Mittwoch, 13. Juli 2011
Rapid Response Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
10:54
Kommentare (0) Trackbacks (0) Rapid Response"Rapid Response" ist ein klassisches PR-Instrument. Wir greifen dabei (im Auftrag von Kunden) in kurzen Beiträgen aktuelle Themen auf und kommunizieren eine Position dazu. Das Ziel ist nicht einfach, Aufmerksamkeit zu schaffen, sondern mit einer klaren Meinung zu relevanten Fragen offen Stellung zu beziehen. Der Bereich möglicher Themen sollte dabei zwar über den Tellerrand der Produkte und Lösungen des jeweiligen Unternehmens hinausreichen, sich aber im weitesten Sinne schon auf das Tätigkeitsfeld erstrecken – im Fall unserer IT-lastigen Kunden also auf Themen wie Datensicherheit und -schutz, Cloud Computing, Mobilität, IT-Trends, Green-IT, Technologie, Social Media, Unternehmensorganisation oder Compliance; griechische Staatsschulden oder ausgeschiedene Fußballerinnen wären trotz brennender Aktualität weniger geeignet. Rapid Response ist natürlich nicht neu. In den USA ist das seit langem üblich, insbesondere in Wahlkämpfen; hierzulande hat sich beispielsweise die CDU im Bundestagswahlkampf 2002 daran versucht. Das Problem – die Herausforderung – ist vielleicht gar nicht so sehr, ein passendes Thema aufzugreifen, sondern die schnelle Umsetzung: Rapid Response verlangt natürlich eine einigermaßen zügige Reaktion. Das heißt aber auch, dass bewährte Workflows stark abgekürzt werden müssen. Vom Identifizieren eines Themas bis zur Verkündigung sollte nicht viel mehr als ein Tag vergehen, inklusive Freigabe des Textes. Aber vielleicht haben wir die Latte da auch zu hoch gelegt. Es muss ja nicht alles hoppla-hopp sein. Dass es auch anders geht, zeigte vor ein paar Tagen die Rapid Response einer oberösterreichischen Stadt:
Montag, 13. Juni 2011
Nachtrag zum Blogbeitrag vom 6. Juni ... Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
14:13
Kommentare (0) Trackbacks (0) Nachtrag zum Blogbeitrag vom 6. Juni 2011In unserem Blog vom letzten Montag ("Die Kommunkation entschleunigen") könnte eventuell der Eindruck entstanden sein, das Restaurant Kartoffelkeller in Lübeck sei hinsichtlich der Kommunikationstechnologie womöglich nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Das war zum einen so nicht beabsichtigt und wäre zum anderen auch ganz falsch. Die weitere Entwicklung im Falle EHEC versus Gesundheitswesen hat nämlich gezeigt, dass das Restaurant Kartoffelkeller durchaus auf der Höhe der Kommunikationstechnologie in diesem Sektor arbeitet. Dies bestätigte jedenfalls SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach:
Montag, 6. Juni 2011
Die Kommunkation entschleunigen Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
10:38
Kommentare (0) Trackbacks (0) Die Kommunkation entschleunigenDie Kommunikationstechniken ändern sich in rasender Geschwindigkeit: Brief, Telefon, Fernschreiber, Fax, E-Mail, Voice-over-IP, Instant Messaging … – und die neuen Technologien walzen ohne viel Federlesens uralte Kulturtechniken nieder. Zum Beispiel die hohe Kunst des Briefeschreibens.
So schreibt der Theologe Friedrich Schorlemmer 2009 in seinem Aufsatz "Briefkultur und Humanität". Aber – ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Denn wenn es um etwas wirklich Wichtiges geht, greift man doch lieber auf den Brief zurück und lässt Telefon und VoIP links liegen. Das letzte Wochenende bot ein eindrucksvolles Beispiel dafür. Schon seit Wochen sind ja Wissenschaftler fieberhaft auf der Suche nach der Herkunft des EHEC-Erregers, der immerhin ein paar tausend Menschen niedergestreckt hat und gar nicht mal so wenige tödich. Die Ergebnisse dieser Forschung waren bisher nicht so toll – Gurken, Tomaten, Salat, das war es alles eher nicht. Doch am Wochenende gab es plötzlich eine Spur nach Lübeck:
Hauptsache Ruhe bewahren, auch als Gast. Und besonnen an der Aufklärung der Sache arbeiten, wie man im ZDF erfährt: :
So ist es richtig. Telefon oder Internet wären viel zu unzuverlässig und auch zu hektisch. Bis die Antwort eintrifft, wird zur Hubertus-Pfanne einfach kein Salat mehr serviert.
