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        <author>
            <name>Rainer Doh</name>
                    </author>
    
        <published>2010-09-07T13:38:08Z</published>
        <updated>2010-09-08T07:39:20Z</updated>
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        <title type="html">Die Edelblogger (I)</title>
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                <p class="whiteline">Blogs und "klassische" Medien stehen in einem eher spannungsvollen Verhältnis. Letztere halten Blogs gern für eine (weitere) Abart des digitalen Sargnagels der 4. Gewalt; die Gegenseite sieht sich als legitimer Nachfahre der dem Untergang geweihten "Holzmedien" – im Ergebnis laufen beide Positionen in etwa auf das Gleiche hinaus.
</p><p class="break">Tatsächlich herrscht auch nach offiziellem Ende von Finanz-, Immobilien-,  Griechenland- und anderen Krisen, weiterhin "Medienkrise". Redaktionen werden zusammengestrichen oder Titel gleich ganz eingestellt. In den USA, wo das Medienwesen und die Bloggerei – und natürlich auch die Medienkrise – noch immer drei Schritte voraus sind, kam vor einiger Zeit daher die Idee auf, die Blogs müssten solche Ausfälle auf Seiten klassischer Medien substituieren, schöner formuliert: "dass die Blogger eine größere Verantwortung im Mediensystem übernehmen müssen". Natürlich gibt es dazu <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,705538,00.html" target="_blank">Studien</a>:</p><blockquote><p class="whiteline">Selbst die 60 Top-Blogger der USA könnten nicht den Informationsengpass ausgleichen, der durch die Kürzungen im traditionellen Mediengeschäft entstanden sei. Das ist das Ergebnis einer Studie der amerikanischen University of Missouri: "Auch wenn viele der Blogs und Bürgerjournalismus-Seiten interessante und positive Dinge vollbracht haben, schaffen sie es nicht einmal annähernd, den Grad der Nachrichtenabdeckung zu erreichen, den sogar noch die finanziell bedrängten Nachrichtenmedien bieten", sagt Margaret Duffy, eine der beteiligten Wissenschaftlerinnen.
</p><p class="break">Das liege einerseits daran, dass den Blogs schlicht das Personal fehle, um Geschichten angemessen recherchieren zu können. Andererseits mangele es den meisten Betreibern auch an ausreichendem Kapital und einer angemessenen wirtschaftlichen Expertise, um ihre Angebote langfristig zu etablieren.</p></blockquote><p class="whiteline">Es ist hier ein wenig so wie mit dem Radiowecker, der kein Spiegelei braten kann: Blogs sollen, natürlich ganz ohne finanzielle Ausstattung, das leisten, was den Medien zu teuer geworden ist – und dann stellt man sich mit großen Augen hin und muss erkennen: Ach, das schaffen die ja gar nicht.
</p><p class="whiteline">Nur mal zu Erinnerung, damit es nicht ganz in Vergessenheit gerät: Blogs sind Online-Tagebücher, woher ja auch der Name kommt (weB-LOGbuch). Sie stellen damit eine persönliche Sicht des Autors dar, persönlich hinsichtlich Darstellung und Bewertung aber auch hinsichtlich Themenauswahl. Blogger greifen auf, was sie selbst interessiert, was ihnen auf den Nägeln brennt oder auch nur worüber sie schon immer mal was schreiben wollten. Wie soll man darin etwas wie "Nachrichtenabdeckung" unterbringen? Von einer Zeitung, egal ob gedruckt oder online, erwartet man sich etwas anderes, vor allem eine systematische Befassung mit den Themen des jeweiligen Sachgebiets und wenn etwas aufgegriffen wird, eine halbwegs gute Recherche darüber.
</p><p class="break">Wenn Blogs das nicht leisten, so nicht bloß, weil sie dafür kein Geld haben. Blogs sind keine Ersatzzeitung. Das gilt natürlich auch umgekehrt, Zeitungen sind  nicht einfach ein besonders großer Blog. Diesem Missverständnis unterliegt beispielsweise <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heribert_Prantl" target="_blank">Heribert Prantl</a>, einer der deutschlandweit führenden Journalisten, der sich in seiner Süddeutschen Zeitung zum Verhältnis Blog – Medien <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/serie-wozu-noch-journalismus-professioneller-edelblogger-1.967940" target="_blank">so äußert</a>:</p><blockquote><p class="whiteline">Es wird so getan, als sei die Bloggerei eine Seuche, die via Internet übertragen wird und den professionellen Journalismus auffrisst. Das ist, mit Verlaub, Unfug. In jedem professionellen Journalisten steckt ein Blogger. Der Blog des professionellen Journalisten heißt FAZ oder SZ, <em>Schweriner Volkszeitung </em>oder <em>Passauer Neue Presse</em>, Deutschlandfunk oder Südwestradio. Der so genannte klassische Journalist hat dort seinen Platz, und er hat ihn in der Regel deswegen, weil er klassische Fähigkeiten hat, die ihn und sein Produkt besonders auszeichnen.
</p><p class="break">Es gibt das etwas altbackene Wort "Edelfeder" für die Journalisten, die mit der Sprache besonders behände umzugehen vermögen. Der professionelle Journalist ist, wenn man bei diesem Sprachgebrauch bleiben will, eine Art Edelblogger.</p></blockquote><p class="whiteline">Da mache ich mir gleich mal einen Kernsatz von Heribert Prantl zu eigen: <em>Das ist, mit Verlaub, Unfug</em>.  Zeitungen sind ganz und gar kein Blog für professionelle Journalisten, sondern schlichtweg etwas anderes. Wie gesagt: <em>Blogs sind eine Art Online-Tagebuch </em>usw.  – siehe oben. Oder sind die erwähnten Edelblogger nur Blogger, die zum Bloggen zu edel sind?
</p><p class="whiteline">Machen wir die Probe aufs Exempel und wenden wir uns nach diesem theoretischen Vorspiel dem Konkreten zu: Wie bloggen eigentlich unsere klassischen Medien? Wobei man natürlich grundsätzlich fragen könnte, warum bloggen sie überhaupt? Schließlich haben sie – im Unterschied zu nicht so edlen Arten von Bloggern – doch schon ihre Plattformen. Warum auch immer, sie tun 's jedenfalls.
</p><p class="break"><em>Fortsetzung folgt morgen</p><p class="break"></em></p> 
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        <dc:subject>blog</dc:subject>
<dc:subject>blogger</dc:subject>
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        <author>
            <name>Rainer Doh</name>
                    </author>
    
