Donnerstag, 2. September 2010
Abenteuer Hochverfügbarkeit Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
13:13
Kommentare (0) Trackbacks (0) Abenteuer HochverfügbarkeitWas Hochverfügbarkeit ist, ist eigentlich klar definiert. Oder doch nicht so ganz klar? Wikipedia nimmt sich der Sache zwar recht ausführlich an, will sich aber dann doch nicht so genau festlegen:
Man "spricht" also ab 99,9% von Hochverfügbarkeit, aber erst bei 99,999% wird es "allgemein unstrittig". Kein Wunder, dass in der IT derzeit eine Inflation des Begriffs "Hochverfügbarkeit" festzustellen ist. Alles ist hoch verfügbar beziehungsweise hochverfügbar. Wobei sich natürlich kaum ein Unternehmen, sei es Anbieter oder Anwender, darauf festlegen will, was denn unter Hochverfügbarkeit konkret zu verstehen sein soll. Es ist offenbar so, dass Hochverfügbarkeit immer das ist, was die eigenen Systeme gerade bieten können – das nennt man dann wohl "herstellerabhängig". Auf Basis dieser hoch flexiblen Definition können Unternehmen ihre Server mit einer "Hochverfügbarkeit von 99,5 Prozent" und einer "maximalen zusammenhängenden Ausfallzeit von 2 Stunden" betreiben. Hoffentlich wird auf diesem hoch verfügbaren System nicht mein nächster Flug gebucht. Vor einigen Wochen haben wir selbst im Rahmen einer Umfrage unter IT-Verantwortlichen zum Begriff Hochverfügbarkeit teilweise abenteuerliche Antworten erhalten. Zum Beispiel: "Wir sind hoch verfügbar, weil wir regelmäßig Backups machen." Oder: "Wir sind hoch verfügbar, weil wir für unsere Rechner ein eigenes Ersatzteillager haben." Vielleicht gibt es ja für den Lötkolben ein zweites Netzteil. ![]() So … einen Moment … gleich sind wir wieder hoch verfügbar. Quelle: mightyohm via Flickr Creative Commons Unser Kunde Stratus, als Anbieter fehlertoleranter Server bezüglich Hochverfügbarkeit auf der sicheren Seite, hat zur Klarstellung der Begriffe mal aufgeschrieben, was Hochverfügbarkeit alles nicht ist:
Warum nicht, kann man hier und auch dort ausführlich nachlesen. PS: Bei einem Verfügbarkeitsniveau von mindestens 99,99 % beträgt die durchschnittliche Ausfallzeit höchstens 52 Minuten pro Jahr. Fehlertolerante Server erreichen eine Verfügbarkeit von 99,999 % bis 99,9999%, was einer durchschnittliche Ausfallzeit von etwa 5 Minuten beziehungsweise einer halben Minute pro Jahr entspricht. Daran musste mal wieder erinnert werden. Mittwoch, 25. August 2010
Immer wieder Cloud Computing Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
15:20
Kommentar (1) Trackbacks (0) Immer wieder Cloud ComputingAuf Zeit-Online hat Christiane Schulzki-Haddouti einen interessanten Beitrag zum Thema Cloud Computing geschrieben. Der wird jetzt hier nicht nacherzählt - hier ist der Link zum Selberlesen. Wir beschränken uns auf ein paar Statements daraus:
Seltsam, dieser Punkt ist eigentlich seit der Erschaffung des Cloud Computing virulent - und das war's dann auch. Ceterum Censeo ... So ist am selben Tag beispielsweise bei ChannelPartner zu lesen:
Also führt kein Weg vorbei an "völlig uneinsehbar"? Motto: "Wir machen das jetzt einfach mal" - setzen auf eine Technologie bei der ein paar grundlegende Fragen völlig offen sind. Es sind ja nur Rechtsfragen. Dazu noch einmal Zeit-Online:
Und wenn diese International Cloud Agency (ICA) nicht zu Stande kommt? Am Ende ist die Cloud sogar der berühmte "rechtsfreie Raum"? Freitag, 20. August 2010
Die Wahrheit über unsere Festplatten Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
15:21
Kommentare (0) Trackbacks (0) Die Wahrheit über unsere FestplattenDie Festplattenkapazität wird größer und größer. Mittlerweile bekommt man für 80 Euro im Elektrohandel schon ein komplettes Terabyte. Sehr lange ist es noch nicht her, dass sich in dieser Dimension ganze Rechenzentren bewegten. Der Speicherhunger ist gerade im Privatsektor nach wie vor riesig: Audio, Foto und Video verschlingen die Gigabytes geradezu. Bevor wir jetzt zivilisationskritisch werden und fragen, wo das alles enden soll (Petabyte > Exabyte > Zettabyte > Yottabyte), fragen wir erst einmal, wo wir bezüglich der Festplattengrößen eigentlich konkret stehen. Schließlich ist ein verkauftes Terabyte ja noch lange kein genutztes Terabyte. Unser Kunde PC Pitstop ist Spezialist für das Online-Tuning von PCs. Das Unternehmen analysiert PCs per Web und führt dann automatisch diverse Systemoptimierungen durch. Beim Analysieren fällt jede Menge statistisches Material an (selbstverständlich anonym). Im Unterschied zu sonstigen Daten dieser Art stammen diese aus der wirklichen Welt, es handelt sich also nicht um Verkaufszahlen oder die berüchtigten Schätzungen von Marktbeobachtern, es sind vielmehr Daten, die aus Rechnern stammen, die tatsächlich im Einsatz sind. Bei 19.135 Festplatten, die analysiert wurden, ergab sich eine Durchschnittsgröße von 224 GB. Davon waren durchschnittlich 58,5 GB benutzt, also etwa 26 Prozent. Oder ausführlich:
Größenklasse Kapazität benutzter Platz freier Platz
unter 50 GB 12,4% 60,4% 30,9%
50 - 100 GB 21,8% 26,1% 20,1%
100 - 150 GB 16,8% 7,5% 12,8%
150 - 200 GB 9,1% 2,9% 8,9%
200 - 250 GB 11,1% 1,3% 7,5%
250 - 500 GB 21,5% 1,6% 13,6%
über 500 GB 7,3% 0,2% 6,2%
100% 100% 100%Nur etwa 7% der PCs haben also eine Festplattenkapazität von mehr als 500 GB. Nur rund 0,2% aller untersuchten PCs nutzen mehr als 500 GB. Fast 70 Prozent haben mehr als 50 GB freien Plattenspeicher (ich gehöre leider nicht dazu). Nur 8 Prozent der Platten sind zu mehr als 75 Prozent belegt, 41 Prozent zu weniger als 25 Prozent und 11 Prozent zu weniger als 10 Prozent. Oder ausführlich: Auslastung der HD Nutzer in % <10% 11% 10% - 25% 30% 25%-50% 34% 50%- 75% 17% 75%-90% 6% >90% 2% Da PC Pitstop beim Einloggen auch nach dem Geschlecht der Anwender fragt, wissen wir, dass Männer etwas größere Festplatten als Frauen verwenden: Beträgt die durchschnittliche Festplattengröße bei männlichen PC-Nutzern 228 GB, so begnügen sich Frauen mit 192 GB. Männer haben im Durchschnitt etwa 168 GB Plattenkapazität frei, Frauen etwa 145 GB. So, nun liegen die Daten auf dem Tisch und jeder kann selbst entscheiden, wie er sein weiteres Leben darauf einstellt.
