Donnerstag, 2. Mai 2013
Mit Amazon macht Conni nix Geschrieben von Markus Schmid
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12:59
Kommentare (0) Trackbacks (0) Mit Amazon macht Conni nix
Das Unglück ereignete sich – natürlich! – auf Seite 13: Conni, die 15-jährige Heldin der gleichnamigen Kinderbuchreihe bekommt im neuen Band einen Amazon-Gutschein geschenkt. AMAZON! Das kann ja wohl nicht sein, dachten sich viele Buchhändler – und liefen Sturm.
„Wir können hier in der Buchhandlung nur den Kopf schütteln “, so eine Reaktion. „Was hat sich das Lektorat nur dabei gedacht?“ Ausgerechnet die verhasste Online-Konkurrenz beim Namen zu nennen – das geht nun wirklich nicht. Viele Buchhändler weigerten sich rundweg, den Band zu verkaufen. Und der Carlsen Verlag, in dem die Conni-Reihe erscheint, hat reagiert. Nach Rücksprache hat die Conni-Autorin nun darum gebeten, bei der nächsten Auflage das böse Wort zu streichen. Künftig erhält Conni nur noch einen „Geschenkgutschein“. Exemplare der ersten Auflage, die sich bereits im Verkauf befinden, können von den Buchhändlern zurückgegeben werden. Schon erstaunlich. Ausgerechnet der Buchhandel macht sich für Zensur stark. Und wie wird wohl Amazon reagieren? Ob der Online-Händler nun alle Bücher aus seinem Angebot streicht, in dem das Wort „Buchhändler“ vorkommt? Freitag, 26. April 2013
Der Hirschrücken der Woche Geschrieben von Rainer Doh
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16:53
Kommentare (0) Trackbacks (0) Der Hirschrücken der WocheEs muss nicht immer alles neu sein, auch wenn der Zeitgeist das so fordert. Im Gegenteil. Ein Hirschrücken zum Beispiel sollte generell gut abgehangen sein, auch eine Rinderlende, Rotwein wird zumindest eine Zeitlang durch Aufheben besser, Ölgemälde ganz generell und Pyramiden sowieso. Das gilt aber auch für Themen, sogar für Titelthemen, auch die widersetzen sich gelegentlich dem Zeitgeist:
Aufmerksame Leser dieses Blogs muss das an einen Hirschrücken von Spiegel Online erinnern, der seit Februar 2011 herumhängt:
Gut abgehangen hat sich das Thema weiterentwickelt: Aus den vollschreibenden Männern ist nun eine ganze Sekte geworden: westlich, weiß, männlich. Das ist in der Tat so: zum Beispiel sind die Mexikaner und die Japaner in der deutschen WP nur ein kleines Häuflein. Im Unterschied zu New Scientist.
Bei der deutschen Ausgabe der Männer-Sekte Wikipedia kann man erfahren, dass die deutsche Ausgabe des New Scientist im Spiegel Verlag erscheint. Und noch etwas hat der Weiße Mann in sein Lexikon hineingeschrieben:
Wegen vier Wochen muss man wirklich nicht mehr groß Themen vom Zaun brechen. Montag, 25. März 2013
Und wieder ein paar Prozent mit ... Geschrieben von Rainer Doh
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16:17
Kommentare (0) Trackbacks (0) Und wieder ein paar Prozent mit einer superguten Idee*Draußen ist ja immer noch dieses scheußliche Winterwetter (zum Glück habe ich meine Michelin-Reifen noch aufgezogen), man will ja gar nicht mehr vor die Haustüre gehen. Darum hab ich mich drinnen, wieder mal mit der Zukunft der Medien beschäftigt. Lange Zeit war das für mich identisch mit meiner Süddeutschen Zeitung beim Tchibo-Frühstückskaffee, die ihren festen Platz zwischen Schwartau-Extra und Pfister-Brot hat. Das ändert sich, ohne Tablet geht gerade auch beim Frühstück nichts mehr. Mein geschätzter Blogger-Kollege Richard Gutjahr hat das gerade wieder bestätigt. Richard war zu einem Presseclub nach Wien eingeladen – ich weiß gar nicht, hat der den Zug genommen oder die Lufthansa? Oder hat er sein neues Audi A5 Coupé aus der Duplexgarage geholt? Egal. Er hat aus der Donaustadt eine Super-Idee mitgebracht, die das Zeug hat, die Medienlandschaft zu verändern - und ich kann nur sagen: Ein paar Prozent kann man immer brauchen.