        <published>2010-09-02T11:13:31Z</published>
        <updated>2010-09-03T08:08:44Z</updated>
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        <title type="html">Abenteuer Hochverfügbarkeit </title>
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                <p class="break">Was Hochverfügbarkeit ist, ist eigentlich klar definiert. Oder doch nicht so ganz klar? <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hochverfügbarkeit" target="_blank">Wikipedia</a> nimmt sich der Sache zwar recht ausführlich an, will sich aber dann doch nicht so genau festlegen:</p><blockquote><p class="break">Die Frage ab welcher Verfügbarkeitsklasse ein System als hochverfügbar einzustufen ist, lässt sich nicht so einfach beantworten. Eine Verfügbarkeit von 99 % definiert sicher noch keine Hochverfügbarkeit, sie wird allgemein als grundlegend oder normal angesehen, zumindest bei qualitativ hochwertigen EDV-Geräten. Folglich wird von Hochverfügbarkeit erst ab 99,9 % oder höher gesprochen. Ob aber bereits 3*9 ausreichen oder erst 4*9 oder 5*9 ein System zum <em>Hochverfügbaren System</em> machen, ist Quellen- und Herstellerabhängig. Allgemein unstrittig kann also ein System dann als Hochverfügbar eingestuft werden, wenn seine jährliche Ausfallzeit im Bereich weniger Minuten (~ 99,999 % bzw. AEC-2) oder darunter liegt.</p></blockquote><p class="whiteline">Man "spricht" also ab 99,9% von Hochverfügbarkeit, aber erst bei 99,999% wird es "allgemein unstrittig". Kein Wunder, dass in der IT derzeit eine <strong>Inflation des Begriffs "Hochverfügbarkeit" </strong>festzustellen ist. Alles ist <em>hoch verfügbar</em> beziehungsweise <em>hochverfügbar</em>. Wobei sich natürlich kaum ein Unternehmen, sei es Anbieter oder Anwender, darauf festlegen will, was denn unter Hochverfügbarkeit konkret zu verstehen sein soll. Es ist offenbar so, dass Hochverfügbarkeit immer das ist, was die eigenen Systeme gerade bieten können – das nennt man dann wohl "herstellerabhängig".<em> </em>
</p><p class="whiteline">Auf Basis dieser hoch flexiblen Definition können Unternehmen ihre Server mit einer "Hochverfügbarkeit von 99,5 Prozent" und einer "maximalen zusammenhängenden Ausfallzeit von 2 Stunden" betreiben. Hoffentlich wird auf diesem hoch verfügbaren System nicht mein nächster Flug gebucht.
</p><p class="whiteline">Vor einigen Wochen haben wir selbst im Rahmen einer Umfrage unter IT-Verantwortlichen zum Begriff Hochverfügbarkeit teilweise abenteuerliche Antworten erhalten. Zum Beispiel: "Wir sind hoch verfügbar, weil wir regelmäßig Backups machen." Oder: "Wir sind hoch verfügbar, weil wir für unsere Rechner ein eigenes Ersatzteillager haben." Vielleicht gibt es ja für den Lötkolben ein zweites Netzteil.
</p><p class="break"><div class="serendipity_imageComment_center" style="width: 500px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:259 --><img class="serendipity_image_center" width="500" height="375"  src="http://www.prmacher.de/uploads/2644414945_b6eb0509bc.jpg"  alt="" /></div><div class="serendipity_imageComment_txt">So … einen Moment … gleich sind wir wieder hoch verfügbar. </p><p class="whiteline">Quelle: mightyohm via Flickr Creative Commons</div></div>
</p><p class="break">Unser Kunde Stratus, als Anbieter <a href="http://www.de.stratus.com/products/hardware.htm" target="_blank">fehlertoleranter Server</a> bezüglich Hochverfügbarkeit auf der sicheren Seite, hat zur Klarstellung der Begriffe mal aufgeschrieben, was Hochverfügbarkeit alles <em><strong>nicht</strong></em> ist:</p><ul>
	<li>Hochverfügbarkeit ist nicht 99,5 Prozent</li>
	<li>Hochverfügbarkeit ist nicht Disaster Recovery</li>
	<li>Hochverfügbarkeit ist nicht Stand-By</li>
	<li>Hochverfügbarkeit ist nicht RAID</li>
	<li>Hochverfügbarkeit ist nicht Backup</li>
	<li>Hochverfügbarkeit ist nicht USV</li>
	<li>Hochverfügbarkeit ist nicht ein zweites Netzteil</li>
	<li>Hochverfügbarkeit ist nicht Virtualisierung</li>
	<li>Hochverfügbarkeit ist nicht Continuous Availability</li>
</ul><p class="whiteline"><em><strong>Warum nicht</strong></em>, kann man <a href="http://www.pr-com.de/de/pressezentrum/presseinformationen/index.php?ID=f0fe7422ff14da56deeefb63b515734a">hier</a> und auch <a href="http://www.pr-com.de/de/pressezentrum/presseinformationen/index.php?cat=mixed&qry=stratus&srchtyp=simple&CustID=3edda4838f45abcc91efe3824f8e2c6f&ID=235099cf2c886fbbe67d25d524db806f&PageStart=10">dort</a> ausführlich nachlesen.
</p><p class="break"><!--StartFragment-->PS: Bei einem Verfügbarkeitsniveau von mindestens 99,99 % beträgt die durchschnittliche Ausfallzeit höchstens 52 Minuten pro Jahr. Fehlertolerante Server erreichen eine Verfügbarkeit von 99,999 % bis 99,9999%, was einer durchschnittliche Ausfallzeit von etwa 5 Minuten beziehungsweise einer halben Minute pro Jahr entspricht. Daran musste mal wieder erinnert werden. </p> 
            </div>
        </content>
        <dc:subject>hochverfügbarkeit</dc:subject>
<dc:subject>it</dc:subject>
<dc:subject>server</dc:subject>

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        <link href="http://www.prmacher.de/index.php?/archives/300-Immer-wieder-Cloud-Computing.html" rel="alternate" title="Immer wieder Cloud Computing" />
        <author>
            <name>Rainer Doh</name>
                    </author>
    