Nachtrag: Dem Restaurant "Kartoffelkeller" und Welt Online verdanken wir auch die Bildunterschrift des Monats:
Mittwoch, 1. Juni 2011
... nimmt auch im Geschäftsleben ... Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
15:46
Kommentare (0) Trackbacks (0) ... nimmt auch im Geschäftsleben immer breiteren Raum einSocial Media in der IT, das ist für uns ein wichtiges Thema, das wir natürlich aufmerksam beobachten. Anfang des Jahres 2010 haben wir uns schon mal ausführlich damit befasst und das Ergebnis war ziemlich ernüchternd: Die große Mehrheit deutscher IT-Unternehmen wollte damals von Social Media nicht viel wissen (ausführlich hier). Wir lesen seither gespannt alle Meldungen, die Hinweise darauf enthalten könnten, dass die Sache vorankommt. Dass also Social Media generell und Blogs im Speziellen beispielsweise in der Welt der Ingenieure angekommen sein könnten ("Twitter, Facebook und Youtube sind weit mehr als ein Freizeitspaß für Jugendliche oder Internetverliebte" - ja, das musste auch mal wieder gesagt werden), vor allem aber, dass nun auch die zentralen Kräfte der Technologie an Bord sind:
Recruiting via Facebook lassen wir mal so stehen, da war der Durchbruch schon vor fünf Jahren. Die Tweets von Tangram Teleoffice haben wir … leider nicht gefunden (und wenn ein Unternehmen so etwas auf der eigenen Website nicht verlinkt, sehen wir auch nicht so recht ein, warum wir uns fusselig suchen sollten). Aber "SAP lässt Geschäftspartner im neuen Referenzkundenblog berichten", das klingt doch spannend. "Erfolg in Serie – SAP-Kunden erzählen ihre Geschichte", und immerhin haben wir die Seite mit dem Referenzkundenblog gefunden. Aber – die SAP-Kunden erzählen in diesem Blog gar nichts:
Wir finden unter dem Referenzkundenblog eine große Auswahl ganz normaler Case Studies. Keine schlechten, aber was hat das mit einem Blog zu tun? Kein Autor, keine persönliche Sichtweise, kein Dialog … kein Social Media, sondern Etikettenschwindel. Montag, 18. April 2011
Interview: Jan Wildeboer in ... Geschrieben von Markus Schaupp
in PR und Kommunikation um
14:39
Kommentare (0) Trackbacks (0) Interview: Jan Wildeboer in transnationaler MissionAuf der re:publica 2011 haben wir Jan Wildeboer von Red Hat getroffen und mit ihm über eine neue Form der Demokratie und die Vereinten Transnationalen Republiken gesprochen: "Interview: Jan Wildeboer in transnationaler Mission" vollständig lesen Freitag, 15. April 2011
#rp11: republica läuft mit ... Geschrieben von Markus Schaupp
in PR und Kommunikation um
12:03
Kommentare (0) Trackbacks (0) #rp11: republica läuft mit Einschnitten in der Grundversorgung
Die republica XI läuft. Wie schnell, davon kann sich jeder einen Überblick verschaffen, indem er den Hashtag #rp11 bei Twitter im Suchfeld eingibt. Sofort schlägt die Twitter-Welle zu und wirft Tweets im Sekundentakt aus. Bis zu 3000 Social-Media-Begeisterte twittern, was das mobile Endgerät hergibt. Auch wir waren vorgestern für einen Tag vor Ort, haben uns früh morgens von München aus auf den Weg gemacht, um dabei zu sein. Es war übrigens mein erstes Mal und ich muss zugeben, dass ich vom Massen-Ansturm bereits zur Eröffnungsveranstaltung überrascht war. Überall Menschen auf der Suche nach Orientierung und nach zwei Ressourcen, die für Social Medians im Großstadtdschungel überlebenswichtig sind: erstens Strom und zweitens eine stabile WLAN-Anbindung. Mitunter nimmt es skurrile Züge an, wenn die vermeintlich mobilsten Menschen, die fast alle gleichzeitig an einem Ort versammelt sind, in ihrem Tatendrang von einer Steckdose bedroht sind ausgebremst zu werden. Mehrfachsteckdosen stellten daher wichtige Knotenpunkte dar. Tatsächlich hatte mich und andere ausgebremst — das lässt sich auch auf Twitter nachlesen — die teilweise schlechte WLAN- beziehungsweise Mobilfunknetzverbindung. Für Social Medians kommt das einer mittleren Katastrophe gleich. Das