitarbeitern keine Ressourcen haben sollten, einen Blog zu pflegen, ist nicht nachvollziehbar. Wir können das umso weniger verstehen, als fast alle Unternehmen durchaus Ressourcen für Firmenmagazine, Kundenzeitungen und Newsletter bereitstellen können, und hier schafft man es meist auch, einen Link prominent auf der Homepage unterzubringen. Offenbar liebt die deutsche IT diese Retro-Kommunikation, die ja weder ein schnelles und flexibles Reagieren, noch einen Dialog mit den Adressaten erlaubt. Wir haben darauf verzichtet nachzulesen, was die selben Unternehmen ihren Kunden beispielsweise über Agilität, Flexibilität und Innovation erzählen. Aber wir haben so unsere Vermutungen. ![]() Sun: Tausende von Blogs - aber keine Ressourcen für deutsche Blogs?
Interessanterweise verfügt Sun, obwohl es ein amerikanisches Unternehmen ist, sehr wohl über eine deutsche Website, verschickt deutsche Pressemeldungen und verteilt – hatten wir es nicht geahnt? – auch einen deutschen Newsletter. Das Amerikanische bei Sun trifft also nur die Blogs. Und im Grunde verhält es sich ja genau umgekehrt: Würde Sun hierzulande wie ein amerikanisches Unternehmen agieren, dann wüsste es auch hier, wie wichtig Blogs sind und dann hätte es auch Blogs in der Landessprache. Dabei wollen wir gar nicht bestreiten, dass es auch Blog-Themen geben mag, für die Englisch einfach ein wenig besser passt, beispielsweise in der Softwareentwicklung. Aber man muss sich hier schon einmal die Größenordnungen vor Augen führen: Sun hatte (zum Zeitpunkt unserer Untersuchung) weltweit 5.597 Blogs von 4.606 Bloggern, die insgesamt 173.134 Beiträge verfasst hatten. Und da sollten keine Ressourcen für einige Blogs in den Landessprachen der Länder mit Sun-Niederlassungen sein? Man muss natürlich auch wollen. Übrigens: bei Oracle sieht es genauso aus, insofern passen die beiden prima zusammen. Umgekehrt gibt es auch deutsche Unternehmen, die nur auf Englisch bloggen, beispielsweise die Software AG oder IDS Scheer. Ja, wir wissen schon: "Wir sind ein internationales Unternehmen …" und Englisch beweist Internationalität, Globalität und Modernität, aber eine besondere Wertschätzung des immerhin zweitgrößten IT-Marktes kommt darin nicht zum Ausdruck. Und auch hier ist festzuhalten: Wir sprechen hier nicht von Unternehmen mit 40 oder 50 Mitarbeitern, die sich entscheiden müssen, ob sie einen Blog in E oder D führen. In unserer Untersuchung haben wir an ein paar Stellen auch ein wenig tiefer gebohrt, denn manchmal wollten wir es einfach nicht glauben, dass es bei diesem oder jenem renommierten IT-Unternehmen keinen einzigen Blog geben sollte. Wir haben uns dann bei der Pressestelle erkundigt, wo wir denn den Corporate Blog finden könnten. Da wurde uns dann zum Beispiel mitgeteilt: Das Unternehmen "… bietet keinen 'Corporate Blog' an. Sollten Sie weiterführende Informationen über das Unternehmen benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden." Hier drängt sich der Eindruck auf, Social Media könnte trotz umfassender Medienoffensive doch noch nicht überall verstanden worden sein: Blogs sind doch nicht "weiterführende Informationen über das Unternehmen", Web 2.0 ist eben nicht Presseinformation mit anderen Mitteln, sondern … war da nicht was mit Dialog und Community? In der deutschen IT-Welt scheint das überwiegend nicht angekommen zu sein. Weitere O-Töne aus der Praxis deutscher IT-Blogs:
Siemens IT Solutions and Services wiederum hat auf unsere Anfrage sicherheitshalber gar nicht geantwortet. Wir haben dafür natürlich Verständnis: Wenn man anfängt, jedes E-Mail zu beantworten, wird das schnell uferlos. Andererseits muss man auch zugeben, dass nicht jeder Blog, bloß weil es ihn gibt, damit auch schon Ziel führend im Sinne der Unternehmenskommunikation ist. Zum Beispiel bei IBM. Deutschlands größtes IT-Unternehmen hat einen Blog, dieser spricht Deutsch und ist – erfreulich! erfreulich! – ganz leicht zu finden. Und selbstverständlich weiß IBM, worum es bei Blogs geht:
Aber in diesem Fall gilt: Blau ist alle Theorie. Was der BlueBlog hinsichtlich Inhalt und Aufmachung tatsächlich bietet, ist nämlich weniger gelungen. Bei unserem Besuch war der letzte Beitrag über zwei Monate alt – und das in einem Weltunternehmen, das hierzulande über 20.000 Mitarbeiter beschäftigt. Mag sein, dass es irgendwo im IBM-Universum noch andere Blogs gibt, schönere, aktuellere, bessere, interessantere. Aber die haben wir leider nicht gefunden – was im Ergebnis auf das selbe hinausläuft. Manche der Unternehmen haben auch etwas eigenwillige Vorstellungen über die Kommunikation per Blog. So haben wir bei einem Unternehmen statt eines Corporate Blogs einen "Trainee-Blog" gefunden, was im Grunde ja nicht verkehrt ist. Dieser war offenbar als Spielwiese für Social-Media-Eleven gedacht, die Beiträge erwiesen sich als unfreiwillig komisch und damit unser summa summarum eher trist gestimmter Blog nicht ohne seine humorige Note bleibt, zitieren wir daraus kurz, aber mit Rücksicht auf den Trainee-Blogger absichtlich ohne Quellenangabe:
Interessant wie es bei einer "strategischen Neuausrichtung" in diesem Unternehmen, dessen Name nichts zur Sache tut, so zugeht. Das mag ja für die Kumpels vom Sebastian – und für uns – ganz lustig sein, aber in einem für die Weltöffentlichkeit offenen Blog hat dergleichen eher weniger zu suchen. Nebenbei, lieber Sebastian: Nicht nur bei Folien, auch bei Corporate Blogs gilt es einiges zu beachten, aber das ist ein anderes Thema. Über die kleine Schar der Sieger beim Blog-Contest der deutschen ITK-Unternehmen berichten wir demnächst in diesem Blog. Dienstag, 19. Januar 2010
Theorie und Blog – deutsche ... Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
09:52
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: blog, blogger, it, it-industrie, itk-branche, medien, social media, web 2.0
Theorie und Blog – deutsche IT-Unternehmen und Corporate Blogs (Teil I)Heute geht es in unserem Blog um Blogs, genauer: Um die Blogs deutscher IT-Unternehmen. Damit wir nicht betriebsblind – Blog-blind – werden, haben wir uns draußen in der Realität umgeschaut und wollten herausfinden, wie die großen Unternehmen der deutschen IT- und Telekommunikationsindustrie Blogs für ihre Kommunikation nutzen. Über die Ergebnisse dieser Umschau gibt es einiges zu berichten, mehr als wir zunächst vermutet haben. Damit die Sache nicht unübersichtlich wird, werden wir das Thema in drei Kapiteln behandeln: 1. Die Theorie – über das Warum und Wieso von Corporate Blogs 2. Die Praxis – wie deutsche IT-Unternehmen bloggen 3. Die gute Praxis – wie es aussieht, wenn deutsche IT-Unternehmen gut bloggen 1. Die Theorie Blogs sind bekanntlich das Herzstück von Social Media beziehungsweise Web 2.0. So hatte Social-Media-Guru Klaus Eck in seinem Standardwerk "Corporate Blogs" schon 2007, also in der Web-2.0-Frühzeit, geschrieben:
Der Grund für die besondere Rolle von Blogs innerhalb des Web 2.0 liegt auf der Hand: Hier ist der Platz an dem man "zur Sache" kommen kann, an dem Inhalte auch mal etwas ausführlicher ausgebreitet werden können. Während bei Twitter nur kurze Informationen ausgetauscht werden – mitunter als Referenz auf Blogs –, in den Sozialen Netzwerken vor allem Kontakte aufgebaut und gepflegt werden und bei YouTube und den Foto-Plattformen das Visuelle betreut wird, kann im Blog ausführlich informiert, argumentiert, erläutert, erklärt, kritisiert, zurückgewiesen, bewundert oder was auch immer werden. Für Unternehmen heißt das: In Blogs können sie ihre Position, ihre