        <published>2010-08-25T13:20:00Z</published>
        <updated>2010-09-01T11:09:37Z</updated>
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        <title type="html">Immer wieder Cloud Computing</title>
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                <p class="whiteline">Auf Zeit-Online hat Christiane Schulzki-Haddouti einen interessanten Beitrag zum Thema Cloud Computing geschrieben. Der wird jetzt hier nicht nacherzählt - <a href="http://blog.zeit.de/kulturkampf/">hier ist der Link zum Selberlesen</a>. Wir beschränken uns auf ein paar Statements daraus: 
</p><blockquote><p class="break">Fest steht jedenfalls: Für den Nutzer ist völlig uneinsehbar, wo sich seine persönlichen Daten befinden, und ob sie tatsächlich vor unbefugten Zugriffen geschützt sind. </p></blockquote><p>	</p><p class="whiteline">Seltsam, dieser Punkt ist eigentlich seit der Erschaffung des Cloud Computing virulent - und das war's dann auch. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ceterum_censeo_Carthaginem_esse_delendam">Ceterum Censeo</a> ... 
</p><p class="break">So ist am selben Tag beispielsweise <a href="http://www.channelpartner.de/managed-services/295113/index.html">bei ChannelPartner zu lesen</a>: </p><blockquote><p class="break">Es führt kein Weg an der Cloud vorbei. Die Kunden wollen diese Lösungen und fordern sie zunehmend auch von ihren Partnern ein.</p></blockquote><p>
</p><p class="break">Also führt kein Weg vorbei an "völlig uneinsehbar"? Motto: "Wir machen das jetzt einfach mal" - setzen auf eine Technologie bei der ein paar grundlegende Fragen völlig offen sind. Es sind ja nur Rechtsfragen. Dazu noch einmal Zeit-Online:</p><blockquote><p class="break">Allein zwischen den USA und der Europäische Union lassen sich die juristischen Probleme des Cloud Computing nicht mehr lösen. Angesichts der weltweiten Verteilung wäre wohl eine höhere Stelle gefragt - wie die Vereinten Nationen zum Beispiel. Aber ob sich die Staaten hier auf gemeinsame Regeln verständigen könnten, ist wohl bis auf weiteres mehr als fraglich.</p></blockquote><p>
</p><p class="whiteline">Und wenn diese International Cloud Agency (ICA) nicht zu Stande kommt? Am Ende ist die Cloud sogar der berühmte "rechtsfreie Raum"? 

</p> 
            </div>
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        <link href="http://www.prmacher.de/index.php?/archives/299-Die-Wahrheit-ueber-unsere-Festplatten.html" rel="alternate" title="Die Wahrheit über unsere Festplatten" />
        <author>
            <name>Rainer Doh</name>
                    </author>
    
        <published>2010-08-20T13:21:50Z</published>
        <updated>2010-08-24T08:48:15Z</updated>
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        <title type="html">Die Wahrheit über unsere Festplatten</title>
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                <p class="whiteline">Die Festplattenkapazität wird größer und größer. Mittlerweile bekommt man für 80 Euro im Elektrohandel schon ein komplettes Terabyte. Sehr lange ist es noch nicht her, dass sich in dieser Dimension ganze Rechenzentren bewegten. Der Speicherhunger ist gerade im Privatsektor nach wie vor riesig: Audio, Foto und Video verschlingen die Gigabytes geradezu. Bevor wir jetzt zivilisationskritisch werden und fragen, wo das alles enden soll (<em>Petabyte > Exabyte > Zettabyte > Yottabyte</em>), fragen wir erst einmal, wo wir bezüglich der Festplattengrößen eigentlich konkret stehen. Schließlich ist ein verkauftes Terabyte ja noch lange kein genutztes Terabyte. 
</p><p class="whiteline">Unser Kunde <a href="http://www.pcpitstop.com/de/">PC Pitstop</a> ist Spezialist für das Online-Tuning von PCs. Das Unternehmen analysiert PCs per Web und führt dann automatisch diverse Systemoptimierungen durch.  Beim Analysieren fällt jede Menge statistisches Material an (selbstverständlich anonym). Im Unterschied zu sonstigen Daten dieser Art stammen diese aus der wirklichen Welt, es handelt sich also nicht um Verkaufszahlen oder die berüchtigten Schätzungen von Marktbeobachtern, es sind vielmehr Daten, die aus Rechnern stammen, die tatsächlich im Einsatz sind.
</p><p class="break">Bei <strong>19.135 Festplatten</strong>, die analysiert wurden, ergab sich eine <strong>Durchschnittsgröße von 224 GB</strong>. Davon waren durchschnittlich 58,5 GB benutzt, also etwa 26 Prozent. Oder ausführlich:</p><pre>
Größenklasse    Kapazität   benutzter Platz   freier Platz
unter 50 GB       12,4%         60,4%           30,9%
50 - 100 GB       21,8%         26,1%           20,1%
100 - 150 GB      16,8%          7,5%           12,8%
150 - 200 GB       9,1%          2,9%            8,9%
200 - 250 GB      11,1%          1,3%            7,5%
250 - 500 GB      21,5%          1,6%           13,6%
über 500 GB        7,3%          0,2%            6,2%
                 100%          100%            100%</pre><p class="whiteline">Nur etwa 7% der PCs haben also eine Festplattenkapazität von mehr als 500 GB. Nur rund 0,2% aller untersuchten PCs nutzen mehr als 500 GB. Fast 70 Prozent haben mehr als 50 GB freien Plattenspeicher (ich gehöre leider nicht dazu). 
</p><p class="whiteline">Nur 8 Prozent der Platten sind zu mehr als 75 Prozent belegt, 41 Prozent zu weniger als 25 Prozent und 11 Prozent zu weniger als 10 Prozent. Oder ausführlich:
</p><pre>Auslastung der HD     Nutzer in %
&lt;10%                   11%
10% - 25%              30%
25%-50%                34%
50%- 75%               17%
75%-90%                 6%
&gt;90%                    2%</pre><p class="whiteline">Da PC Pitstop beim Einloggen auch nach dem Geschlecht der Anwender fragt, wissen wir, dass Männer etwas größere Festplatten als Frauen verwenden: Beträgt die durchschnittliche Festplattengröße bei männlichen PC-Nutzern 228 GB, so begnügen sich Frauen mit 192 GB. Männer haben im Durchschnitt etwa 168 GB Plattenkapazität frei, Frauen etwa 145 GB.
</p><p class="break">So, nun liegen die Daten auf dem Tisch und jeder kann selbst entscheiden, wie er sein weiteres Leben darauf einstellt. </p><p class="break"> </p><p class="break"> </p><p class="break">Mehr Festplattenstatistik <a href="http://www.pr-com.de/de/pressezentrum/presseinformationen/index.php?ID=b30f072bd4a7ffb139959bee8b8d1857">HIER</a></p> 
            </div>
        </content>
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<dc:subject>hd</dc:subject>
<dc:subject>technologie</dc:subject>

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        <link href="http://www.prmacher.de/index.php?/archives/296-Vergesslichkeit.html" rel="alternate" title="Vergesslichkeit" />
        <author>
            <name>Alain Blaes</name>
                    </author>
    
