Mittwoch, 15. Mai 2013
Der Gilb bleibt cool Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
11:24
Kommentare (0) Trackbacks (0) Der Gilb bleibt coolWas ist cool? Schwer zu erklären. Zumal "erklären" selbst eher was Uncooles hat. Wer ist cool? Schon einfacher. Die Telekom zum Beispiel, die ist cool. Aber sowas von cool. Doch der Reihe nach. Vor ein paar Wochen hat eben diese Telekom mit ihrer Ankündigung die Flatrates von Festnetzanschlüssen künftig ab einem bestimmten Datenvolumen zu drosseln, ganz Deutschland in helle Aufregung versetzt. Nicht nur die einschlägig bekannten Blog-Nörgler wie Markus Beckedahl waren empört. Auch die Medien waren sich einig wie selten: Spiegel ("Armes digitales Deutschland"), SZ ("Die Telekom steht auf der Leitung"); in der Zeit, ja in der liberalen Zeit, wurde gar die Verstaatlichung der Telekom, nein, nicht gerade gefordert, aber immerhin angedacht. Und die FAZ – ja, die konservative FAZ – titele gar: "Der grässliche Gilb ist wieder da" und legte im Fließtext gleich noch eines drauf:
Die "Flatrate-Drossel" schlug schließlich "Wellen auf höchster Ebene": EU-Wettbewerbskommissarin Kroes riet Telekom-Kunden zu einem "Votum mit den Füssen" (?), das Bundeskartellamt wollte prüften, die Bundesregierung war "besorgt" und der Bundeswirtschschaftsminister schrieb einen persönlichen Mahnbrief an den Telekom-Vorstandschef. Diese landesweite Aufregung war und ist reichlich uncool. Cool, wie gesagt, ist die Telekom selber. Denn die schickte mir – ja, mir persönlich – gestern, also noch mitten in den Ausläufern des Shitstorms, eine SMS folgenden Inhalts:
Wer so cool ist, kann kein schlechter Provider sein. Ich werde anrufen. Solange es noch kostenlos ist. ![]() Quelle: Telekom Montag, 6. Mai 2013
Die Big-Data-Falle Geschrieben von Jürgen Wasem-Gutensohn
in Technologie und Märkte um
16:36
Kommentare (0) Trackbacks (0) Die Big-Data-Falle
![]() Korrelationen ausrechnen: So einfach ist es! Auf Powerpoint-Präsentationen sieht Big Data immer ganz toll aus – so als könnten damit (fast) alle Probleme dieser Welt gelöst werden. Big Data analysiert geschickt und visualisiert sehr überzeugend die ungeheuren Datenmengen, die wir im Internetzeitalter produzieren. Die einen geben sich dann damit zufrieden, dass die Ergebnisse in sachgerechte, wertfreie oder einfach nur bessere Entscheidungen einfließen. Für die anderen liefert Big Data gar den Treibstoff, der die digitale Ökonomie zu neuen Höhenflügen antreibt. Um den tatsächlichen Nutzen, aber auch die reichlich vorhandenen Irrwege, beurteilen zu können, hilft ein Perspektivenwechsel. Auf interessante Aspekte hat Evgeny Morozov in seinem im März dieses Jahres erschienen Buch „To Save Everything, Click Here: The Folly of Technological Solutionism” hingewiesen. Eines vorweg: Seine grundsätzlich internetskeptische Haltung teile ich nicht. Wo er jedoch die Ideologie des „Solutionism“ entzaubert, trifft er einen wunden Punkt. Solutionism geht so: Wir schaffen uns ein Problem, zu dem wir die Lösung suchen. Und die Lösung ist allein schon deshalb richtig, weil es Werkzeuge gibt, die die Lösung liefern. Anders ausgedrückt: Mit all den Daten, die täglich anfallen, muss sich doch etwas machen lassen … Morozov diskutiert unter anderem das, was die empirische Sozialforschung den „versteckten Bias“, die systematische Verzerrung, nennt. Und die ist nicht nur Big Data inhärent: Schon bei der Datenerhebung, spätestens aber bei der Auswertung und Interpretation schleichen sich die Fehler ein. Zwei Beispiele die das Problem verdeutlichen. Morozov erinnert in seinem Buch an die „Operation Igloo White“ aus dem Vietnamkrieg. Damals warfen die Amerikaner Sonden ab, um die Aktivitäten des Vietkong auf dem Ho-Tschi-Minh-Pfad zu