einzig Positive daran: Jeder Betroffene hatte mehr Zeit, sich voll und ganz dem spannenden Programm zu widmen und sich mit den Leuten vor Ort über Trends, Erfahrungen und anderes Allerlei auszutauschen – sozusagen Kommunikation Back-to-the-Roots als erneuerten Erkenntniszustand zu betreiben. Das Themenspektrum während der drei Veranstaltungstage ist sehr breit gewählt und umfasst die Bereiche Kunst, Kultur, Medien über Technik bis hin zu Politik und Entertainment. Ein bunter Strauß, der für jeden etwas bietet. Schade nur, dass viele Sessions parallel laufen. Mitunter verpasst man dadurch spannende Live-Vorträge. Insgesamt war ich aber vom Angebot, den Inhalten und dem interaktiven Charakter der Veranstaltungen sehr angetan. Mein Fazit: Thumbs up! Eine tolle Veranstaltung mit interessanten Vorträgen, noch interessanteren Gesprächen aber auch mit schmerzhaften Einschnitten in der Grundversorgung. Nächstes Jahr bin ich gerne wieder mit von der Partie. Dieser Blog-Beitrag ist zuvor auf Sanchstars*Blog erschienen. Hashtags auf Twitter: #rp11 Dienstag, 8. Februar 2011
Toll, keine E-Mails mehr Geschrieben von Alain Blaes
in PR und Kommunikation um
17:51
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: kommunikation, social media
Toll, keine E-Mails mehrEs ist schon wahr, an manchen Tagen wird man geradezu erschlagen von der E-Mail-Menge, manchmal hundert und mehr. Sie alle zu lesen ist alles andere als produktiv – es nervt. Deshalb begrüsse ich ausdrücklich den Vorstoß von Atos Origin, einem französischen IT-Dienstleister, E-Mails komplett anzuschaffen. Franzosen waren immer schon Nonkonformisten, die 1789er Revolution liegt uns im Blut. Und ist die Abschaffung der E-Mail etwa keine Revolution? Die Manager der Firma wollen stattdessen auf innovative Kollaboration-Tools und Social-Community-Plattformen umschwenken. Ob das aber so eine gute Idee ist? Eine übermäßige Informationsflut ist ja kaum abhängig vom Übertragungsmedium. Die inflationäre Nutzung von Kopie und Blindkopie, missverständliche Diktion oder bescheiden organisierte Projekten sind schon eher Faktoren, die die Nachrichtenmenge ins Unermessliche wachsen lassen. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, ein Großprojekt mit Twitter&Co zu organisieren. Dann doch lieber E-Mails. Und die cc: hell.
Freitag, 4. Februar 2011
Mein geliebtes Internet Geschrieben von Alain Blaes
in PR und Kommunikation, Wirtschaft und Politik um
10:47
Kommentare (0) Trackbacks (0) Mein geliebtes InternetDie CSU hat also den Trend der Zeit entdeckt und will sich zur Internetpartei mausern. Sie will sogar eine "Vorreiterrolle" spielen, schreibt die Zeit, so ganz mit Haut und Haaren. In seiner Rede "Mein Internet" startet Horst Seehofer mit "Dialog und Beteiligung, dafür stehe ich", um gleich die Dinge klarzustellen, und ruft alle Bürger ("Sie sind der Experte!") ganz social-media-like zum "Experiment" auf, Fragen zum Thema Bayern zu stellen. "Live und grad raus", wie ein Oberbayer eben so ist, will er sie dann beanworten. Welch ein Experiment! Welch eine Vorreiterrolle!
Montag, 24. Januar 2011
Gelungenes Experiment Geschrieben von Alain Blaes
in PR und Kommunikation um
14:15
Kommentare (2) Trackbacks (0) Gelungenes ExperimentDie Vorbereitungsarbeiten für den CAP Day (Customer Advisory Panel) am 20. Januar waren nicht wirklich relaxt, weil niemand die Erfolgschancen dieses neuen Event-Formats einschätzen konnte, auch nicht annähernd. Volles Risiko, sozusagen. Dell hatte ein Dutzend Twitterer, Blogger und sonstige Social-Media-Nutzer eingeladen, ihre Kritik über Produkte, Services und Support persönlich und schonungslos vorzutragen. Geschäftsleitung und Spezialisten waren also in Frankfurt anwesend, um sich einen ganzen Tag lang dieser Kritik zu stellen mit dem Ziel, daraus zu lernen und entsprechende Maßnahmen in die Wege zu leiten, um etwiage Mißstände zu beseitigen.