        <published>2010-08-17T13:45:46Z</published>
        <updated>2010-08-17T16:13:00Z</updated>
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                <p class="break"><p>Also wir kaufen unseren Fisch ganz gern bei Fisch Maier am Viktualienmarkt. Die Verkäufer sind wirklich <a href="http://fisch-maier.com/team.html" target="_blank">sehr nett</a>, und der Fisch ist wirklich sehr frisch.</p> </p><p class="break"><p>Mit Fisch kann man eine Menge anstellen: marinieren, grillen, dünsten, panieren – und vergessen. Ja, es gibt tatsächlich Leute, die ihren Fisch vergessen, zum Beispiel im Taxi vom Viktualienmarkt nach zuhause. Das hat unser Kunde <a href="http://www.acronis.de/" target="_blank">Acronis</a> herausgefunden, nachdem er hundert Münchner Taxifahrer nach der Vergesslichkeit ihrer Gäste <a href="http://www.pr-com.de/de/pressezentrum/presseinformationen/index.php?ID=5363827d89a0550db2b66df3a7f90703" target="_blank">befragt hatte</a>. Was in den Köpfen der Leute vorgehen mag, dass sie ihren Fisch liegen lassen? Andererseits: auch Ohrringe, Katzenstreu und ein Haartrockner wurden auf den Rückbänken gefunden, und ein Fahrgast hat sogar sein Gebiss verloren.&#160;</p> </p><p class="break"><p>Schmerzhaft war sicher auch der Verlust der Dutzenden Smartphones und Notebooks, zumal die mit ungesicherten Daten, betont Acronis. Was aber aus gutem Grund nicht publik gemacht wurde: ein Fahrgast hat ein Damenslip, ein anderer – jawohl, einen Vibrator vergessen. Das sind vielleicht Zustände in den Münchner Taxen!</p></p> 
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        <link href="http://www.prmacher.de/index.php?/archives/294-Keine-Sorge-wegen-Street-View.html" rel="alternate" title="Keine Sorge wegen Street View" />
        <author>
            <name>Rainer Doh</name>
                    </author>
    
        <published>2010-08-17T07:54:47Z</published>
        <updated>2010-08-17T11:33:02Z</updated>
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        <title type="html">Keine Sorge wegen Street View</title>
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                <p class="break">Datenschützer müssen sich wegen Street View (doch) keine Sorgen machen - Google nimmt das mit dem Verpixeln wirklich sehr ernst: </p><p class="break"><div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 314px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:257 --><img class="serendipity_image_left" width="314" height="458"  src="http://www.prmacher.de/uploads/Bildschirmfoto2010-08-17um09.52.36.png" title="Street View Hund" alt="" /></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Gesehen mit Street View in Stonehaven, Kincardineshire, UK</div></div></p> 
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        <author>
            <name>Alain Blaes</name>
                    </author>
    
        <published>2010-08-16T14:14:49Z</published>
        <updated>2010-08-17T07:57:28Z</updated>
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        <title type="html">Market Opportunities</title>
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                <p class="break"><p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; font: normal normal normal 12px/normal Helvetica; ">Wichtige Erkenntnisse mitten im Sommerloch: Gibt ein User sein Passwort auf einem Smartphone ein, hinterläßt er verräterische – nein, nicht nur Fingerabdrücke, sondern&#160;<a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/smartphones-hacken-per-fingerabdruck-1.988584" target="_blank">Fettspuren</a>. Damit konnten Wissenschaftler der Universität Pennsylvania mit etwas Aufwand neun von zehn Passwörter knacken, weil sich das Fett nicht einfach abwischen <a href="http://www.usenix.org/events/woot10/tech/full_papers/Aviv.pdf" target="_blank">lässt</a>. Das macht nachdenklich:</p> </p><p class="break"><p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; font: normal normal normal 12px/normal Helvetica; "> </p> </p><p class="break"><div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 400px; "> </p><p class="break"><p><img class="serendipity_image_left" width="400" height="299" src="http://www.prmacher.de/uploads/Aermel.jpg" /></p> </p><p class="break"><p>Kein Fett am Polohemd</p> </p><p class="break"></div> </p><p class="break"><p><font face="arial, helvetica, sans-serif"><span style="font-size: small; ">- Getestet haben die Wissenschaftler lediglich die Displays von Google Nexus One und HTC G1. Gilt das auch für mein iPhone? Nach Abwischen auf meinem Polohemd sehe ich mit dem besten Willen keine Fettspuren mehr (auch nicht auf dem Polohemd)</span></font></p> </p><p class="break"><p><font face="arial, helvetica, sans-serif"><span style="font-size: small; "></span></font><span style="font-family: Helvetica; font-size: 12px; "><font face="arial, helvetica, sans-serif"><span style="font-size: small; ">- Sind die Fe</span></font>ttspuren sichtbarer bei höherem User-<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Body-Mass-Index" target="_blank">BMI</a>? Müssen korpulentere Smartphone-Benutzer jetzt abnehmen?</span></p> </p><p class="break"><p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; font: normal normal normal 12px/normal Helvetica; ">- Was ist besser, um Fettspuren zu vermeiden: ein fettlösendes Reinigungsmittel, wie es die Wissenschaftler empfehlen, oder vorbeugend eher Handschuhe, wie es meine Kollegin Sandra empfiehlt?</p> </p><p class="break"><p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; font: normal normal normal 12px/normal Helvetica; ">Fragen über Fragen. Jedenfalls eröffnen sich völlig neue <em>market opportunities</em> für die einschlägigen Zubehöranbieter: portables Reinigungsmittel im schicken Lederetui, 50 ml, auch für Flugreisen geeignet; Handschuhsets, aus Leder mit passendem Logoaufdruck oder als Wegwerfvariante zur Einmalbenutzung; oder, sollte sich der BMI-Verdacht erhärten, ein Abo im Fitnessstudio. Soll noch einer sagen, der IT-Branche ginge es nicht gut.</p></p> 
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            <name>Rainer Doh</name>
                    </author>
    