überwachen. Im Dschungel platzierte Sensoren erfassten Daten und übermittelten diese an eine Einsatzzentrale, die Kampfflugzeuge losschickte. Das Problem dabei: Die Kämpfer des Vietkong hatten die Sensoren der Amerikaner entdeckt und die Sensoren an anderen „ungefährlichen Orten“ platziert. Die Aktion der Amerikaner lief also vielfach ins Leere – die Datenanalyse war betriebsblind. Ein anderes, aktuelles Beispiel ist der Versuch von Google, den Verlauf der letzten Grippewelle in den USA zu prognostizieren. Das Tool „Google Flu Trends“ schloss aus einer steigenden Anzahl von Suchanfragen auf einen Anstieg der Erkrankungen. Im Nachhinein wurde klar, dass das gründlich danebenging. Die Prognose des Anteils der Grippe-Kranken an der Gesamtbevölkerung lag fast 100 Prozent über der Zahl der tatsächlichen Erkrankungen. Eine denkbare Erklärung: Berichten Medien sehr intensiv über eine Grippewelle, neigt Google Flu Trends dazu, dass die Infektionszahlen systematisch überbewertet werden. Die Lehre daraus: Big Data besteht nicht aus völlig neutralem Datenmaterial. Es sind Menschen, die Daten, in einem bestimmten Kontext und zu einem bestimmten Zweck produzieren. Big Data hat Konsequenzen, deshalb gehören sowohl das Was als auch das Warum immer mit dazu. Und dann klappt das auch besser mit Big Data. Montag, 8. April 2013
Der Opa muss jetzt weg Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
16:57
Kommentare (0) Trackbacks (0) Der Opa muss jetzt wegDen Weg allen Fleisches muss nun auch Windows XP gehen: In genau einem Jahr, am 8. April 2014, ist endgültig Schluss.
Tatsächlich ist die Gefahr gering. Denn glaubt man Microsoft, dann gibt es dieses Opa-System, das "drei Produkt-Generationen alte Betriebssystem", eigentlich sowieso schon so gut wie nicht mehr:
Doch auch Zahlen haben ihre zwei Seiten: Über ein Drittel der Nutzer arbeitet also immer noch mit Windows XP. Wir wollen das gar nicht erst in Millionen umrechnen. Von den Qualitäten der beiden folgenden Windows-Generationen scheinen die Nutzer nicht so überzeugt gewesen zu sein. Kein Wunder, dass der Hersteller nun pampig wird. Nichts als Ärger hat man mit diesen Schlafmützen von Nutzern. Freitag, 5. April 2013
„Der Horcher an der Wand... Geschrieben von Stefanie Schuller
in Technologie und Märkte um
15:21
Kommentare (0) Trackbacks (0) „Der Horcher an der Wand......hört seine eig’ne Schand'". Dieses von meiner Oma gern zitierte Sprichwort im Ohr, huschte ich in meiner Kindheit stets rasch an tuschelnden Grüppchen vorbei, um ja keine Schmach erleiden zu müssen. Dass derartige Lauscherkenntnisse heutzutage hoch gefragt sind - wie ich hier lese - wäre mir in dieser Zeit nicht in den Sinn gekommen. Umso faszinierender finde ich daher die Entwicklung, dass Unternehmen mittlerweile sogar Technologien, sogenannte „Sentiment Analysis Tools“ einsetzen, die ihnen dabei helfen, den unzähligen Diskussionen über sie und ihre Produkte in sozialen Netzwerken zu folgen. Und dass es sogar möglich ist, die emotionale Färbung von Gesprächen über Unternehmen oder dessen Produkte in Echtzeit auszuwerten – und das automatisch und ohne menschliche Hilfe. Ein großer Fortschritt für die Beziehungen zwischen Unternehmen und ihren Interessensgruppen? Oder wird die Datensammlerei in einer ähnlichen Sackgasse münden wie die Operation "Igloo White" im Vietnamkrieg? Um wirklich von den Erkenntnissen der „Sentiment Analysis" profitieren zu können, sollten Unternehmen nicht nur Daten anhäufen, sondern sich ernsthaft mit dem Gehörten auseinandersetzen und auf Stimmen ihrer Gesprächspartner - ob positiv oder negativ - eingehen. Dann kann der Lauschangriff durchaus seine positive Wirkung entfalten zu „Der Horcher an der Wand vermeid't die eig’ne Schand’".
