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    <title>Heike Schubert - PRmacher</title>
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    <title>Dirndl macht Ministerpräsidenten?</title>
    <link>http://www.prmacher.de/index.php?/archives/14-Dirndl-macht-Ministerpraesidenten.html</link>
            <category>PR und Kommunikation</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Heike Schubert)</author>
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    &lt;p class=&quot;whiteline&quot;&gt;Es gibt Dinge, da schlagen PR-Berater die Hände über dem Kopf zusammen – wenn auch meist im Verborgenen. Beratungsresistenz bei Kunden ist der Albtraum eines jeden Öffentlichkeitsarbeiters. 
&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;whiteline&quot;&gt;So muss unser Mitleid aktuell demjenigen Kollegen oder derjenigen Kollegin gehören, der oder die Günther Beckstein während der Landtagswahl coachen musste. Nicht nur, dass wir heute wissen, dass man das PR-Ziel „Beckstein als Landesvater und Ministerpräsident“ nicht erreichte, nein, man musste im Vorfeld auch mit dem selbstkreierten Krisenszenario: „Kein Dirndl zum Oktoberfest“ umgehen. Ich bin mir sicher, dass man versuchte, mit Engelszungen eine Dirndellierung der Ministerpräsidentengattin herbeizuführen. Wie gesehen: ohne Erfolg.
&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;whiteline&quot;&gt;Der Spruch „Laptop und Lederhosen“ drückt nicht umsonst das bayerische Lebensgefühl vieler „Ureinwohner“ und „Zuogroasten“ aus. Man könnte das Ganze auch mit „iPod und Dirndl“ ins Weibliche übersetzen. Und es gibt einen Ort und eine Zeit in Bayern, an der man dies ganz besonders deutlich spürt: das Oktoberfest.
&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;whiteline&quot;&gt;Es wäre wohl keine PR-Krise gewesen, wäre Beckstein für die Grünen oder die Linke angetreten. Von diesen ist man eher überrascht, wenn sie sich der allgemeinen und in den letzten Jahren verstärkt gepflegten Sitte des „ich hülle mich in Tracht“ (oder was die meisten dafür halten) unterwerfen. Aber von einem CSUler, respektive dessen Anhang, wird die Einhaltung des Axioms „Bayer auf dem Oktoberfest = urig = trachtig = Dirndl oder Lederhosen“ einfach erwartet. 
&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;break&quot;&gt;Leitkultur hin oder her, Frau Beckstein hat sich als starke Frau an der Seite ihres Mannes gezeigt und nicht verbiegen lassen. PR-technisch eigentlich auch nicht schlecht, da Authentizität immer sympathisch macht und in der Regel gut ankommt. Aber in diesem Fall? In diesem Fall hätte ich gerne die Zahlen der diversen Umfrageinstitute gesehen. Nicht, dass die Verweigerung der Zurschaustellung der bayerischen Identität die Wahl entschieden hat. So weit gehe ich hier nicht. Nein, aber ich glaube, es war ein weiterer Tropfen, der das Fass dem Überlaufen und die CSU der Wahlschlappe näher gebracht hat.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 03 Oct 2008 17:14:44 +0200</pubDate>
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    <title>Von „low hanging fruits“ und meinem Beruf als „Gärtner“</title>
    <link>http://www.prmacher.de/index.php?/archives/6-Von-low-hanging-fruits-und-meinem-Beruf-als-Gaertner.html</link>
            <category>PR und Kommunikation</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Heike Schubert)</author>
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    &lt;p class=&quot;whiteline&quot;&gt;Ich vermute, fast jeder von uns fragt sich manchmal, was er in seinem Beruf so den ganzen Tag über macht. Ich habe seit Kurzem die Antwort: Ich ernte. 
&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;whiteline&quot;&gt;Ich ernte „low hanging fruits“ – zuerst natürlich. Das mache ich so: Ich dünge die Presselandschaft mit dem Stärksten, was es so auf dem Markt gibt, und tue dies in einer geradezu penetranten Art, so dass den Meldungen über meine Kunden gar nichts anderes übrig bleibt, als aus dem Boden zu schießen. Plupp – rein ins Körbchen. 
&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;whiteline&quot;&gt;Leider handelt es sich bei diesen „low hanging fruits“, wie auch bei den untersten Kirschen eines Kirschbaums, nicht um die schmackhaftesten Früchte. Zu schnell gewachsen und zu wenig Sonne machen sie schnell vergänglich und verstellen leider manchmal den Blick auf das, was höher hängt. 
&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;whiteline&quot;&gt;Und da wären wir dann bei den mit Liebe und intensiver Pflege herangezogenen Früchten. Veröffentlichungen und Erfolge, von denen man noch nach Monaten spricht. Zieht man den Gartenvergleich wieder heran: Kirschen, die so voller Süße und Geschmack sind, dass kaum einer sie zu vergessen vermag. Hinter ihrer Pracht steckt viel Arbeit. Unablässiges Befassen mit dem Gewächs, das stete Bearbeiten des Bodens und die Abwehr von Schlechtwettereinflüssen gehören zum Alltag. 
&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;whiteline&quot;&gt;Umso schöner ist dann die Ernte. Sie sollten den Jubel hören, wenn ein ganz besonders schönes Exemplar zu Tage tritt.  Der Stolz auf den Erfolg, das ist es, was meinen Beruf krönt. Das Wissen um die „Bodenbeschaffenheiten“, die „Ansprüche der Pflanzen“ und den „Schutz vor Schädlingen“, das ist mein Handwerkszeug.
&lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;break&quot;&gt;So habe ich für mich meinen PR-Alltag definiert. Mit diesem Bild kann ich sehr gut leben, denn es sagt mir stets, was ich hier eigentlich tue, auch dann, wenn ich mir zum wiederholten Mal eine Abfuhr geholt habe, endlos recherchiere oder abstimme. Es hat einen Sinn: Die „high hanging fruits“ sind das Ziel.&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 29 Sep 2008 17:59:08 +0200</pubDate>
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