Artikel mit Tag IT-IndustrieVerwandte Tags blog blogger datenschutz dell depression deutsche blogger deutsche blogs facebook faz gez gutjahr handy handyortung ibm informationelle selbstbestimmung it it-industrie itk-branche jako journalismus kreativität kunden medien medienkrise messe "discuss & discover" netzpolitik pr pr-gau pr-kampagne recht sap schaar siemens social media sprache sprachwandel sz tracking tschechien tweet twitter unrecht vdi vorratsdatenspeicherung web 2.0 welt wlan zeit burda handelsblatt leistunsschutzrecht springer verlage zeitschriftensterben computerzeitung infomationweek it-medien it-strategie konradin web weka Deflation Inflation Krise Wirtschaftskrise großrechner mainframe trend investitionen it-terminologie roi saas go google hochverfügbarkeit programmiersprachen server software newsletter Architektur cloud computing datensicherheit it-kosten SaaS SOA Software abwrackprämie auto bahn boom CeBIT cobol deutsch e-commerce krisenvorsorge Messe open source pressemitteilungen reichtum spiegel online technologie wirtschaftskrise content Hombach internet ipad kirche macbook medientage murdoch navi otto print-medien reader sarkozy skiff social responsibility video wahlkampf waz werbung wikipedia youtube krise amazon drm e-book ebook IT-Strategie kindle apple berlin bewerber boston cap day dax eu flickr kommunikation krisen-pr obama politik pr-strategie republica social commerce soziale netze todesstrafe umfrage unternehmenskommunikation usa wetab arbeitgeber bierzelt blippy cebit datenmissbrauch datenskandale google street view identität identitätsdiebstahl innovation maus multitasking persönlichkeitsrechte schirrmacher sommerloch stil studie vatikan xing sourcing wettbewerbsfähigkeitDienstag, 29. Juni 2010
Strategische Erosion Geschrieben von Rainer Doh
in Medien um
15:57
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: computerzeitung, infomationweek, it-industrie, it-medien, it-strategie, itk-branche, weka
Strategische ErosionDie Erosion der IT-Fachpresse geht weiter. Im letzten Sommer hatte es die Computerzeitung erwischt, nun streicht neben der Network Computing auch die Informationweek aus dem Weka-Verlag die Segel. Dem Sterben dieses ruhmreichen Titels konnte man schon seit einiger Zeit fast zusehen: Schon lange erschien diese "Week" nicht mehr wöchentlich, immer dünner wurde das Heft und immer weniger Anzeigen wurden geschaltet. In der Ausgabe 4/2010 waren bei einem Gesamtumfang von 36 Seiten gerade noch sechs ganzseitige Anzeigen zu finden. Dabei war die Informationweek, auch wenn dem Ende zu die Mischung aus redaktionellen und aus Gast-Beiträgen gelegentlich etwas in Schieflage geraten ist, qualitativ immer überdurchschnittlich. Vor allem, weil sie Fragen der strategischen IT behandelt hat und sich nicht in Artikeln rund um iPhone und iPad verlor. Oder war gerade das das Problem? Gibt es für Print-Titel, die sich um strategische IT kümmern, keinen Markt mehr? Und warum investieren die IT-Unternehmen nicht mehr in Medien, die doch ihre Themen behandeln? Tapio Liller vom Blog Open Source PR ist das Thema vor ein paar Tagen grundsätzlich angegangen und kommt zu folgendem Schluss:
Eigentlich möchte man sagen: Genau so ist es! Wäre da nicht die lästige Empirie. Anfang des Jahres haben wir nämlich selbst eine Untersuchung über die Nutzung von Blogs in der IT durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass, von einer Handvoll Ausnahmen abgesehen, selbst die größten und bedeutendsten IT-Unternehmen so gut wie gar nicht bloggen. Wir haben jedenfalls nicht viel davon bemerkt, dass neue Produkte in Blogs angekündigt werden, und von einer Diskussion von strategischen Fragen war auch nichts zu sehen. Bezeichnend auch eine Übersicht der besten IT-Blogs, die die CW im März vorgestellt hatte: Sogar hier überwiegen die Gadget-Blogs, und netzpolitik.org und basicthinking.de mögen ja interessante Blogs sein, aber nicht für IT-Strategien. Wo also wird kommuniziert, wenn es um die IT jenseits von iPad und Excel-Tipps geht? Es gibt natürlich eine Menge kleiner Blogs, die mal dieses und mal jenes wichtige Thema aufgreifen. Aber für Einzelkämpfer stellt sich hier schnell die Ressourcenfrage – wenn es darum geht, an Themen dran zu bleiben und auch Seitenlinien in aller Breite zu verfolgen, haben sie gegenüber einer Redaktion immer einen Nachteil. Aber die etablierten Redaktionen scheinen diesen Vorteil derzeit nicht nutzen zu können. Montag, 28. Juni 2010