Politik oder ihre Strategien darlegen, aber auch ganz einfach ihre Produkte und Lösungen vorstellen und erklären. Blogs stellen den Unternehmen einen sehr direkten Kommunikationskanal zur Verfügung, über den sie sehr viel unmittelbarer ihre Botschaften aussenden können als das über die herkömmlichen Medien möglich ist. Sie haben damit eine direkte Verbindung zu den Adressaten, seien das Geschäftspartner, Kunden, Interessenten oder Lieferanten – oder ganz allgemein die Öffentlichkeit. Wenn Unternehmen etwas zu sagen haben, müssen sie sich im Blog mit niemandem abstimmen, in keinen Redaktionsplan hineinzwängen, keinen Redaktionsschluss einhalten und auch (so etwas soll es schon gegeben haben) keine Anzeigen schalten. Nachteil dieser Direktheit ist im Vergleich zu herkömmlichen Medien natürlich die geringere Reichweite von Blogs – da hilft nur: Regelmäßig und gut über interessante Dinge schreiben. Ein wichtiger Aspekt: Wie alles im Web 2.0 sind auch Blogs nicht als unidirektionaler Kommunikationskanal gedacht. Richtig spannend wird es beim Bloggen immer dann, wenn die Leser sich mit Kommentaren in Diskussionen einschalten. Dass dabei nicht immer Lobeshymnen zu erwarten sind, versteht sich, insbesondere bei kontroversen Themen. Das müssen Unternehmen aushalten. Wenn sie es nicht aushalten, müssen sie es lernen. Im Auge behalten sollte man auch den Hintergrund: Vom Wandel der Medienlandschaft ist derzeit ja viel die Rede – Einbruch im Anzeigengeschäft, ausgedünnte Redaktionen, abwandernde Leser, kein Plan für die Online-Postionierung und am Horizont das Wetterleuchten das Sterben von Zeitschriften und Zeitungen in den USA (2009 wurden dort rund 400 Zeitschriften eingestellt). Für die Unternehmenskommunikation heißt das, dass sich auch für sie die Parameter verschieben werden. Sie kann nicht davon ausgehen, dass sie in fünf bis zehn Jahren mit dem altbekannten Instrumentarium von Presseinformationen oder -konferenzen ihr Publikum überhaupt noch erreicht, denn dieses ist offenbar in weiten Teilen dabei, ins Web und ins Web 2.0 abzuwandern. Die Kommunikationsexperten der Unternehmen werden sich daher überlegen müssen, wie sie ihre Adressaten dort erreichen können. So, das war nun kurz und knapp die Theorie. Und die Praxis? Fortsetzung folgt – in diesem Blog. Montag, 7. Dezember 2009
Mehr oder weniger Spam Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
11:07
Kommentare (0) Trackbacks (0) Mehr oder weniger SpamDas Oberlandesgericht Düsseldorf hat uns mit einem bemerkenswerten Urteil zuerst erfreut – und nach einem Grübeln dann doch eher irritiert:
Fragt sich nun, wie man sich das vorstellen muss: Der Käufer von Adressen muss demnach also selbst prüfen, ob die Einwilligung zum E-Mail-Marketing vorliegt. Ist das nun das definitive Ende von Spam (nicht faktisch, sondern juristisch) oder der Beginn einer ganz neuen Art von Spam: "Sehr geehrter Adressat, haben Sie die Einwilligung zur Nutzung Ihrer Adresse erteilt? Wir würden Ihnen gerne ein wenig Spam schicken." Freitag, 16. Oktober 2009
Kein Anschluss für Social Media Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
10:38
Kommentare (0) Trackbacks (0) Kein Anschluss für Social MediaWir haben uns wieder mal draußen in der wirklichen Welt umgesehen, nachgefragt, was sich dort – jenseits von Medienschaffenden, Journalisten, Agenturen usw. – in Sachen Social Media und Unternehmenskommunikation tut. Wir hatten uns im Sommer schon einmal die Auftritte der Dax-Unternehmen bei Twitter unter die Lupe genommen, dann hatten wir uns die Parteien und ihren Web-2.0-Wahlkampf angeschaut. Nun waren wieder die Dax-Unternehmen dran: In einer Umfrage unter allen im Dax notierten Unternehmen erkundigten wir uns nach den Aktivitäten in der Social-Media-Welt.