Mehr Festplattenstatistik HIER Montag, 16. August 2010
Market Opportunities Geschrieben von Alain Blaes
in Technologie und Märkte um
16:14
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: smartphones, sommerloch
Market OpportunitiesWichtige Erkenntnisse mitten im Sommerloch: Gibt ein User sein Passwort auf einem Smartphone ein, hinterläßt er verräterische – nein, nicht nur Fingerabdrücke, sondern Fettspuren. Damit konnten Wissenschaftler der Universität Pennsylvania mit etwas Aufwand neun von zehn Passwörter knacken, weil sich das Fett nicht einfach abwischen lässt. Das macht nachdenklich:
Kein Fett am Polohemd - Getestet haben die Wissenschaftler lediglich die Displays von Google Nexus One und HTC G1. Gilt das auch für mein iPhone? Nach Abwischen auf meinem Polohemd sehe ich mit dem besten Willen keine Fettspuren mehr (auch nicht auf dem Polohemd) - Sind die Fettspuren sichtbarer bei höherem User-BMI? Müssen korpulentere Smartphone-Benutzer jetzt abnehmen? - Was ist besser, um Fettspuren zu vermeiden: ein fettlösendes Reinigungsmittel, wie es die Wissenschaftler empfehlen, oder vorbeugend eher Handschuhe, wie es meine Kollegin Sandra empfiehlt? Fragen über Fragen. Jedenfalls eröffnen sich völlig neue market opportunities für die einschlägigen Zubehöranbieter: portables Reinigungsmittel im schicken Lederetui, 50 ml, auch für Flugreisen geeignet; Handschuhsets, aus Leder mit passendem Logoaufdruck oder als Wegwerfvariante zur Einmalbenutzung; oder, sollte sich der BMI-Verdacht erhärten, ein Abo im Fitnessstudio. Soll noch einer sagen, der IT-Branche ginge es nicht gut. Mittwoch, 11. August 2010
Roaming: Selber schuld Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
18:53
Kommentare (0) Trackbacks (0) Roaming: Selber schuldVor einiger Zeit haben wir uns hier mit dem Thema Roaming auseinandergesetzt. Anfang der Woche gab es zu diesem Thema einen schönen und sehr lesenswerten Beitrag von Marcus Rohwetter auf Zeit Online:
Das freut uns natürlich riesig, wenn ein so großer Laden wie die Zeit unsere Themenvorschläge aufgreift. Erstaunt waren wir über die Reaktionen der Zeit-Leser. Schon wenige Stunden nach dem Start der Diskussion, die bis gestern auf immerhin 75 Beiträge kam, gewann auf Zeit-Online ein heftiger Streit um die Frage "Selber Schuld" die Oberhand. Hier ein paar Beipiele:
… und einiges anderes auch. Sonst wüsste der Kommentator ja, warum man beim Frisör oder im Taxi nicht schnell mal 3.000 Euro zahlen muss. Auch wenn man im Vorfeld keinen Blick auf das Kleingedruckte geworfen hat. Und auch nicht im nicht-europäischen Ausland. Beindruckend mit welchen Tricks einige Zeit-Leser der "Roaming–Falle" entwischen. Sie legen zum Beispiel im Ausland das Handy unter einen Blecheimer, kaufen vor Ort eine Prepaid-Karte, suchen zum Telefonieren ein Internetcafe auf, nutzen Wifi oder lassen – und das ist meines Erachtens der ganz ultimative Tipp – das Handy einfach ausgeschaltet. Dass wir da nicht gleich draufgekommen sind? Wir setzen gleich noch einen Tipp drauf: Warum überhaupt so weit wegfahren? Selber schuld – ist zu Hause doch auch schön. Aber irgendwie war das mit Mobility, Connectivty, Global Collaboration usw. schon anders gemeint. Oder haben wir da was ganz falsch verstanden? Mittwoch, 30. Juni 2010
Grenzen der Globalisierung Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
16:18
Kommentar (1) Trackbacks (0) Grenzen der GlobalisierungEs gibt also auch gute Nachrichten: Ab 1. Juli müssen auf Druck der EU-Kommission und gegen intensiven Widerstand der Provider die leidigen Roaming-Gebühren für Handy-Gespräche und für Datenverkehr gesenkt werden. Ist das eine gute Nachricht? Oder eher eine aus der Kategorie "der Schmerz lässt nach"?