Mittwoch, 20. März 2013
Unsichere Sicherheit Geschrieben von Jürgen Wasem-Gutensohn
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09:12
Kommentare (0) Trackbacks (0) Unsichere SicherheitAls wenn man es schon immer geahnt hätte: Viele Firewalls, Remote Access Server, UTM-Systeme und andere Sicherheits-Appliances weisen beträchtliche Sicherheitslücken auf. Fakten dazu gab es in einem Vortrag von Ben Williams, Penetration Tester bei der NCC Group, auf der Sicherheitskonferenz Black Hat Europe 2013 Mitte März in Amsterdam. Die NCC Group aus Manchester ist Anbieter von Dienstleistungen für IT-Absicherung und IT-Sicherheit. Der Titel der Präsentation von Ben Williams: „Hacking Appliances: Ironic exploitation of security products”. Grundlage dafür bildeten Produkttests. Das Fazit von Williams, zusammengefasst in einem Whitepaper: Mehr als 80 Prozent der Sicherheits-Appliances wiesen schwerwiegende Sicherheitslücken auf. Die meisten boten keinen Schutz gegen Versuche, mit Gewalt Passwörter zu hacken und enthielten Cross-Site-Scripting-Lücken. Eine weitere typische Schwachstelle war Cross-Site Request Forgery, eine Art Website-übergreifende Fälschung von Anfragen. Über diese Lücke erhält ein Hacker Zugriff auf Funktionen, mit denen er einen Administrator dazu bringt, eine gekaperte Website zu besuchen, von der dann Malware geladen wird. Besonders anfällig sind natürlich Systeme, die bei Anwendern extern über das Web zugänglich sind – auch das geschieht nach Angaben von Williams allzu oft. Bei vielen getesteten Appliances handelte es sich um schlecht gewartete Linux-Systeme mit veraltetem Kernel oder unsicheren Konfigurationen. Oft waren oft Filesysteme nicht gehärtet, es gab kein SELinux (Security-Enhanced Linux) oder AppArmo-Kernel-Sicherheitsfunktionen. Angriffsziele bilden derart schlecht geschützte Systeme vor allem für Hacker, die es auf Industriespionage abgesehen haben – kein Wunder, dass BSI und BITKOM das Aktionsbündnis Cyber-Sicherheit ins Leben gerufen haben. Aber auch die Hersteller von Sicherheitslösungen sind gefordert. Die nachträgliche Suche und Behebung von Schwachstellen ist zeitaufwändig und teuer. Weit effizienter wäre es, neue zuverlässige Systeme zu designen und zu bauen als veraltete mühsam anzupassen. Es bleibt noch viel zu tun. Wollen wir hoffen, dass es Hersteller gibt, die das anpacken.
Montag, 11. März 2013
Schade um die schönen Kugelschreiber Geschrieben von Markus Schmid
in Technologie und Märkte um
16:22
Kommentar (1) Trackbacks (0) Schade um die schönen Kugelschreiber Jahr für Jahr sind der CeBIT die Besucher weggelaufen. Stürmten im Boomjahr 2001 rund 850.000 Menschen die Messehallen, kamen 2013 gerade noch 280.000 Besucher, ein erneuter Rückgang um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr.Und Jahr für Jahr haben sich die Veranstalter darüber gegrämt. Und auch die Aussteller versuchten das zurückgehende Interesse zu kaschieren. Man habe „qualifizierte Gespräche mit Fachbesuchern“ führen können, war jahrelang die Standardfloskel in jeder CeBIT-Rückblicks-Pressemitteilung. Doch damit scheint es jetzt vorbei, denn man pfeift nun ganz offiziell auf die Laufkundschaft. „Klasse statt Masse, Fokus statt Gießkanne, wiegen statt zählen“ lautet künftig die Devise, sagt Messevorstand Frank Pörschmann. „Wer ein Volksfest sucht, ist hier falsch.“ Schade eigentlich. Wo soll man jetzt bloß die ganzen praktischen Tüten und schicken Kugelschreiber herkriegen?