* Wenn Ihr über meine Links … na, Ihr wisst schon. Sonst ändert sich an unserem Blog nix. Montag, 25. Februar 2013
Dam dam gegen eine gesichts- und ... Geschrieben von Rainer Doh
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16:04
Kommentare (0) Trackbacks (0) Dam dam gegen eine gesichts- und typenlose WeltVor genau fünf Wochen haben wir in diesem Blog über das Image-Video der österreichischen Raiffeisenbank Radstadt berichtet. Das Video unter dem Motto "Weine nicht, wenn der Zinssatz fällt" hat es mittlerweile auf über 200.000 Aufrufe bei YouTube gebracht.
Das muss man erstmal nachmachen – obwohl, vielleicht möchte das nicht jeder nachmachen, denn ich würde mal grob schätzen, dass 95% der Klicks von purer Schadenfreude angelockt wurden. Im Web blieben die wirklich echten Fans des schrägen Raika-Auftritts ("nett und ehrlich, hier wird doch nichts versprochen was gelogen ist! … Akzente setzen in einer gesichts- und typenlosen Welt ...") deutlich in der Minderzahl. Inzwischen aber muss hinter den Kulissen etwas Furchtbares passiert sein. Denn wenn man das Video nun aufruft, sieht man das:
Man kann nur rätseln. Unangemessener Inhalt? Pferdefleisch? Aufgefallen ist mir nichts. Oder haben etwa die Erben des unvergessenen Drafi Deutscher Einspruch gegen die Verwendung von Melodie und "dam-dam" erhoben? Sollte die brave Raika etwa das Urheberecht ...? Aufklärung dringend nötig ist
ich hoffe die Raika das nicht vergisst. Bis dahin verraten wir, als echten Service für die wirklichen und unwirklichen Fans und für alle, die miträtseln wollen, einen geheimen Zugang zu diesem Kult-Video unter den Unternehmensvideos; man muss vorher nur ein wenig Pizza-Werbung ertragen (ist aber auch mittelständisch orientiert und alles andere als gesichtslos): KLICKST DU HIER (zum Film nach unten scrollen)
Dienstag, 15. Januar 2013Irre!Es ist nicht ganz das Kernthema dieses Blogs, aber Navis sind nun mal auch IT und Medien sind Medien und PR ist PR.
Vermutlich muss man dabei gewesen sein. Alle Übrigen, die sich an die Medien halten müssen, müssen es glauben. Wie so oft steigt die Glaubwürdigkeit einer Meldung durch exakte Zahlen: • Focus Online: 1500 Kilometer • DIE WELT: 1400 Kilometer • STERN.DE: 1200 Kilometer
Fest steht: Sabine Moreau ist schon jetzt der PR-Champion 2013! Donnerstag, 13. Dezember 2012
Verpasste Gelegenheit Geschrieben von Rainer Doh
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10:39
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: spiegel online
Verpasste GelegenheitMit einer zauberhaften Headline überraschte heute Morgen Spiegel Online.