Vorgetragen wurde Vieles: Probleme mit Treiber-Downloads, inkompatible Hardware-Komponenten, Ärger mit der Website, Intrasparenz beim Support, mangelnde Verarbeitung, Verwirrung über Produktpreise, lahme Innovation, Verwässerung der Marke, keine Möglichkeiten, Produkte vor dem Kauf anzufassen, veraltete Werbung, fehlende Präsenz bei Social Media, unvollständige Marktkommunikation. Wow! Die Dell-Manager haben ohne Pause mitgeschrieben. Es gab auch Positives, glücklicherweise: Gute Verarbeitungsqualität, ehrliche Marke, hervorstechendes Preis-Leistungsverhältnis, guter Support, Umweltbewußtsein. Im Vordergrund des Events standen Offenheit und Transparenz, so dass Dell ausdrücklich gebeten hatte, beliebige Inhalten per Social Media zu veröffentlichen. So entstand etwa auf twitter ein reger Informationsaustausch unter #dellCAP. Die Bilanz des CAP Day: für Teilnehmer und Dell durchweg positiv. Einige Stimmen: "Sehr positives Fazit", "Dell hört zu", "Keine verschwendete Zeit!", "Extrem kurzweilig", "sehr sehr informativ", "sehr positiv überrascht" (Teilnehmer), "Ein Novum", "leidenschaftlich", "a lot of fun", "hervorragendes Kundenfeedback", "super gelaufen", "sehr große Offenheit", "konstruktive Kritik", "I‘m very happy", "gelungenes Experiment". (Dell).
Und nun? "Es ist entscheidend, das Feedback an die Abteilungen weiterzugeben, die die gewünschten Veränderungen herbeiführen müssen", versprach Dell-Chefin Barbara Wittmann. Und was passiert wirklich? Im stundenlangen Meeting am folgenden Tag wurden tatsächlich alle Diskussionspunkte von Dell-Mitarbeitern diskutiert (auch durchaus sehr kontrovers), bewertet, es wurden Aufgaben verteilt, Aktionen definiert, Abteilungen informiert, Deadlines festgelegt. Mein persönliches CAP-Day-Fazit: Von wegen Marketingveranstaltung. Dell nimmt den Input seiner Kunden verdammt ernst. Dienstag, 18. Januar 2011
Dell traut sich Geschrieben von Alain Blaes
in PR und Kommunikation um
17:26
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: kommunikation, social media
Dell traut sichÜbermorgen veranstaltet Dell den "CAP Day" (CAP steht für Customer Advisory Panel). Geladene Konsumenten und Unternehmens-Anwender sind gebeten, schonungslose Kritik über Dell-Produkte und -Services zu üben – und das Top Management hört zu. Auch die Social-Media-Community ist eingeladen, sind per Twitter unter #DellCAP live einzubinden, ihre Meinung zu sagen oder Fragen zu stellen. Eine rege Diskussion soll entstehen. Ein solches Format ist einzigartig, nicht nur, weil Dell sich der Kritik öffentlich zu stellen traut. Es ist auch einzigartig, weil es die Möglichkeiten von Social Media voll ausschöpft: von der Auswahl der Kritiker, die eingeladen wurden, über die Einbindung der Community während des Events bis hin zur Nachberichterstattung über Blogs und Youtube. Social Media macht ganz andere Formen des Dialogs mit Kunden möglich, und vielleicht hilft es Unternehmen, auch ehrlicher zu kommunizieren. Hut ab für dieses Experiment, Dell! Dienstag, 28. Dezember 2010
Nachschlag: Twitter im Dax Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
17:40
Kommentare (0) Trackbacks (0) Nachschlag: Twitter im DaxVor längerer Zeit hatten wir uns ausführlicher mit dem Thema "Social Media bei DAX-Unternehmen" beschäftigt. Das Ergebnis war recht ernüchternd gewesen und wir hatten damals festgestellt: "… an einem Dialog besteht offenbar keinerlei Interesse. Kommunikation als Einbahnstraße, so war Social Media eher nicht gedacht." Kürzlich hat sich Netzökonom Holger Schmidt des Themas angenommen und den aktuellen Stand recherchiert. Er berichtet bei FAZnet darüber:
Was wir noch beisteuern können: Mit Dialog ist es noch immer nicht weit her, die Kommunikation verläuft hauptsächlich in eine Richtung. Wir behalten das im Auge. Aber: K + S hat nun bereits sieben Follower. Wir haben uns erbarmt. Vielleicht wollen sich Leser unseres Blogs anschließen? Lasst uns K + S auf zehn Follower hieven! Dann klappt's auch mit dem Streusalz besser. K + S in der Social-Media-Krise? Zu wenig Follower - zu wenig Streusalz Freitag, 29. Oktober 2010
Auf immer und ewig Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
16:03
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: online-friedhof, web
Auf immer und ewigWieder haben wir die Möglichkeit ein Thema aufzugreifen, das perfekt in die Zeit passt. Allerheiligen! Es gibt nämlich einen neuen Online-Friedhof. "Das neue Portal soll so freundlich und einladend sein, wie der Besuch eines schönen Friedhofs." Also nichts wie hin:
Keine Spuren im Internet – was für eine grässliche Vorstellung! Ganze Generationen schon! Ja, das komplette Mittelalter, bis weit in die Neuzeit - wie konnte man so leben? Übrigens kommt bei eMorial das "e" nicht von elektrisch, wie bei eBay, E-Commerce oder E-Mail, sondern:
Diese Bedeutung von eBay, E-Commerce oder E-Mail sollte man sich ruhig mal durch den Kopf gehen lassen.
Während eMorial mehr an die Vergangenheit denkt, fokussiert sich mylegat eher auf die Zukunft:
Auf ewig gespeichert, das ist das Mindeste. Und wenn es nur 10 MB sind. Dafür gibt es sogar eine Facebook-Seite.
Dienstag, 26. Oktober 2010
Gesucht – gefunden Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
16:01
Kommentare (0) Trackbacks (0) Gesucht – gefundenFolgendes las man letzte Woche:
Interessant wäre nun natürlich zu wissen, wie viele nicht nur gesucht, sondern auch gefunden haben. Wir haben da so unsere eigenen Erfahrungen gemacht. Anfang September hatte PR-COM nämlich eine Stellenausschreibung für einen Social-Media-Experten auch über Twitter und Facebook in die Welt hinausgeschickt.
Nun haben wir vielleicht nicht überwältigend viele Follower, wir sind schließlich weder Obama noch Sascha Lobo, aber mehr als 600 ist auch nicht nichts. Und wir haben die Anfrage auch brav, wie es sich gehört, mit einem Hash-Tag versehen, damit nicht nur unsere eigenen Follower was davon haben. Und Stelle und Medium passen ja auch zusammen. Die Resonanz aus den Social Media auf dieses Job-Angebot, war … nun, nennen wir es: überschaubar. Insgesamt wurde das Job-Angebot 15 Mal angeklickt, es meldeten sich schließlich ganze zwei Interessenten. Wobei einer sich nicht nur für Social Media interessierte, sondern eigentlich noch lieber als Kraftfahrer bei uns einsteigen wollte. Wir denken über eine Ausweitung unseres Fuhrparks nach und suchen Social-Media-Experten einstweilen diesseits von Social Media. Freitag, 8. Oktober 2010
Und Tschüß Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
12:46
Kommentare (0) Trackbacks (0) Und TschüßWir müssen jetzt unbedingt noch was zum Thema "20 Jahre Einheit" nachtragen, auch wenn es dabei – leider – letzten Endes doch um Trennung geht. BITKOM, der IT-Branchenverband, hat anlässlich dieses Jahrestags nämlich folgendes herausgefunden:
Alarmierende Zahlen: Elf Prozent trennen sich per E-Mail oder SMS? Vielleicht lässt sich damit erklären, dass "drüben" erst 66 Prozent der Haushalte einen Internetzugang haben? Vorsichtshalber? Dienstag, 5. Oktober 2010
Oh We, Oh We Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
18:18
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: amazon, apple, journalismus, krisen-pr, pr, social commerce, social media, web 2.0, wetab