SaaS am Point of No Return Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte um
09:48
Kommentare (0) Trackbacks (0) SaaS am Point of No ReturnDer ROI (Return-on-Investment) ist zu einem der wichtigsten Kriterien für die Beurteilung von IT-Projekte geworden. Je kürzer desto besser: Höchstens ein Jahr ist fast schon die Minimalanforderung. SaaS (Software as a Service) will da nicht zurückstehen und so versprechen auch SaaS-Anbieter den kurzen ROI – am besten gleich unter sechs Monaten. Das dürfte in der Praxis allerdings etwas schwierig werden. Definitionsgemäß ist SaaS "Service" und für Unternehmen nicht zuletzt deshalb so interessant, weil eben keine Investition nötig ist. Man kann mit dem Service sofort loslegen, jederzeit erweitern und wenn das eigene Geschäft andere Wege einschlägt, kündigt man den Service-Vertrag und muss dann nicht einmal überflüssige Computer entsorgen. Und der ROI? Wer keine Investition tätigt, bekommt natürlich auch nichts zurück: No Investment – No Return. Das ergibt sich aus dem Service-Konzept, bei dem laufende Kosten an die Stelle von Anlageinvestitionen treten. Anschub-Investitionen für die Umstellung des IT-Betriebs auf SaaS mag es geben, sie betreffen aber nicht den Kern der Anwendungen und taugen so auch nicht zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Projekts. Die kann sich nur erweisen, indem man die laufenden Kosten der SaaS-Lösung mit ihrem Beitrag zum Unternehmenserfolg vergleicht. Wenn heute also SaaS-Projekte immer wieder mit einem extrem kurzen ROI prunken, so ist das Etikettenschwindel. Da man in die neue Infrastruktur nichts bis wenig investieren muss, ist auch ein ROI von einer Woche kein Kunststück. Im Idealfall wird der Wert immer gegen Null tendieren. Mittwoch, 10. März 2010
Aus der Skurrilitätenschmiede Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
15:21
Kommentare (0) Trackbacks (0) Aus der SkurrilitätenschmiedeDiese Meldung ist natürlich einen Blog-Beitrag wert:
Schön, dass wir künftig auch bloggen können, wenn uns kein Thema einfällt, da ist in der Vergangenheit ja so mancher Blog nicht zu Stande gekommen. Gut gefällt mir auch dieses Feature der neuen Lösung:
Wirklich wichtige Themen werden nie alt, man kann sie nicht breit genug walzen. Ein Leser des Heise-Forums erinnert in diesem Zusammenhang an die berühmte "Motiv-Klingel" für Fotoamateure. Als direkte Zielgruppe der neuen Software sind wir trotzdem gespannt auf die Conference on Human Factors in Computing Systems in Atlanta, auf der die IBM-Wissenschaftler Werner Geyer und Casey Dugan über ihre Erfahrungen mit einem ersten firmeninternen Test berichten wollen. Dienstag, 26. Januar 2010
Theorie und Blog – deutsche ... Geschrieben von Rainer Doh
um
11:59
Kommentare (5) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: blog, blogger, it, it-industrie, itk-branche, medien, social media, web 2.0
Theorie und Blog – deutsche IT-Unternehmen und Corporate Blogs (Teil III)Im ersten Teil unserer Untersuchung der Blogs deutscher IT-Unternehmen war es um "Theorie" gegangen – also um die Grundsatzfrage, wozu Unternehmen bloggen. Im zweiten Teil hatten wir uns angeschaut, was die deutschen IT-Unternehmen beim Bloggen so zu Stande bringen und das ernüchternde Ergebnis war: Überwiegend nichts. Umso weniger wollen wir versäumen, die wenigen Highlights gebührend zu würdigen.