        <published>2010-08-16T08:14:44Z</published>
        <updated>2010-08-16T14:43:15Z</updated>
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        <title type="html">Hallo? </title>
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                <p class="whiteline">In der SZ hat sich vorgestern <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/das-fragwuerdige-ende-des-telefons-mueller-1.988073">Alex Rühle</a> Gedanken über das (vermeintliche) Ende des Telefons gemacht. Ein Thema von epochaler Bedeutung, so dass wir uns in die Diskussion einklinken müssen. In den USA soll nämlich, so ist zu lesen, seit 2005 die Zahl der Telefonanrufe kontinuierlich zurückgehen. Zugleich nimmt die Dauer der Telefongespräche ab: "Dauerte ein Gespräch vor fünf Jahren durchschnittlich drei Minuten, so hat man sich mittlerweile anscheinend schon nach 90 Sekunden nichts mehr zu sagen." Vor allem junge Menschen nutzen Telefon intensiv – aber dem Vernehmen nach immer weniger zum Telefonieren, und die Telko-Anbieter scheinen ihr Geschäftsmodell auch mehr auf den Datenverkehr zu verschieben. Deutet sich da ein globaler Trend an? Man muss zugeben: Asynchrone Kommunikationsdienste (schöner Begriff!) haben ihre Vorteile: Schließlich ist ein E-Mail "self-documenting", man kann auch nach vier Wochen den genauen Wortlaut rekapitulieren. Und das gilt sogar für Kanäle wie SMS oder Twitter mit ihrem extrem restriktiven 140-Zeichen-Limit. 
</p><p class="break">Alex Rühle weist noch auf ein weiteres Manko des Telefonieren hin – eines, das mehr im Zwischenmenschlichen angesiedelt ist: </p><p class="whiteline"><!-- s9ymdb:253 --><img class="serendipity_image_right" width="300" height="256"  src="http://www.prmacher.de/uploads/Telefon2010-08-16Klein.png" title="Telefon" alt="" /></p><blockquote><p class="break">Das Telefonieren, genauer gesagt der Moment der Gesprächseröffnung, ist ja ohnehin eine der bizarrsten Kulturtechniken, die je ersonnen wurden. Auf ein akustisches Signal hin lässt man alles stehen und liegen, hält sich was ans Ohr, als würde man salutieren und ruft dann den eigenen Nachnamen in die Stille der eigenen vier Wände: "Müller!"</p></blockquote><p>
</p><p class="whiteline"><em>Bizarr</em>, in der Tat. Wie formvollendet tritt dagegen ein E-Mail auf, das mit einem fröhlichen "Hallo Herr Meier" beginnt.  
</p><p class="whiteline">Noch ein Aspekt auf den die SZ hinweist: Wieder in den USA hat eine Studie gezeigt, dass Politiker, die sich per Telefon austauschten, durchschnittlich 13 Minuten miteinander redeten, im direkten Gespräch hingegen eine dreiviertel Stunde. Außerdem "konnte am Telefon der jeweilige Sprecher gerade mal 15 Wörter sagen, bis sich sein Gegenüber einschaltete, während es in der persönlichen Begegnung fast doppelt so viele waren." 
</p><p class="break">Das gilt nicht selbstverständlich nur für Politiker. Hier zeigen sich vielmehr ganz generell die Grenzen von telefonischen Interviews – im direkten Gespräch kann man einfach mehr erfahren. Die Gesprächspartner sind im realen Vis a Vis auskunftsfreudiger, sie erzählen Dinge, Hintergründe und Einschätzungen, die sie einer Telefonstimme nie verraten würden. Beim Telefonieren will man offenbar möglichst schnell wieder auflegen. Nun fehlt noch eine Studie, die uns sagt, wie sich das bei einer Videokonferenz verhält – liegt sie näher an 13 oder näher an 45 Minuten? Wir sind gespannt auf die Antwort der Wissenschaft. </p> 
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            <name>Rainer Doh</name>
                    </author>
    
        <published>2010-08-11T16:53:00Z</published>
        <updated>2010-08-11T16:53:48Z</updated>
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        <title type="html">Roaming: Selber schuld</title>
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                <p class="break">Vor einiger Zeit haben wir uns hier mit dem <a href="http://www.prmacher.de/index.php?/archives/284-Grenzen-der-Globalisierung.html">Thema Roaming</a> auseinandergesetzt. Anfang der Woche gab es zu diesem Thema einen schönen und sehr lesenswerten Beitrag von Marcus Rohwetter auf <a href="http://www.zeit.de/2010/32/Daten-Roaming">Zeit Online</a>:  </p><blockquote><p class="break">
Das globale Dorf ist die Fata Morgana des Internetzeitalters, und für Datentransfers in ferne Länder werden die Mobilfunker noch viele Horrorrechnungen verschicken. Dabei sind die Netzbetreiber selbst so global wie sonst nur wenige Unternehmen. Die spanische Telefónica bedient knapp 200 Millionen Mobilfunkkunden in zwei Dutzend Ländern, das Handyimperium der Deutschen Telekom reicht von Bonn bis nach Albanien. Die britische Vodafone und die französische Orange treten sogar als einheitliche Marken in jeweils etwa 30 Ländern auf, rund um die Welt. Ein Netz, eine Familie, lautet ihre Botschaft. Die Konzerne geben sich als echte Global Player, doch ihr Gebührensystem ist so übersichtlich wie die Landkarte Zentraleuropas im ausgehenden Mittelalter.</p></blockquote><p>
</p><p class="break">Das freut uns natürlich riesig, wenn ein so großer Laden wie die Zeit unsere Themenvorschläge aufgreift. Erstaunt waren wir über die Reaktionen der Zeit-Leser. Schon wenige Stunden nach dem Start der Diskussion, die bis gestern auf immerhin 75 Beiträge kam, gewann auf Zeit-Online ein heftiger Streit um die Frage "<strong>Selber Schuld</strong>" die Oberhand. Hier ein paar Beipiele: </p><blockquote><p class="break">
Wenn man auf "Klick mich jetzt" hereinfällt und sich nicht vorher über den Preis einer Leistung erkundigt, sollte man nicht jammern.</p></blockquote><blockquote><p class="break">In Ihrem nächsten Artikel können Sie ja mal beschreiben wie das ist, wenn man sich in ein Lokal setzt, keinen Blick auf die Preise wirft, munter bestellt und sich nach der Mahlzeit über die Preise beklagt.</p></blockquote><blockquote><p class="break">Bei jeder anderen Dienstleistung die man in Anspruch nimmt, informiert man sich im Vorfeld ja schließlich auch über die Preise, egal ob Frisör, Makler, Steuerberater oder Taxi. Warum einige Leute meinen, dies bei Mobilfunkdienstleistungen nicht tun zu müssen wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.</p></blockquote><p>
</p><p class="whiteline">… und einiges anderes auch. Sonst wüsste der Kommentator ja, warum man beim Frisör oder im Taxi nicht schnell mal 3.000 Euro zahlen muss. Auch wenn man im Vorfeld keinen Blick auf das Kleingedruckte geworfen hat. Und auch nicht im nicht-europäischen Ausland. 
</p><p class="whiteline">Beindruckend mit welchen Tricks einige Zeit-Leser der "Roaming–Falle" entwischen. Sie legen zum Beispiel im Ausland das Handy unter einen Blecheimer, kaufen vor Ort eine Prepaid-Karte, suchen zum Telefonieren ein Internetcafe auf, nutzen Wifi oder lassen – und das ist meines Erachtens der ganz ultimative Tipp – das Handy <em>einfach ausgeschaltet</em>. Dass wir da nicht gleich draufgekommen sind? Wir setzen gleich noch einen Tipp drauf: Warum überhaupt so weit wegfahren? Selber schuld – ist zu Hause doch auch schön. 
</p><p class="break">Aber irgendwie war das mit Mobility, Connectivty, Global Collaboration usw. schon anders gemeint. Oder haben wir da was ganz falsch verstanden?  </p> 
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        <author>
            <name>Rainer Doh</name>
                    </author>
    