Oh We, Oh WeJetzt ist es raus und damit ist das PR-Desaster perfekt: WeTab-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen hat zugegeben, dass er auf Amazon gefakte Lobeshymnen auf das WeTab platziert hat. Das ist der vorläufige Höhepunkt in einer ganzen Kette von PR-Fehlleistungen. Für alle, die es nicht verfolgt haben, ein kleiner Blick zurück (ausführlich bei Basic Thinking): Im April war das Gerät, das als Konkurrent zu Apples iPad positioniert wurde, der Presse vorgestellt worden. Schnell stellte sich heraus, dass statt des Linux-Betriebssystems bloß ein Video lief, das dann auch noch eine Windows-Fehlermeldung produzierte. Was als "Designed in Germany" angepriesen worden war, sah dann ganz wie das kanadische ExoPC aus. Das Gerät wurde umbenannt, die Markteinführung von Mai auf September verschoben und von der großen Kooperation mit namhaften deutschen Verlagen war dann auch nicht mehr die Rede. Vorletzte Woche aber wurden tatsächlich die ersten Geräte ausgeliefert – und das Echo war verheerend:
Es wird also einiges geboten für 569 Euro. Interessantes tat sich nun bei Amazon. Auch hier, auf der Bewertungsseite des WeTab, gab es einen Verriss nach dem anderen. Aber – es fanden sich darunter auch ein paar positive, sehr positive Stimmen. Die Amazon-Community wollte das allerdings nicht hinnehmen und vermutete dunkle Machenschaften: Da hätten wohl Mitarbeiter oder andere Beauftragte von WeTab gute Stimmung gemacht. Einige der Beiträge waren in der Tat seltsam: Da wurden Funktionen gelobt, die das Geräte (noch) gar nicht hatte, da klangen manche Lobeshymnen wie Prospekt-Texte und es war gar nicht immer klar, ob die Rezensenten das Ding je in der Hand gehalten hatten. Auffallend auch, dass viele der vom WeTab Begeisterten dafür ihre erste und einzige Amazon-Beurteilung verfasst hatten. Die Rezensionen eines Peter Galser und einer Claudia Kaden kamen bald in den Verdacht, sie seien in Wahrheit von WeTab-Chef Ankershoffen und seiner Frau verfasst worden. Anfangs hielt sich im Web noch die Gegenmeinung, jemand (die Fraktion der iPad-Finsterlinge) habe dem Hoffer von Ankershoffen einen üblen Streich gespielt – so dreist und zugleich so dilettantisch (es war nicht schwer das Pseudonym zu lüften) konnte doch niemand vorgehen. Heute kam aber die offizielle Bestätigung: Der WeTab-Chef selber hatte tatsächlich unter einem falschen Namen sein Gerät in den Himmel gelobt.:
Kein Wunder, dass in diversen Blogs und Foren nun sogar die Auffassung aufkam, das Ganze sei von A bis Z, also inklusive Fake und zerknirschtem Geständnis, ein besonders raffiniert eingefädelter PR-Coup, weil eine schlechte Presse bekanntlich besser sei als gar keine, und damit sei die Berichterstattung über das unglückliche WeTab erst so richtig angeheizt worden. Dieser (Verschwörungs-)Theorie kann ich mich nicht anschließen: So eine Taktik kann man notfalls mal verfolgen, wenn man ein Produkt hat, von dem man sich sicher ist, dass es einigermaßen okay ist, bei einem mit "Schwächen" muss das nach hinten losgehen. Denn nun nimmt jeder, aber wirklich jeder Interessent das Ding genauestens unter die Lupe, wenn er es überhaupt noch anfasst. Anders ausgedrückt: so dämlich kann man nun aber wirklich nicht sein. Was lernen wir daraus für den Einsatz von Social Media (SM) für das Marketing bzw. für das recht neue Feld des Social Commerce?
Ob sich das WeTab von diesem PR- und SM-Desaster erholen kann? Zunächst einmal muss es sich offenbar von sich selber erholen. Nebenbei: das iPad profitiert vom Status der Marke, das WeTab hat nun so etwas wie eine Anti-Marke aufgebaut. Der Fall zeigt aber auch, dass Bewertungen in den diversen Plattformen eine recht heikle Sache sind. Diesmal wurde der Fake schnell aufgedeckt, nicht zuletzt, weil das WeTab ohnehin schon große Aufmerksamkeit genoss. Insofern hat der Fall schon ein wenig die Erde verbrannt: Spätestens ab jetzt kann man hinter jedem Lob in einem Bewertungsportal die entsprechenden (bezahlten) Machenschaften wittern. Zumal sich in den Diskussionen etliche Leute zu Wort meldeten, die die Aufregung gar nicht verstehen konnten; nach dem Motto: so etwas wird in unserer Firma doch schon lange gemacht. Keine gute Entwicklung. |
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