Das hätte das Zeug zur "Headline des Monats" gehabt. Doch leider bleibt dieser Titel auf Zweidrittel des Wegs stehen. Es müsste natürlich heißen: "Grubes grobe Grube" oder, wenn man von der dreistufigen zur vierstufigen Alliteration fortschritte: "Grube gräbt grobe Grube". Das wäre am alleroriginellsten. Das wäre Headline 21. Freitag, 3. August 2012
Lückenlose Kennzeichnung aller ... Geschrieben von Rainer Doh
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16:25
Kommentare (0) Trackbacks (0) Lückenlose Kennzeichnung aller Bestandteile
Facebook hat es auch nicht leicht. Zuerst die Sache mit der Börse und nun verstecken sich auch 83 Millionen Unternehmen und Haustiere im Sozialen Netzwerk:
Unternehmen oder Haustier ist ein interessanter Ansatz. Nun fehlt noch der Einsende-Coupon für gefundene Unternehmensbestandteile. Freitag, 16. März 2012Eine Frage des StaubesMichael Gutjahr trauert in seinem Blog völlig zu Recht:
Und er bringt das Problem genau auf den Punkt
So ist es und nicht anders. Und doch zu kurz gedacht. Denn ich habe den Eindruck, dass solche Schwarten auch im Schrank mittlerweile deutlich weniger hermachen. "Wenn Freunde zu Besuch kommen", interessieren sie sich doch auch viel mehr für die neusten Gadgets. Wer streift denn noch versonnen an den 32 Buchrücken eines Freundes entlang, um ihm am Ende anerkennend zu zu nicken: da hat einer wahrlich Abitur? Mal ganz ehrlich: Solche Besucher sind doch längst in einem Alter, in dem sie nur noch selten außer Haus gehen. Bleibt ein Problem: Was fängt künftig im Zimmer den Staub weg? Solange es keine App dafür gibt, bleibt das Lexikon stehen. Montag, 16. Januar 2012
Frauen und Facebook zuerst Geschrieben von Rainer Doh
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18:21
Kommentare (0) Trackbacks (0) Frauen und Facebook zuerstFast genau drei Jahre ist es nun her, da meldete Twitter die Notlandung eines Verkehrsflugzeugs im Hudson River nur ein paar Minuten nach dem Ereignis und damit schneller als alle herkömmlichen Medien. Von dieser Sternstunde zehrt Twitter seither. Jetzt scheint der Aktualitätsvorschuss aufgezehrt, denn Facebook verzeichnete ein Unglück schon rund eine halbe Stunde bevor es sich ereignte: Die Runde geht also an Facebook, auch wenn der Vorgang selbst den Eindruck erweckte, das Schiff sei per Twitter gesteuert worden ("@Brücke: Jetzt wieder mehr nach Backbord – #Navigation #Kapitän"). Bevor aber diese Unsitte des Grüßens, die schon in der Fernseh-Ära eine Pest war ("Darf ich noch meine Oma grüßen?"), sich nun auch in der Social-Media-Welt breitmacht, seien nachahmende Kapitäne gewarnt: Nur drei Personen gefällt das. Dienstag, 20. September 2011
Piraten entern Headlines Geschrieben von Rainer Doh
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12:05
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Piraten entern HeadlinesDie Piratenpartei ist im Berliner Abgeordnetenhaus – ein Meilenstein auf dem Weg zur Einheitsüberschrift:
Dienstag, 26. Juli 2011Lieber im InternetDer zweitgrößte US-Buchhändler gibt auf: Die 1971 gegründete Ladenkette Borders, die schon im Februar Insolvenz angemeldet hatte, schließt endgültig. In den verbliebenen 399 Läden verlieren voraussichtlich 10.700 Menschen ihren Job.
Borders ist kein Einzelfall. Dem Vernehmen nach geht es auch Barnes & Noble, der größten US-Buchhandelskette, schlecht, so dass das Unternehmen einen Käufer sucht. Wenn die Kunden gerade in den USA mittlerweile lieber im Internet bestellen als in einem Buchladen einzukaufen, lässt sich das jedoch nicht einfach durch hohe "Web-Affinität" erklären. Weniger bekannt ist nämlich, dass in den USA Bestellungen im Internet, im Unterschied zu Käufen im Laden, nicht der Umsatzsteuer unterliegen. Die Sales tax, die auf die Ladenpreise aufgeschlagen wird, wird von den Bundesstaaten festgelegt.