Mittwoch, 6. März 2013
Business Intelligence ist das neue ... Geschrieben von Jürgen Wasem-Gutensohn
in Technologie und Märkte um
08:29
Kommentare (0) Trackbacks (0) Business Intelligence ist das neue Big DataIn den 1970er Jahren lief in den Kinos und im Fernsehen unter dem Claim „Alles ist Bluna“ eine damals sehr bekannte Softdrink-Werbung. Untermalt mit psychedelischen Klängen eroberte in dem Clip die Flower-Power-Generation die Welt und alles war Bluna. Wenn heute nahezu ständig und überall von Big Data die Rede ist, erinnert mich das oft an Bluna-Werbung. Nutze Big Data und Alles wird gut! Keine Frage: Setzen große, international tätige IT-Marktforscher eine Modewort wie Big Data in die Welt, müssen sich alle Hardware- und Softwarehersteller hier positionieren – und wer es noch nicht getan hat, holt das in diesem Jahr schnellstmöglich nach. Denn Kunden und Interessenten fragen ihre aktuellen oder potenziellen Lieferanten danach: Wie haltet Ihr es mit Big Data? Unterstützt Ihr das? Kann ich das bei Euch kaufen? Auf einem völlig anderen Blatt steht, was die Kunden dann damit machen wollen. Und hier kommen mir ernsthafte Zweifel über den Sinn des Begriffs „Big Data“. Geht es darum, sehr große Datenmengen zu analysieren? Das konnten schon die längst vergessenen frühen BI-Anwendungen aus den frühen 1990er-Jahren ganz passabel. Neu ist, dass heute eine Vielzahl von Datenquellen hinzugekommen sind, die es lohnt angezapft zu werden – beispielsweise die nahezu unerschöpflichen Social-Media-Kanäle. Bei genauerem Hinsehen ändern sich aber nur die Datenquellen, viele der analytischen und prognostischen Verfahren zu deren Nutzung sind im weiten BI-Universum keine Unbekannten oder schlicht Weiterentwicklungen wie etwa die semantischen Analysen. Natürlich gibt es eine Vielzahl spannender Big-Data-Anwendungen, nachzulesen etwa im Big-Data-Leitfaden von BITKOM. Schnell wird dabei deutlich, dass es sich vielfach um Erweiterungen, Verfeinerungen oder Ergänzungen von Business-Intelligence-Technologien handelt. In zwei oder drei Jahren wird Big Data aus dem grellen Scheinwerferlicht verschwunden sein – ähnlich erging es auch Themen wie Client-Server-Computing oder den Service-orientierten Architekturen. Die Basis-Technologien wurden mit einigen anderen Ansätzen wie Web-Service (auch das ein Terminus, der heute nahezu verschwunden ist) verwoben und sind ohne weitere Beachtung Teil der IT-Alltagskultur geworden. Manchmal konnte man in der letzten Zeit den Eindruck gewinnen, dass Big Data das neue Business Intelligence ist. Nein, es ist genau umgekehrt: Business Intelligence ist das neue Big Data, wird all die wirklich bedeutsamen und aus Business-Sicht nutzbringenden Technologien absorbieren und weiter wachsen und gedeihen. Big Data wird sich wie viele andere IT-Buzzwords im allgemeinen Begriffsnebel auflösen. Unternehmen werden sich daraus die für sie passenden Versatzstücke herauspicken, neu zusammensetzen und gewinnbringend für ihre Zwecke einsetzen.
Mittwoch, 20. Februar 2013
Technologien von gestern – die 2. ... Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
11:53
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: apple, technologie
Technologien von gestern – die 2. ChanceDie Diskette – Floppy Disc – gehörte im 20. Jahrhundert zu den zentralen IT-Technologien. Wer jemals Auto-CAD oder Novell Netware von 27 Disketten installiert hat, weiß, was ich meine. Disketten waren immer zu wenig, immer zu klein und elend langsam. Eine Technologie, deren Unzulänglichkeiten schon offenkundig waren, als es noch keine Alternativen gab. Aus und vorbei, und es jährt sich in diesem Jahr schon zum 15. Mal, dass Apple seine Techonolgieführerschaft erstmals so richtig unter Beweis stellte und Rechner ohne Diskettenlaufwerk auslieferte. Aber es war nicht alles schlecht, damals: Überlebende Disketten kann man nämlich auch heute noch nützlich verwenden:
Das soll ein USB-Stick mal nachmachen: Freitag, 1. Februar 2013
Faire Maus im Retro-Look Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
16:15
Kommentare (0) Trackbacks (0) Faire Maus im Retro-LookDesign ist nicht nur Geschmackssache, sondern manchmal auch Glückssache. Und allzuoft oft geht es daneben. Anderes Thema: Nager IT hat sich des Gedankens der Faire Elektronik angenommen:
Ja, was eigentlich? Heraus gekommen ist die faire Maus. Die sieht so aus:
Und das führt direkt zurück zum einleitenden Satz dieses Beitrags: Design – und wie es scheitern kann. Denn an was erinnert mich die faire Maus? Nein, nicht sagen, nicht an daran, sondern – genau! – an den neuen Roman von Timur Vermes:
Donnerstag, 24. Januar 2013
Von Autos und Mammuts Geschrieben von Alain Blaes
in Technologie und Märkte um
15:23
Kommentar (1) Trackbacks (0) Von Autos und MammutsDas Bild zeigt ein Meisterwerk der Speichertechnologie: die erste Festplatte im 2,5-Zoll-Format mit einer Kapazität von 200 Gigabyte. Ja, 200 Gigabyte sind viel, wenn eine Festplatte für den harten Automobil-Alltag ausgelegt ist, Beschleunigungen bis 300 G und Temperaturen von -30 bis +85 Grad Celsius aushalten muss.