        <published>2010-07-23T08:54:28Z</published>
        <updated>2010-07-23T16:00:09Z</updated>
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        <title type="html"> Das Internet als Bratwurst</title>
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                <p class="break">Das Internet, das so vieles bewirkt hat, hat auch einen neuen Beruf hervorgebracht: den Internet-Philosophen. Das sind Leute, die sich Gedanken machen um das Internet als solches, seine Zukunft, seine Hinter- und Abgründe usw., was halt so zu einer Philosophie gehört. Internet-Philosophen äußern sich natürlich nicht nur im Internet, sie sind auch gern gesehene Gäste in den klassischen Medien, insbesondere in den Feuilletons der großen Tageszeitungen, wo die Internet-Philosophie mittlerweile einen festen Platz hat.</p><p class="break"> </p><p class="break">Im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung hat gerade heute Ethan Zuckerman, der laut SZ am Berkman Center for Internet and Society an der Harvard-Universität forscht, folgendes herausgefunden:</p><blockquote><p class="break">Das Internet ist viel zu groß und komplex, um es zu verstehen. Auf dem Videoportal YouTube werden beispielsweise jede Minute 24 Stunden Videomaterial hochgeladen. Um also nur die Videos eines Tages anzusehen, bräuchten wir vier Jahre. Ohne zu schlafen, auf die Toilette oder zur Psychotherapie zu gehen, die wir dann sicherlich dringend bräuchten.</p></blockquote><p class="break"> </p><p class="break">Das kann man nicht oft genug betonen, dass das Internet so riesig groß ist und dass man es nicht verstehen kann, nicht einmal als Internet-Philosoph. Aber es ist doch auch eine etwas merkwürdige Vorstellung von "verstehen", die der Harvard-Forscher hier zum Besten gibt. Verstehen heißt für ihn offenbar <em>alles anschauen</em>. Eine etwas kindische Auffassung ist das ja schon. Aber so ein Einwand wäre dem mangelnden Ernst der Argumentation vermutlich gar nicht angemessen. Ich versuche es stattdessen mit einem Beispiel: Es verhält sich mit dem Internet nämlich so wie mit den Bratwürsten. Es werden jeden Tag von den Metzgern in aller Welt Millionen und Abermillionen von Bratwürsten hergestellt. Um allein die in einer Stunde hergestellten Bratwürste zu essen, müsste man (grob geschätzt) 2.563 Jahre lang ununterbrochen Bratwürste essen – "ohne zu schlafen, auf die Toilette oder zur Psychotherapie zu gehen". Ein Wahnsinn! Die Metzgerei ist viel zu groß und komplex, um sie auch nur annähernd zu verstehen.</p> 
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        <author>
            <name>Rainer Doh</name>
                    </author>
    
        <published>2010-07-20T12:47:41Z</published>
        <updated>2010-07-21T07:26:27Z</updated>
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        <title type="html">Schon wieder dieses Web</title>
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                <p class="break">Oft schon wurde gemutmaßt, dass der Niedergang der großen Warenhaus-Konzerne etwas mit dem Internet zu tun haben könnte. Möglich wär's, weil das Web an allem schuld ist. Tatsächlich scheint ja der eine oder andere Anbieter mit der wahnwitzigen Geschwindigkeit des Web so seine Schwierigkeiten zu haben: </p><p class="break"><!-- s9ymdb:249 --><img class="serendipity_image_center" width="408" height="83"  src="http://www.prmacher.de/uploads/Karstadt.jpg"  alt="" /></p><p class="whiteline">Heute habe ich das aufgeschnappt, also neun Tage nach dem WM-Finale. Man kann außerdem davon ausgehen, dass auch die letzte WM-Woche für das WM-Geschäft bereits gelaufen war, womit dieser Banner sein Verfallsdatum schon um zwei bis drei Wochen überlebt hat. Es ist aber auch alles so schnell geworden, mit diesem Web. 
</p><p class="whiteline">Leider hält die Karstadt-Website nicht, was der Banner verspricht: Ich hätte fürs Finale gern noch ein paar brasilianische Fähnchen geordert. 

</p><p class="break"><em>(jetzt haben wir also doch noch einen WM-Blog geschrieben)</em></p> 
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        <author>
            <name>Alain Blaes</name>
                    </author>
    
        <published>2010-07-16T09:48:43Z</published>
        <updated>2010-07-16T16:05:59Z</updated>
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        <title type="html">Amerikaner sind nett, und ihre Presseinfos auch</title>
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                <p class="break"><p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; font: normal normal normal 12px/normal Helvetica; ">Das erste, was einem als Neuankömmling in den USA auffällt, ist die überwältigende Freundlichkeit. Wo auch immer man sich bewegt, man wird geradezu überrannt mit Aufmerksamkeit: <em>&quot;It's </em>really<em> great to meet you. Oh, you come from Europe? Awesome. I've been to Paris/Munich/Barcelona/Rome/usw. recently. What do you do? Really? Welcome to the neighborhood. If you need anything, please call me&quot;</em>, samt Überreichung der Visitenkarte. Das ist nicht nur im Bekanntenkreis so, sondern auch beim Shoppen, und sogar im noblen <a href="http://www.prudentialcenter.com/shop/shop_detail.php?id=14" target="_blank">Saks Fifth Avenue</a>&#160;in Boston: <em>&quot;Hi, my name is Lucy. Oh, you come from Germany? That's great. I've been to Paris 20 years ago. Where do you live in Boston? Oh my God, me too. This is my phone number and my e-mail address. If you need anything, please call me.&quot;</em> Wir haben Lucys halbe Lebensgeschichte erfahren und konnten uns von der verbalen Umklammerung nur schwer lösen. Im Massenbetrieb Supermarkt geht es etwas zurückhaltender zu, aber die obligatorische Floskel <em>&quot;How are you? Good, how are you? Good, thank you&quot;</em> ist allgegenwärtig. </p> </p><p class="break"><p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; font: normal normal normal 12px/normal Helvetica; "> </p> </p><p class="break"><div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 300px; "> </p><p class="break"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:247 --><img class="serendipity_image_left" width="300" height="200" src="http://www.prmacher.de/uploads/Skyline.jpg" /></div> </p><p class="break"><div class="serendipity_imageComment_txt">In den USA ist alles anders</div> </p><p class="whiteline"></div>Wer seit vielen Jahren mit dem bayerischen <a href="http://www.bayrisch-lernen.de/popups/granteln.html" target="_blank">Granteln</a> zu kämpfen hat und bei Taxifahrer/Kellner/Verkäuferin/usw. jede überflüssige Regung meidet, um bösen Blicken oder strafender Nichtbeachtung zu entkommen, ist zunächst einmal völlig perplex. Natürlich lernt man schnell, dass die zugetragene US-Freundlichkeit oberflächlich ist (was nicht heißen soll, dass sie im Augenblick nicht ehrlich gemeint ist). Niemand erwartet wirklich, dass man anruft. Lucy würde sich nicht einmal an uns erinnern. Die Freundlichkeit ist ein tief verankertes Element des amerikanischen <em>social behaviour</em>: Sie ist kulturell wichtig, aber bleibt doch stets kosmetisch und ist nicht dazu gedacht, verbindlich zu sein. 




