![]() Quelle: Vodafone Aber immerhin ein Auslaufmodell:
Bis dahin muss den Roaming-Kings was Neues einfallen. Dienstag, 29. Juni 2010
Die Eigentor-PR Geschrieben von Susanna Tatár
in PR und Kommunikation, Technologie und Märkte um
09:24
Kommentar (1) Trackbacks (0) Die Eigentor-PRGewiss war das nicht die erste PR-Aktion in der Grafikbranche, die gehörig nach hinten losging. NVIDIA und ATi hatten kürzlich mit Attrappen- und Paperlaunch-Vorwürfen zu kämpfen und auch ihre Salami-Taktik, technische Details neuer Produkte in kleinen Häppchen an die Presse zu verteilen, löste mitunter Befremdung und Verärgerung unter deutschen Technik-Journalisten aus. Interessanterweise gelingen Intel, dessen riesige Marketing- und PR-Maschinerie doch ganz andere Potentiale als etwa die von NVIDIA hat, die peinlichsten Eigentore (wollen wir aus bekanntem Anlass bildlich sein…). Das Neueste: Intel veröffentlichte ein Whitepaper, das sich anschickt, den Mythos „GPUs sind 100mal schneller als CPUs“ zu entzaubern. Nun nahmen die Intel-Ingenieure die NVIDIA-GPU GeForce GTX 280 (die ist zwar mittlerweile veraltet, aber als Intel mit den Messungen anfing, war sie noch aktuell), und verglichen sie mit dem Core i7 960. Mit dem Ergebnis, dass die GTX 280 nur etwa 2,5mal schneller ist als der Core i7 960. Und überhaupt, generell lässt sich sagen, hieß es, dass GPUs im Durchschnitt nur 14mal schneller als CPUs sind. Abgesehen davon, dass der wissenschaftliche Wert der Messungen fraglich ist, da der Code vermutlich nicht ausreichend auf den NVIDIA-Chip optimiert wurde und der Datendurchsatz sowie Benchmarks nicht hinreichend nachvollziehbar sind, sorgte die Aussage verständlicherweise für Belustigung in der Branche. Andy Keane, Leiter der GPU-Computing-Sparte bei NVIDIA, brachte dies in seinem Blog so auf den Punkt: Es komme in der Technikwelt selten vor, dass ein Unternehmen auf einer Konferenz erklärt, seine Technik sei nur 14-mal langsamer als die seines Konkurrenten. Zumindest habe er dies in den 26 Jahren, seit er in der Industrie ist, nicht erlebt. Nach wie vor gilt es: Es wird einem nie langweilig in der Grafikbranche. Jetzt bin ich neugierig, womit uns Intel die nächste Überraschung beschert. Wird es vielleicht wieder was mit Larrabee? Letztes Jahr wurden große Erwartungen geweckt, „Intel bringt einen Grafikchip mit 16 Kernen auf den Markt….“ (NVIDIA-Chips haben mittlerweile 480), Larrabee ist dann tot erklärt worden, nur damit er auf der ISC seine wundersame Auferstehung als High-Performance-Chip feiern konnte. Wir sind gespannt, was noch alles aus dem Problemkind wird. Weitere Verwendungsvorschläge wären eventuell (je nachdem, wie die Hitzeentwicklung sein wird):
Montag, 28. Juni 2010
SaaS am Point of No Return Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
09:48
Kommentare (0) Trackbacks (0) SaaS am Point of No ReturnDer ROI (Return-on-Investment) ist zu einem der wichtigsten Kriterien für die Beurteilung von IT-Projekte geworden. Je kürzer desto besser: Höchstens ein Jahr ist fast schon die Minimalanforderung. SaaS (Software as a Service) will da nicht zurückstehen und so versprechen auch SaaS-Anbieter den kurzen ROI – am besten gleich unter sechs Monaten. Das dürfte in der Praxis allerdings etwas schwierig werden. Definitionsgemäß ist SaaS "Service" und für Unternehmen nicht zuletzt deshalb so interessant, weil eben keine Investition nötig ist. Man kann mit dem Service sofort loslegen, jederzeit erweitern und wenn das eigene Geschäft andere Wege einschlägt, kündigt man den Service-Vertrag und muss dann nicht einmal überflüssige Computer entsorgen. Und der ROI? Wer keine Investition tätigt, bekommt natürlich auch nichts zurück: No Investment – No Return. Das ergibt sich aus dem Service-Konzept, bei dem laufende Kosten an die Stelle von Anlageinvestitionen treten. Anschub-Investitionen