Ein kleines Problem gibt es aber noch: die Kosten. Rund 12.500 US-Dollar sind gegenwärtig fällig – pro Megabyte. Stimmt meine Rechnung, würde die Speicherung von 200 Gigabyte dann um die 2,5 Milliarden Dollar kosten. Bisschen viel. Die nächsten paar Jahr dann doch lieber bei konventionellen Festplatten bleiben. Freitag, 18. Januar 2013
Und die IT? Geschrieben von Alain Blaes
in Technologie und Märkte um
14:26
Kommentare (0) Trackbacks (0) Und die IT?Dieser Blog (was sind schon 1.200 bis 1.500 Kilometer) erinnert mich an die zwei Niederländer, die 2009 nach Sydney wollten – und in Sydney landeten, aber in Nova Scotia, Canada. Ein Jahr später ist das auch zwei Italienern passiert, und sicher gibt es noch weitere Fälle. Können IT-Systeme solche Fälle nicht abfangen? Das Sydney auf der südlichen Hemisphäre wird vermutlich in 99,99 Prozent aller Fälle gebucht. Verwechseln kann man beide nicht wirklich. Aber vielleicht haben die Gestrandeten auch explizit Abenteuer-Reisen gebucht.
Freitag, 23. September 2011
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
17:22
Kommentare (0) Trackbacks (0) Auf der Suche nach der verlorenen ZeitWir haben hier schon einmal über die Arbeit des Cern, der größten Suchmaschine der Welt, berichtet. Bislang war deren Suche allerdings nicht so erfolgreich, das Higgs-Boson, mit dem man beweisen könnte, dass es tatsächlich Materie gibt, ist immer noch nicht gefunden. Dafür kam nun etwas Anderes heraus: Heute verlautete nämlich aus den Katakomben von Genf, wo sich das Cern verbirgt, man habe ein paar Neutrinos dabei beobachtet, wie sie auf dem Weg von Genf nach Italien das Licht überholt hätten. Dies würde natürlich wesentliche Teile der Einstein'schen Relativitätstheorie in Frage stellen, weil dort ja festgelegt ist, dass nichts schneller sein kann als das Licht. "Das Ergebnis ist eine totale Überraschung", sagte einer der Forscher. So ist es, ich kann es eigentlich immer noch nicht glauben. Und es geht nicht nur mir so:
Dieses Gefühl teilt jedoch nicht jeder:
Und irgendwie war dieser Einstein doch immer schon ein wenig überschätzt; das Bild mit der Zunge war auf Dauer auch ganz schön nervig. Die Angelegenheit hat jedoch auch ihre unangenehme, praktische Seite: Ohne die Relativitätstheorie, das haben wir in den letzten Jahren gelernt, würde GPS nicht funktionieren, mithin auch unsere Navis nicht. Vereinfacht ausgedrückt: "Eine Uhr auf einem Berg geht schneller als eine im Tal." Das war Einstein. Und jetzt? Wie kommen wir nach Hause? ![]() Suchen mit Cern - wenigstens ist das Kabel wieder da. (Quelle: CERN) Mittwoch, 3. August 2011
Grüner wird's nicht Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
18:35
Kommentare (0) Trackbacks (0) Grüner wird's nichtProfessor müsste man sein. Oder Marktforscher.