Eine Umfrage also. Und damit liegt eigentlich schon mal ein Problem auf dem Tisch. Dass nämlich für die Aufnahme des Ist-Zustands der Social-Media-Aktivitäten der führenden deutschen Unternehmen überhaupt eine Umfrage durchgeführt werden musste, zeigt, wie schwach die Stellung von Social Media in den Unternehmen noch immer ist.
Dabei ist Social Media doch ein Kommunikationsinstrument, das ganz wesentlich nach außen wirken soll, mit dem sich ein Unternehmen in der Öffentlichkeit positionieren und präsentieren kann. Es ist daher nicht nachvollziehbar, warum die untersuchten Unternehmen ihre Social-Media-Aktivitäten geradezu verstecken. Dies ist umso weniger zu verstehen, als die eindeutige Identifizierung von offiziellen Accounts – und damit eine Abgrenzung von privaten Mitarbeiter- oder gar Fake-Accounts – in vielen Fällen nur über eine direkte Verlinkung mit der offiziellen Website möglich ist. Links zu den Social-Media-Auftritten müssen daher gleich auf der Homepage eines Unternehmens zu finden sein, nicht anders als Links zu Kontakten, zum Impressum, zu den Investor Relations, zur Suchfunktion oder zum Pressebereich. So aber bleibt als erster Eindruck, dass für die meisten der Dax-Unternehmen das Angebot, Plattformen für einen Dialog mit der Öffentlichkeit zu nutzen, wenn überhaupt dann eher als Pflichtübung angesehen wird. Man macht mit, weil es derzeit en vogue ist, die Auftritte werden zum Teil auch von engagierten Mitarbeitern gepflegt, aber ein Engagement auf Top-Level ist dabei nicht erkennbar. Soweit, so unbefriedigend. Die Ergebnisse der Umfrage sind uns einen separaten Blog-Beitrag wert. Demnächst in diesem Theater. Mittwoch, 7. Oktober 2009
Alles Gute zum letzten Geburtstag Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
14:59
Kommentar (1) Trackbacks (0) Alles Gute zum letzten GeburtstagGratuliere! Gratuliere! Das Telefax hat runden Geburtstag und wird 40 Jahre alt! Doch zugleich heißt es, Abschied nehmen, denn wieder einmal ist eine verdiente Technologie reif für den Sondermüll.