</p><p class="break"><p> </p> </p><p class="break"><p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; font: normal normal normal 12px/normal Helvetica; ">Und so sind auch amerikanische Presseinformationen mit ihren überschwänglichen Quotes à la <em><a href="http://www.prmacher.de/index.php?/archives/286-Achtung-Quote.html" target="_blank">&quot;We are so excited…&quot;:</a></em>&#160;&#160;Sie waren nie dazu gedacht, veröffentlicht zu werden, niemand erwartet es, und es passiert auch nicht. Die Intention ist vielmehr, einfach nur freundlich zu sein, genauso wie der Kassierer mit <em>&quot;How are you?&quot;</em> und Lucy mit <em>&quot;Call me anytime.&quot;</em> Reflex-bedingte Nettigkeiten ohne tieferen Hintergrund, beruhend auf einem gesellschaftlichen Konsens. </p> </p><p class="break"><p style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; font: normal normal normal 12px/normal Helvetica; ">Das ist nun einmal so und ist auch solange ok, bis das deutsche Management der Meinung ist, Presseinformationen müssten inklusive der Quotes wortwörtlich übersetzt werden und müssten womöglich auch in dieser Form in den Medien erscheinen. Dem liegt ein großes Missverständnis zu Grunde, das aus einer unverbindlichen Nettigkeit eine verbindliche Aussage ohne nennenswerten Inhalt macht. Im besten Fall wird eine solche Quote von der deutschsprachigen Presse herausgestrichen, im schlechtesten Fall die komplette Presseinformation ignoriert. </p></p> 
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            <name>Rainer Doh</name>
                    </author>
    
        <published>2010-07-15T10:56:10Z</published>
        <updated>2010-07-16T14:08:43Z</updated>
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        <title type="html">Achtung Quote</title>
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                <p class="whiteline">Insbesondere Presseinformationen amerikanischer IT-Unternehmen lieben Zitate/Quotes über alles, sie können davon gar nicht genug bekommen. Am besten in jeder Meldung sechs Stück: Ein Zitat von einem Vice-Presidenten, eines von einem Kunden, eines von einem Analysten, eines von einem anderen Vice-Presidenten,  eines von einem Partner und eines von Microsoft. 
</p><p class="break">Der Informationsgewinn solcher Quotes ist leider meist sehr reduziert. Es werden in der Regel die Aussagen des Fließtextes mit anderer Wortstellung wiederholt oder Trivialitäten verkündet. In jeden Fall aber mit einem kräftigen &quot;We are very excited …&quot; unterfüttert. <em>&quot;Wir freuen uns außerordentlich, dass wir unser neues Produkt nun fertiggestellt haben.&quot;</em> Ah ja. Oder schlicht: </p><blockquote><p class="break">&quot;Our solution meets those requirements,&quot; Mr. Such-and-such said.</p></blockquote><p class="whiteline">Zumindest in den deutschen Medien sind solche Quote-Rallyes allerdings nicht so beliebt (es soll aber auch amerikanische Medien geben, die dergleichen unter den Tisch fallen lassen – aber das ist schon wieder ein anderes Thema). Mehr als ein Zitat wird daher nicht übrig bleiben, wenn eine Meldung zur Veröffentlichung übernommen wird, wenn überhaupt. In den Print-Ausgaben eher gar keines. 
</p><p class="break">Wozu auch: Drei Zitate würden mehr Textvolumen ohne mehr Inhalt erzeugen und das ist das genaue Gegenteil dessen, was derzeit bei Texten als Medien-Trend gilt: <strong>kurz, kompakt, konzentriert</strong>. Und wenn etwas schon nicht in 140 Zeichen abzuhandeln ist, so sollte man es doch wenigstens in 140 Worten versuchen. Insofern sind diese ellenlangen Mehrfachzitate auch nicht einfach nur überflüssig, sondern sogar kontraproduktiv: Sie blähen die Meldungen auf und senden dem Leser/Redakteur vor jedem Inhalt zuerst einmal folgendes Signal: </p><blockquote><p class="break">ACHTUNG! Langer Text. Schwere Kost. Beiseite legen. Morgen anschauen. Zuerst was anders lesen.</p></blockquote><p class="break"> </p><p class="whiteline">Solche Signale wollen wir natürlich nicht aussenden. Wir bleiben flexibel, thinken global und acten lokal, übernehmen US-Meldungen also nie 1:1. Unter anderem deswegen. Natürlich wären die Vice-Presidenten, der Kunde aus Oklahoma, der Analyst aus Boston, der Partner aus Detroit und vor allem Microsoft (das in Redmond vermutlich eine ganze Abteilung Quote-Men beschäftigt) furchtbar gern auch einmal in einer deutschen Pressemeldung zu Wort gekommen. Aber es gilt weiterhin die Devise: <em>Kommunikation ist das, was ankommt</em>. 
</p><p class="whiteline">Fehlt noch was? Ach ja:
</p><blockquote><p class="break">Ich bin sehr begeistert, dass dieses Thema endlich einmal aufgegriffen wird. </p><p class="break"><em>sagt Alain Blaes, Geschäftsführer von PR-COM in München</em></p></blockquote><p> <em>(mehr zu diesem Themenkomplex <a href="http://www.prmacher.de/index.php?/archives/161-Worlds-First-Innovative-Thingamabob.html">hier</a>)</em></p> 
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            <name>Rainer Doh</name>
                    </author>
    