für die Umstellung des IT-Betriebs auf SaaS mag es geben, sie betreffen aber nicht den Kern der Anwendungen und taugen so auch nicht zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Projekts. Die kann sich nur erweisen, indem man die laufenden Kosten der SaaS-Lösung mit ihrem Beitrag zum Unternehmenserfolg vergleicht. Wenn heute also SaaS-Projekte immer wieder mit einem extrem kurzen ROI prunken, so ist das Etikettenschwindel. Da man in die neue Infrastruktur nichts bis wenig investieren muss, ist auch ein ROI von einer Woche kein Kunststück. Im Idealfall wird der Wert immer gegen Null tendieren. Montag, 31. Mai 2010
Wenn nur diese Software nicht wäre Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
13:19
Kommentare (0) Trackbacks (0) Wenn nur diese Software nicht wäreDas Jahr 2010 hatte ja schon gut begonnen: Mit einem massiven Software-Fehler auf EC-Karten (ist das eigentlich mittlerweile vollständig behoben? man hört gar nix mehr …). Das Finanzgewerbe – das zugegebenermaßen andere Sorgen hat – scheint mit seiner Software zur Zeit ganz generell auf Kriegsfuß zu stehen. Da hab' ich doch dieser Tage mal wieder Post von meiner Bank bekommen:
Mit unterzeichnet wurde das Schreiben von einem "Leiter Kundenzufriedenheitsmanagement" (das sind Jobs!). Immer diese verdammte Software: 17 Monate oder 515 Tage wurde seit dem 1. Januar 2009 gewerkelt, so komplex war der Fall. Es müssen wirklich äußerst weitreichende Änderungen gewesen sein. Von den Anpassungen ganz zu schweigen. Der Student, der für die Softwarentwicklung zuständig ist, hatte wirklich alle Hände voll zu tun. Und dann hat er auch noch alles prüfen und testen müssen. Es war die Hölle. Und trotzdem wurde die Bank noch rechtzeitig fertig, jedenfalls weitgehend, also abgesehen von diesen Einzelfällen. Woran hakt es nun? Jetzt fehlen doch eigentlich nur noch Druck und Versand der steuerlichen Bescheinigungen, oder? Drucker und Kuvertiermaschinen waren aber leider schon belegt – ein wichtiges Schreiben des Kundenzufriedenheitsmanagements musste noch raus.
Gebongt. Nicht der Rede wert. Wir hatten unseren Spass. Und sind so froh, dass die weitreichenden Anpassungen bis jetzt gebührenfrei waren. Freitag, 30. April 2010
Grafikmarkt – Die Ruhe vor dem Sturm? Geschrieben von Susanna Tatár
in Technologie und Märkte um
11:44
Kommentare (0) Trackbacks (0) Grafikmarkt – Die Ruhe vor dem Sturm?In den letzten Monaten war es ungewöhnlich – ja fast schon beängstigend – friedlich auf dem Grafikmarkt. Letztes Jahr ging es da so richtig rund, die Fan-Boys konnten sich wöchentlich über einen neuen Schlagabtausch zwischen den Hauptplayern AMD/ATI, Intel und NVIDIA freuen... oder auch mal ärgern. Ende November 2009 titelte Golem-Journalist Nico Ernst seinen Kommentar mit „Grafikmarkt goes Gaga“. In der Tat bot 2009 alles – mit dem Motto „jeder gegen jeden“: Gerichtsklagen, Gerüchte, Schlammschlachten, Paper-Launches, Attrappen-Vorwürfe, und zu allem Überfluss auch noch lange Verschiebungen von offiziell nie angek Ende 2009 musste Intel eingestehen, dass es offensichtlich doch nicht so trivial ist, eine anständige GPU zu entwickeln, und hat das Larrabee-Projekt weiter verschoben. Frühjahr 2010 brachte NVIDIA auch DX-11-GPUs auf den Markt. Da gab es ein bisschen Bewegung in der Community, aber eigentlich recht wenig. NVIDIA hat sich die Performance-Krone wieder geholt, allerdings zu einem hohen Preis. Die Diskussionen um Energieverbrauch und Lautstärke waren sicherlich berechtigt, doch sie schienen ein wenig so, als hätte Lamborghini einen neuen Luxuskarren auf den Markt gebracht und die Ferrari-Fans würden mokieren, dass der Schlitten zu teuer und laut ist und viel Sprit frisst… NVIDIA arbeitet jetzt fleißig an der Optimierung, und AMD setzt sich – noch – die Fassade der Gelassenheit auf. Und wie geht