Sicher, wenn es ganz, ganz wichtig wird, wenn beispielsweise Dokumente originalgetreu zu Gericht geschickt werden müssen, dann schlägt die Stunde des Telefaxes. Fax ist eben immer noch einfacher als eine qualifizierte Signatur (darüber sollten wir mal gesondert nachdenken). Und die Rechtsprechung hat nicht jahrelang über die Rechtsgültigkeit von Telefax-Nachrichten gegrübelt, nur dass jetzt alles abgeschaltet und abgeschafft wird. Allerdings: Wenn sich eine Kommunikationsform dadurch auszeichnet, dass sie sich für die wirklich wichtigen Dinge eignet, hat sie ihre besten Zeiten schon hinter sich – da geht es dem Fax wie dem Kurier und dem Telex. Also bitte: Strom sparen und abstöpseln! Sonst rechnen wir zum 41. Geburtstag mal aus, wie viele tausend Kraftwerke die deutschen Telefaxgeräte so verschlingen. Noch eines: Die Telefaxnummern bei Adress-Angaben, auf Visitenkarten und – ja auch da – im Abspann von E-Mails. Wann hat sich zum letzten Mal ein Kunde, Interessent, Journalist, Bewerber oder Wähler per Fax gemeldet? Donnerstag, 24. September 2009
Yes we sing Geschrieben von Susanna Tatár
in PR und Kommunikation um
13:39
Kommentare (0) Trackbacks (0) Yes we singEine gelungene Initiative zur Mobilisierung zukünftiger Erstwähler war die Jugendwahl am 19. September. Die Zielgruppe ist nicht unerheblich: Am 27. September dürfen 3,5 Millionen junge Deutsche ihre Stimme zum ersten Mal abgeben. Sieht man allerdings in Stefan Raabs TV Total den "Erstwählercheck", kann man angesichts der vollkommenen Ahnungslosigkeit der Kandidaten nur hoffen, dass das alles gestellt ist. Von großer Tragweite ist also die Herausforderung, jungen Wählern die Wahlkampagnen näher zu bringen – seit jeher versuchen galaktisch bezahlte PR-Agenturen und Wahlberater dies zu meistern. Natürlich, die alten PR-Basics, Emotionalisierung der Kampagnen, Identifikationsmerkmale für die Kandidaten schaffen. Kurze, prägnante – wenn auch sinnentleerte – Slogans haben ihre Effizienz kürzlich unter Beweis gestellt. In den USA wird auch gerne auf die Wirkung von Musik gesetzt, für die Kandidaten wird häufig ein „Wahlkampfsong“ etabliert. Berühmter Fauxpas war die Auswahl von Bruce Springsteens „Born in the USA“ – im Text beklagt sich ein Vietnam-Veteran, vom Staat fallen gelassen zu sein. Auch deutsche Kandidaten versuchten sich in den letzten Monaten mit Wahlkampfsong, br-online machte sich nicht unberechtigt lustig über manche ungelenken Versuche. Am effektivsten wäre sicherlich – ich klammere hier die Frage des Urheberrechts aus –, mit bekannten Songs zu arbeiten. Herrn Steinmeiers Name bietet gleich eine schöne Stei(n)lvorlage: „Papa was a rolling stone“. Frau Merkel ist natürlich das „Supergirl“. Für Frau von der Leyen fällt mir auf Anhieb „Lady Madonna“ ein. Und für Herrn zu Guttenberg? Zugegeben, es wäre oberflächlich, ihn auf seine stets gepflegte Frisur zu reduzieren und ihm den Song „Mein Baby war beim Frisör“ zu verpassen. Genauso unfair wäre es, Herrn Seehofer den Song „Macho, Macho“ zu geben, das Lied hätte sich für „Medienkanzler“ Schröder besser geeignet – in den letzten Jahren war Gerd allerdings eher mit „Moskau, Moskau“ unterwegs. Und gut, wenn wir schon dabei sein, kann ich mir nicht verkneifen, Frau Schmidt „Baby you can drive my car“ zuzuordnen. Vera Lengsfeld ist nach dem „Dekolleté-Plakat“ nun das „Sexy thing“. Wobei Halina Wawzyniak mit ihrem Gesäß-Wahlplakat noch dicker aufgetragen hat (das ist nicht wörtlich zu nehmen). Zu ihrem Plakat fällt mir kein passender Song ein, und ich werde mich davor hüten, dieses Wort als Suchwort bei YouTube einzugeben... Dienstag, 22. September 2009
Obama lässt twittern Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
13:23
Kommentare (0) Trackbacks (0) Obama lässt twitternBarack Obama kämpft um seine Gesundheitsreform. Selbstverständlich greift er auf die Möglichkeiten des Web 2.0 zurück — der Präsident mobilisiert seine Anhänger und Unterstützer per Twitter. Herausgekommen ist eine Twitter-Anwendung, die ... nein, das muss man sich einfach selbst anschauen. Und allmählich beginnt man zu begreifen, was mit Twitter usw. alles möglich sein kann.
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