        <published>2010-06-30T14:18:34Z</published>
        <updated>2010-07-15T15:00:57Z</updated>
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        <title type="html">Grenzen der Globalisierung</title>
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                <p class="whiteline">Es gibt also auch gute Nachrichten: Ab 1. Juli müssen auf Druck der EU-Kommission und gegen intensiven Widerstand der Provider die leidigen Roaming-Gebühren für Handy-Gespräche und für Datenverkehr gesenkt werden. Ist das eine gute Nachricht? Oder eher eine aus der Kategorie "der Schmerz lässt nach"?
</p><blockquote><p class="break">Zufrieden ist die EU mit dem bislang Erreichten allerdings nicht. Zwar seien die Kosten für Roaminganrufe zwischen EU-Migliedsstaaten seit 2005 um über 70 Prozent und für versandte SMS um über 60 Prozent zurückgegangen, dennoch gebe es nach wie vor keinen echten Wettbewerb auf dem Roaming-Markt. EU-Kommissarin Neelie Kroes dazu: "(...) Auch drei Jahre nach dem Inkrafttreten der Vorschriften liegen die Endkundenpreise der meisten Betreiber noch immer dicht an den verbindlichen Preisobergrenzen." (<a href="http://www.teltarif.de/eu-euro-tarif-roaming-fazit-zu-hohe-preise/news/39262.html">Quelle</a>)</p></blockquote><p>
</p><p class="whiteline"><div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 200px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:234 --><img class="serendipity_image_right" width="200" height="292"  src="http://www.prmacher.de/uploads/IMG_0130_400.jpg" title="IMG_0130_400.jpg" alt="" /></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Quelle: Vodafone</div></div>Bleibt die Frage, warum es überhaupt (noch) Roaming-Gebühren gibt. Rund 15 Jahre nach der flächendeckenden Einführung des mobilen Telefonierens gibt es noch immer kein Gebührenmodell, das von nationalen Grenzen unabhängig ist. Nicht einmal innerhalb der EU, von weltweit will man da gar nicht anfangen. Was haben die Mobil-Provider nicht alles hinbekommen in dieser Zeit, sie sind zu schwergewichtigen Playern in der Weltwirtschaft aufgestiegen, sie können Multimedia, Klingelsounds, Surfen, Downloaden, Filemanschauen und wasweißichnichtalles – aber dass man in Wien, in Lyon oder in Kopenhagen mit seinem normalen Tarif telefonieren kann, das geht absolut nicht. Da ist gleich Schluss mit Globalisierung, wenn man ein Geschäftsmodell hat, das auf dem Gegenteil beruht. Ein Armutszeugnis? Ach was! Auch das Gegenteil. 
</p><p class="break">Aber immerhin ein Auslaufmodell:</p><blockquote><p class="break">EU beharrt auf Abschaffung der Roaming-Gebühren bis 2015</p></blockquote><p>
</p><p class="break">Bis dahin muss den Roaming-Kings was Neues einfallen. </p> 
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            <name>Rainer Doh</name>
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        <published>2010-06-29T13:57:00Z</published>
        <updated>2010-06-29T14:29:47Z</updated>
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        <title type="html">Strategische Erosion</title>
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                <p class="whiteline">Die Erosion der IT-Fachpresse geht weiter. Im letzten Sommer hatte es die Computerzeitung erwischt, nun streicht neben der Network Computing auch die <strong>Informationweek</strong> aus dem Weka-Verlag die Segel. Dem Sterben dieses ruhmreichen Titels konnte man schon seit einiger Zeit fast zusehen: Schon lange erschien diese "Week" nicht mehr wöchentlich, immer dünner wurde das Heft und immer weniger Anzeigen wurden geschaltet. In der Ausgabe 4/2010 waren bei einem Gesamtumfang von 36 Seiten gerade noch sechs ganzseitige Anzeigen zu finden. 
</p><p class="whiteline">Dabei war die Informationweek, auch wenn dem Ende zu die Mischung aus redaktionellen und aus Gast-Beiträgen gelegentlich etwas in Schieflage geraten ist, qualitativ immer überdurchschnittlich. Vor allem, weil sie Fragen der strategischen IT behandelt hat und sich nicht in Artikeln rund um iPhone und iPad verlor. Oder war gerade das das Problem? Gibt es für Print-Titel, die sich um strategische IT kümmern, keinen Markt mehr?
</p><p class="whiteline">Und warum investieren die IT-Unternehmen nicht mehr in Medien, die doch <em>ihre</em> Themen behandeln? <a href="http://www.opensourcepr.de/2010/06/25/fachtitel-sterben-fachblogs-leben-zum-ende-von-informationweek-und-network-computing/">Tapio Liller vom Blog Open Source PR</a> ist das Thema vor ein paar Tagen grundsätzlich angegangen und kommt zu folgendem Schluss: 
</p><blockquote><p class="break">InformationWeek und Network Computing sind die zwei jüngsten Opfer einer Fachmedienkrise, die schon vergangenes Jahr die Computer Zeitung und weitere IT-Titel aus dem Leinfeldener Konradin-Verlag dahingerafft hatte. Sie verließen sich zu lange darauf, dass IT-Manager und Administratoren gern Gedrucktes auf dem Schreibtisch haben, und verpassten den Anschluss im Web. Dort bestimmen inzwischen die großen Unternehmenssoftware- und Hardware-Häuser selbst die Agenda. Genauso wie sie Hausmessen veranstalten, statt auf die CeBIT zu gehen, betreiben Sie eigene Publikationen – gedruckt – und vor allem im Netz, statt Werbung in Fachtiteln zu schalten. Außerdem nutzen sie ihre Web-Präsenzen, auch in Form von Corporate Blogs, als PR-Werkzeug. Oft werden Neuerungen zuerst auf einem Blog angekündigt, erst dann werden die Fragen der Presse beantwortet. Früher undenkbar. So schwindet den einstmaligen Gatekeepern in den Fachredaktionen ein wichtiger Wert ihrer Arbeit: die Exklusivität.</p></blockquote><p>
</p><p class="whiteline">Eigentlich möchte man sagen: Genau so ist es!  Wäre da nicht die lästige Empirie. Anfang des Jahres haben wir nämlich selbst eine <a href="http://www.prmacher.de/index.php?/archives/227-Theorie-und-Blog-deutsche-IT-Unternehmen-und-Corporate-Blogs-Teil-I.html">Untersuchung über die Nutzung von Blogs in der IT</a> durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass, von einer Handvoll Ausnahmen abgesehen, selbst die größten und bedeutendsten IT-Unternehmen so gut wie gar nicht bloggen. Wir haben jedenfalls nicht viel davon bemerkt, dass neue Produkte in Blogs angekündigt werden, und von einer Diskussion von strategischen Fragen war auch nichts zu sehen. 
</p><p class="whiteline">Bezeichnend auch eine <a href=" http://www.computerwoche.de/netzwerke/web/1931903/">Übersicht der besten IT-Blogs</a>, die die CW im März vorgestellt hatte: Sogar hier überwiegen die Gadget-Blogs, und netzpolitik.org und basicthinking.de mögen ja interessante Blogs sein, aber nicht für  IT-Strategien. 
</p><p class="whiteline">Wo also wird kommuniziert, wenn es um die IT jenseits von iPad und Excel-Tipps geht? Es gibt natürlich eine Menge kleiner Blogs, die mal dieses und mal jenes wichtige Thema aufgreifen. Aber für Einzelkämpfer stellt sich hier schnell die Ressourcenfrage – wenn es darum geht, an Themen dran zu bleiben und auch Seitenlinien in aller Breite zu verfolgen, haben sie gegenüber einer Redaktion immer einen Nachteil. Aber die etablierten Redaktionen scheinen diesen Vorteil derzeit nicht nutzen zu können. 
</p> 
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