es weiter? Der Markt zieht an, AMD und NVIDIA haben im gerade abgelaufenen Quartal ganz schön Marktanteile gewonnen, indem sie sie dem (Noch-)Platzhirsch Intel abluchsten. TSMC, der Auftragsfertiger von AMD und NVIDIA, verbessert seine Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahresquartal im – sage und schreibe – dreistelligen Bereich, mit 133 Prozent. Krise...? Wo bitte...? In der neuen Aufbruchstimmung wächst auch nun die Kampflust der Player, NVIDIA geht wieder stärker an die Öffentlichkeit gegen Intels wettbewerbswidrige Methoden. Der Frühling ist da, die IT-Märkte blühen auf… und wir alle freuen uns auf ein weiteres spannendes Jahr in der Grafikbranche. Montag, 12. April 2010
List Your Vereinsaktivität Geschrieben von Anna von Krockow
in Technologie und Märkte um
16:08
Kommentare (0) Trackbacks (0) List Your VereinsaktivitätDer Mensch ist aktiv und sozial, indes plan- und hilflos. Denkt Microsoft und bietet im Rahmen von Windows 7 Microsoft Works vielfältige Projekt-Unterstützung bei den üblich anfallenden Tätigkeiten in allen Lebensbereichen: Für das Verwalten von Vereins- und Gruppenaktivitäten („Vereinfachen Sie sich die Arbeit als Vereinsvorsitzender“), die Betreuung einer Sportmannschaft („Erfassen von Trikotgrößen der Spieler“) und die Verwaltung eines Sportteams („Verwalten der Bundesligatabellen“) stellt Microsoft Works hilfreiche Checklisten zur Seite, dank derer der Nutzer endlich Ordnung und Transparenz schafft.
Unfrieden beim Familientreffen kann im Vorfeld mit der „Recherche der Familiengeschichte“ oder dem „Gestalten einer Familienzeitung“ begegnet werden; für stressfreie Feiertage empfiehlt Microsoft das „Erfassen von Kleidergrößen für Geschenke “ und das „Verwalten erhaltener Geschenke“. Missstände im Haushalt („Erstellen einer Inventarliste von Sammlerobjekten und Wertgegenständen“), amateurhaftes Verhalten beim Umzug in ein neues Haus („Entscheiden für Miete oder Kauf“, „Gestalten eines Handzettels für den Flohmarkt“) oder unprofessionelles Auftreten beim Starten einer Spendenaktion („Gestalten eines Handzettels für eine Sammelaktion“) sollten dank Listen und Dokumentvorlagen ebenso der Vergangenheit angehören. Auch Defizite in der Party-Planung und der Schulkarriere müssen nicht mehr sein – durch das „Senden von übersichtlichen Landkarten an die Gäste“, der „Onlinerecherche zu einem Thema“ und dem „Erfassen von Namen und Adressen der Lehrer“ sollten sich gelungene Feste und gute Noten in der Schule schnell einstellen. Zum Ignorieren des Projektwahns und der Überverwaltung empfiehlt es sich, ein „Leeres Projekt zu starten“ und entsprechende Aktivitäten sorgfältig zu planen. Freitag, 12. März 2010
German Cloud Geschrieben von Alain Blaes
in Datenschutz, Technologie und Märkte um
15:36
Kommentare (0) Trackbacks (0) German CloudSeit Jahren ist die Cloud das Kernthema der IT, und schon meldet sich die Bitkom mit dem Konzept einer "Cloud made in Germany"... (ganz englischsprachig, wie es sich in dieser Branche gehört). Nein, die schnellsten sind unsere Verbandsmannen nicht, eine deutsche oder zumindest europäische Cloud macht aber durchaus Sinn angesichts der doch eher laxen Datenschutz-Vorschriften in USA & Co. Dann, und erst dann, wird Cloud Computing, so Bitkom-Verbandspräsident August-Wilhelm Scheer, "die Informationswirtschaft, ihre Technologien und ihre Geschäftsmodelle nachhaltig verändern", zumindest im Datenschutz-sensiblen Zentraleuropa. Ein Lob also für diesen Vorstoß. Dienstag, 9. März 2010
Bald flächendeckend grün? Geschrieben von Alain Blaes
in Technologie und Märkte um
14:50