Da bleiben dann doch einige Fragen offen: • "zwischen 1,1 und 1,5 Prozent" - das liegt schon ein gutes Stück auseinander, nämlich rund ein Drittel. Nichts Genaues weiß man leider nicht. Könnte aber auch 1,72% sein, nicht wahr? Oder 1,04%? • "Vor allem wegen der Wirtschaftskrise, aber auch dank …" Das sind schon komplett unterschiedliche Dinge, die da mit einem kühnen "aber auch" verknüpft werden. Ist der Zuwachs an Servern zurückgegangen oder verbrauchen die zugewachsenen Server weniger Strom? Und was heißt "vor allem"? Mehr als 50%? Mehr als 75%? Nichts Genaues weiß man auch hier nicht (heise.de zu Folge hat Koomey seine Zahlen vom Marktforscher IDC). Dass der Stromverbrauch in den wirtschaftskrisengebeutelten USA zwischen 2005 und 2010 extra viel weniger stark mehr geworden ist, spricht nicht gerade für das "aber auch". Es klingt ein wenig wie zu Hause: "Mein Auto hat im letzten Jahr weniger Benzin verbraucht, es war aber auch ein paar Wochen in der Werkstatt."
Eine gute Idee. Montag, 16. Mai 2011
Offizielles Dementi: Wir waren es ... Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
10:33
Kommentare (0) Trackbacks (0) Offizielles Dementi: Wir waren es diesmal nicht
Aber – und auch das müssen wir fairerweise zugeben – wir hätten es sein können. Ich weiß gar nicht mehr in wie viel Dutzend Gesprächen mit IT-Verantwortlichen quer durch DACH, ich genau diese einseitigen, ignoranten und unausgeglichen Argumente über die Mainframes gehört habe: teuer, aufwändig, wenig flexibel, schwierig an Nachwuchskräfte zu kommen, und immer wieder: teuer, teuer, teuer. Unbewiesen? Nicht aufrechtzuerhalten? Alles nur "Werbeattribute"? In vielen IT-Abteilungen ist man jedenfalls anderer Ansicht. Das letzte Gespräch dieser Art liegt noch nicht mal eine Woche zurück. Und diese Bitte eines Großrechner-Herstellers um eine "ausgleichende Maßnahme" klingt nicht nur kompliziert, sondern auch ein wenig seltsam:
Auf diesen Artikel sind wir schon gespannt. Hoffentlich wird er nicht einseitig. Mittwoch, 13. April 2011
Umfrage und Wirklichkeit Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
17:35
Kommentare (0) Trackbacks (0) Umfrage und WirklichkeitVon Green IT hat man zuletzt nicht mehr viel gehört. Die Idee, die IT "umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten", hatte so um das Jahr 2009 ihren Höhepunkt — erstaunlicherweise mitten in der Krise, wo man doch denken könnte, wenn das Geld knapp wird, gäbe man es nur noch für das aus, was einem unmittelbar auf den Nägeln brennt. Falsch gedacht: Denn kaum ging's wieder aufwärts mit der Konjunktur verschwand Green IT aus dem Fokus. "Kein Thema mehr" hieß es fortan; nicht offiziell natürlich, aber mehr als "Energieeffizienz" – soweit sich damit Betriebskosten reduzieren lassen – ist unterm Strich nicht übrig geblieben. Green IT ist bei den meisten Unternehmen in der Abteilung "Über uns" in die Unterabteilung "Unser Beitrag zur Nachhaltigkeit" verschoben worden, wo es gut liegt und keiner lesen muss. Und wenn, dann macht es auch nichts. Da lässt uns eine Umfrage aufhorchen. Die Studie Studie "Prognose 2011 - Konsolidierung und Green IT im deutschen Mittelstand" hat 100 mittelständische Führungskräfte befragt und herausgefunden, dass diese für Green IT ohne Weiteres tief in die Tasche greifen würden:
Was hindert aber die Unternehmen daran, dieses Geld endlich auszugeben? Ganz einfach: Sie wissen nicht wie und nicht an wen. "Spätestens jetzt sind die Anbieter gefragt, mit entsprechenden Strategien, Konzepten und Lösungen an die Anwender heranzutreten", meinen die Initiatoren der Studie. Und was ist Haupthindernis für eine flächendeckende Verbreitung von Green IT? "56 Prozent meinen: die fehlende Strategie." Ob die 53 % von oben zu diesen 56 % gehören? Passen würde es. |
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