Anders ausgedrückt: Das Internet ist eine Art "Freihandelszone". Amazon zahlt, laut SZ, nur dort Umsatzsteuer, wo das Unternehmen eine physische Niederlassung besitzt und auch dort nur für Kunden, die direkt dort einkaufen. Was einigen Staaten angesichts ihrer Haushaltslage natürlich nicht gefällt. So hat beispielsweise Kalifornien ein Gesetz verabschiedet, das die Sales Tax auch von Online-Händlern einfordert, was 200 Millionen Dollar bringen soll. Amazon hat übrigens dagegen eine Volksabstimmung initiiert. Da ist es kein so großes Wunder, wenn Kunden ihre Bücher und eBooks statt bei Borders "lieber im Internet kaufen", wie es so oft heißt, was den Sachverhalt aber nicht so ganz exakt wiedergibt. Tim Cole bringt die Sache in seinem Klageruf im czyslanky-Blog auf den Punkt:
Dienstag, 17. Mai 2011
Sternstunden der Infografik Geschrieben von Rainer Doh
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09:43
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: infografik, zdf
Sternstunden der Infografik
Gestern im heute journal des zdf Mittwoch, 4. Mai 2011
"Gut gemeint" - besser gemacht Geschrieben von Rainer Doh
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14:51
Kommentare (0) Trackbacks (0) "Gut gemeint" - besser gemachtIn diesen Tagen fällt es schwer, sich für ein Thema zu entscheiden: Pannen-Sony, Radar-Tom oder Kraken-Apple, alles wunderbare Themen für einen IT-Blog. Deshalb wählen wir ein ganz anderes Thema, eines, das perfekt zum Frühling und zu einem anderen Großereignis der letzten Woche passt. Unsere Kollegen vom Basic Thinking Blog, die unermüdlichen Gadget-Entdecker, haben nämlich etwas ganz Tolles entdeckt, das wir hier nur zu gerne weiter empfehlen:
Bei den Schlussfolgerungen können wir Basic Thinking allerdings überhaupt nicht folgen:
Wir sind vielmehr überzeugt, dass diese Lösung nicht nur gut gemeint ist, sondern geradezu perfekt, also nahtlos, zu aktuellen Anforderungen passt. Wir bekommen ein bestimmtes Einsatzszenario daher überhaupt nicht mehr aus dem Kopf:
Dass diese neue Lösung (bestimmt auch in der Cloud nutzbar) gerade jetzt vorgestellt wird, kann schließlich kein Zufall sein.
Dienstag, 22. März 2011Liebe statt BullshitZugegeben – anfangs hielten wir es für einen Gag. Aber seit wir uns näher damit befasst haben (und wir haben uns damit befasst!), stellen wir fest, dass wir ein geradezu revolutionäres Tool entdeckt haben – eine Website, die womöglich eine neue Ära der Pressearbeit einleitet: Das BlaBlaMeter - wie viel Bullshit steckt in Ihrem Text? deckt Worthülsen, Phrasen und Gebrabbel auf:
Sofort ausprobieren! Als erstes haben wir eine fremde Presseinformation eingestellt. Eindeutiges Resultat:
War fast zu erwarten. Als Gegentest griffen wir zu den Sternen und ließen den Anfang von Goethes Werther einfließen. Ergebnis:
War im Grunde auch klar – Goethe eben. Kühn geworden, probierten wir es nun mit der kürzlich für unseren Kunden readbox veröffentlichten Pressemitteilung "Liebe jetzt auch digital: CORA-Verlag und MIRA-Taschenbuch steigen mit readbox groß in den eBook-Markt ein". Das Ergebnis war sogar für uns überraschend:
Also nur knapp schlechter als Goethe! Vielleicht liegt es an der thematischen Ausrichtung? Trotzdem ein überwältigendes, weltweit führendes Resultat. Wir sind in Sachen Bullshit-Deutsch hervorragend aufgestellt. Die Website verrät natürlich nicht, welche Kriterien sie anlegt – "Betriebsgeheimnis". Ausführliche Tests zeigen, dass "typische" PR-Texte tatsächlich auf hohe Werte kommen. Aneinandergereihte Worthülsen, Kaskaden von Adjektiven, Standard-Floskeln oder das verkrampfte Bestreben möglichst viele Informationen unterzubringen, am liebsten in jeden Satz ein ganzes Geschäftsmodell hineinzuquetschen, dergleichen garantiert jedenfalls Spitzenwerte beim BlaBlaMeter. Natürlich wusste man es schon immer – aber jetzt haben wir die Zahlen, jetzt lässt sich das Unbehagen quantifizieren. Wird man uns nun Glauben schenken? Ist das der Durchbruch? PS: Dieser Blog-Beitrag hat einen Bullshit-Index von 0.24 – "Ihr Text zeigt erste Hinweise auf 'Bullshit'-Deutsch, liegt aber noch auf akzeptablem Niveau." Na also, geht doch. Freitag, 18. Februar 2011
Der ganz normale Datenwahnsinn Geschrieben von Rainer Doh
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17:00
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: daten, wissenschaft
Der ganz normale DatenwahnsinnMan sagt ja, wir lebten in einer Wissensgesellschaft. Da ist vielleicht die Frage nicht verkehrt, was eigentlich die Wissenschaftler den ganzen Tag so treiben. Was machen sie, wenn sie nicht gerade auf Bosonen schießen, den Mittelfußknochen des "Australopithecus afarensis" ausbuddeln oder "Kapitän Ahabs" Schiff entdecken. Von zwei Wissenschaftlern weiß man es jetzt genauer, die haben nämlich Daten gezählt und sich Gedanken gemacht, wie sie uns Laien die Ergebnisse so präsentieren, dass sogar wir es begreifen:
Und nun, nach mehr als vier Jahren Forschung, erfahren wir via SZ folgendes:
So weit? Ist das nicht Wahnsinn? Und es kommt noch besser:
Ganz China, und das gleich mehrfach. Das muss man sich mal vorstellen. Jetzt müsste man sich nur noch die Fläche Chinas etwas besser vorstellen können – ich habe schnell mal Excel angeworfen und kann sagen, dass das – um ein heimisches Wahnsinnsmaß zu verwenden – fast 18.000 Mal die Fläche des Bodensees ergibt. Natürlich 13 Bodenseen übereinander, in summa 232.139 Bodenseen (gerundet). Für alle diejenigen, die mit unserem Bodensee doch nicht so vertraut sind: Als DIN-A4-Blätter aneinandergelegt, ergäbe das die Strecke vom Jupiter zum Saturn. Und zurück. Oder ist mir da jetzt doch ein Komma verrutscht? Also zurück auf die Erde:
Auch das muss man sich bloß mal vorstellen: jeden Tag! Mit Sport, Feuilleton und vor allem Wissenschaftsteil! Und zugleich würden einem die Nachbarn ja auch das Ohr abquatschen, weil sie ja ebenfalls sechs Zeitungen vorlesen müssten. Und auch die Rechenleistung bewegt sich hart am Rande des Vorstellbaren:
Soweit also Hilbert und López. Und das sind nur zwei Stimmen unter vielen. Weltweit, also global, gibt es eine Menge Wissenschaftler. Es sind mittlerweile so viele, dass man, wenn man sie aufeinanderstellen würde, schon rund 3,83 Prozent der Strecke zum Mond damit abdecken könnte. Und wenn sie sich nebeneinander an den Händen fassen würden: Chinesische Mauer – fünfzehn Mal! Aber es ist gut, dass es so viele Wissenschaftler gibt, denn es gibt auch noch so viel offene Fragen: Wie viele Insekten gibt es eigentlich? Wie viele Schrauben? Oder wie viele Grashalme? Und wo käme man hin, wenn man alle Grashalme aneinanderlegen würde? Bis hinter den Mars? Und gibt es mehr Grashalme als Daten? |
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