Kommentare (0) Trackbacks (0) Bald flächendeckend grün?Es ist ruhiger geworden um Green-IT. Eigentlich kann man zu dem Thema auch gar nichts mehr hören, nachdem Dutzende von Anbietern uns monatelang mit Neuigkeiten wie "Festplatte reduziert Energiebedarf im Rechenzentrum", "Wir kaufen nur noch Diesel-betriebene Q7" und "Notebook mit nachwachsendem Bambusgehäuse" (ja, das Gehäuse wächst nach) drangsaliert haben. Ab und zu gibt es dann aber doch noch interessante Meldungen, wie im Fall des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, das nach der Modernisierung seines Clusters Energiekosten drittelt, oder der Stadtverwaltung Gießen, die nach dem Umrüsten und Virtualisieren ihrer Serverlandschaft jedes Jahr 20.000 Euro an Energiekosten einspart. Überhaupt spielt das Thema Virtualisierung eine große Rolle beim Senken des Energieverbrauchs. Und wenn es stimmt, was IDC schon vor eineinhalb Jahren geschrieben hat, dass nämlich bereits die Hälfte aller Unternehmen eine Green-IT-Strategie hätten, dann sollte es nicht mehr lange dauern, bis Deutschland flächendeckend virtualisiert ist. Energie- und damit Kosteneinsparungen in fünf- oder sechsstelliger Höhe pro Jahr sollte eigentlich für jedes Unternehmen Anreiz genug sein, grün zu investieren. Fragt sich nur, warum man neben den tollen umweltfreundlichen Produkten, Lösungen und Prognosen der Hersteller und Marktforscher so wenig über die schönen, grünen Erfolgsmeldungen der Unternehmen liest. Dienstag, 9. März 2010
Deutscher Michel und deutscher Manager Geschrieben von Alain Blaes
in Technologie und Märkte um
13:18
Kommentare (0) Trackbacks (0) Deutscher Michel und deutscher ManagerIn USA längst Alltag, ist das Thema Internet-Sourcing hierzulande so gut wie inexistent. An der Mentalität kann es jedenfalls nicht liegen, denn der deutsche Michel gibt Jahr für Jahr im Web mehr Geld aus für Reisen, Bücher, Musik, Staubsauger, Notebooks und Schuhe und ist mit dieser Art des Shoppens im Übrigen hochzufrieden. Und was ist mit dem deutschen Manager? Er pflegt eine rätselhafte Zurückhaltung, wenn es darum geht, Produkte oder Dienstleistungen zeitgemäß zu beschaffen oder zu verkaufen. Zeitgemäß, das heißt: vom Schreibtisch aus den Kontakt zu den richtigen Partnern finden, bessere Preis- und Lieferbedingungen aushandeln, Prozesse optimieren, Produktion besser auslasten, den gesamten Workflow in die IT integrieren. Die Vorteile wären überragend. Ich weiß, Qualität, Zahlungsfluss und Schutz von geistigem Eigentum beschäftigen die Unternehmen, das sind aber Aspekte, die moderne Sourcing-Plattformen zuverlässig im Griff haben. Wo ist also der Hemmschuh? Die deutsche Wirtschaft ist geplagt von zu hoher Exportlastigkeit und Überkapazitäten, und die Innovationskraft vieler Betriebe ist, milde ausgedrückt, zurückhaltend. Das sind die traurigen Erkenntnisse, die die Finanzkrise zu Tage gebracht hat. In einem globalen Markt sind aber hohe Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit gefragt, da reicht Althergebrachtes nicht mehr. Die Nutzung zeitgemäßer Technologien wäre schon mal ein guter Anfang, wenn es darum ginge, Kosten zu sparen und Ressourcen effektiver zu nutzen. Dann wäre auch wieder mehr Zeit für Innovation und Kreativität übrig – die eigentlichen Stärken der Deutschen. Montag, 8. März 2010
IT-Oscars oder so Geschrieben von Alain Blaes
in Technologie und Märkte um
17:21
Kommentare (0) Trackbacks (0) IT-Oscars oder soNeun von zehn für den Oscar nominierten Dokumentarfilmen sind mit der Software Final Cut Pro erstellt worden, schreibt Macworld UK unter Berufung auf Apple-Informationen. Und bei allen Filmen, die in der Kategorie "Beste visuelle Effekte" nominiert wurden, wurde NVIDIAs Grafik-Technologie verwendet. Hollywood sollte dies zum Anlass nehmen und überlegen, ob es die Oscar-Verleihung nicht erweitert und IT-Oscars oder so ähnlich verleiht. Das Glamour-Umfeld mit Sternen und Sternchen wäre für die sonst eher langweilige Hardware und Software jedenfalls eine willkommene Abwechslung. |
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