Kommunikationsanbieter wie Vodafone, O2 oder Nokia verfügen über Blogs, wobei diese natürlich Consumer-orientiert sind ("Wir schenken Euch das Rentier aus dem TV-Spot"). Es ist nicht ganz das, was uns interessieren würde, aber es ist eben das, was diese Unternehmen kommunizieren wollen. Umso mehr muss es erstaunen, dass auch diese Blogs keineswegs einfach zu finden sind. Die direkte Verlinkung auf der Homepage fehlt auch hier – und sogar hier ist der unvermeidliche Newsletter gleichzeitig nur einen Klick entfernt. Nokia verlinkt sogar Twitter und Facebook, aber nicht den eigenen Blog, den man aufwändig suchen muss. Dabei müsste man sich für den doch gar nicht schämen. Letzten Endes bleiben unter den 100 untersuchten Unternehmen magere drei, die über einen rundum gelungenen Blog-Auftritt verfügen. Gelungen heißt für uns ganz unbescheiden: • leicht zu finden – wir wollen Blogs lesen und nicht suchen • regelmäßig gepflegt – Blogs vom November interessieren uns jetzt nicht nicht mehr so sehr • guter Themenmix – Sebastians Erfahrungen mit Powerpoint wollen wir auch nicht lesen • in deutscher Sprache – sollten wir uns irgendwann mal über finnische Blogs Gedanken machen, lesen wir Blogs gern auf Finnisch. Gewinner sind die Blogs von Microsoft, Fraunhofer IAO und Cirquent (falls ein Leser dieses Blogs noch einen vierten oder gar fünften IT-Lieblingsblog kennen sollte, nehmen wir diesen gerne noch nachträglich auf). Bei den beiden letzteren ist der Blog sogar auf der Homepage verlinkt, bei Microsoft ist er immerhin über das Suchfenster schnell zu finden. Microsoft nutzt Blogs am intensivsten, es gibt eine richtige Landing-Page für Blogs zu allen Themen rund um die Microsoft-Produkte. Ich habe 24 deutsche Blogs gezählt; nicht alle sind brandaktuell, aber das ist bei so vielen Blogs auch nicht erforderlich. Schon merkwürdig, dass ausgerechnet das so oft als böser Bube der IT gescholtene Microsoft sich hier in dieser Weise präsentiert. Aber über die "Gewinner" müssen wir hier ohnehin keine Worte verlieren. Die können je ihre Taten sprechen lassen. Doch was ist nur mit all den anderen los? Die IT in Deutschland trotzt auf breiter Front dem Zeitgeist: • Dialog mit Kunden und Öffentlichkeit? Wollen wir nicht. • Adressierung lokaler Märkte? Wir sind nicht von hier. • Entwicklung der Kommunikationsinstrumente von morgen? Warten wir noch ab. • Aufbau einer Community? Brauchen wir nicht. • Image als innovatives Unternehmen? Haben wir schon. Aber: Wollen Sie nicht unseren Firmen-Newsletter abonnieren? Dienstag, 26. Januar 2010
Theorie und Blog – deutsche ... Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
10:58
Kommentar (1) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: blog, blogger, it, it-industrie, itk-branche, medien, social media, web 2.0
Theorie und Blog – deutsche IT-Unternehmen und Corporate Blogs (Teil II)Im ersten Teil unserer Untersuchung der Blogs deutscher IT-Unternehmen war es um die "Theorie" der Corporate Blogs gegangen. Demzufolge ist nun die Praxis dran. IT-Unternehmen haben wir uns vorgenommen, weil wir vermuteten, dass Unternehmen dieses Sektors eine besondere Affinität zum Web in all seinen Erscheinungsformen haben müssten. Überprüft wurden die Websites von 100 IT- und Telekommunikations-Unternehmen, die nach der Zahl der Beschäftigten zu den 150 größten dieses Sektors gehören. Nicht berücksichtigt wurden Unternehmen, die im Wesentlichen ausgelagerte IT-Abteilungen sind, wie zum Beispiel die HVB Information Services GmbH. Wenn wir übrigens auf einer Website innerhalb von fünf Minuten auch unter Verwendung der Suchfunktion keinen Blog finden konnten, haben wir die Suche abgebrochen – wenn Blogs nicht leicht zu finden sind, taugen sie auch nicht als Kommunikationsinstrument.
2. Die Blogs Das Ergebnis der Untersuchung lässt sich sehr kurz wiedergeben: IT-Unternehmen in Deutschland nutzen die Blogs so gut wie nicht für ihre Kommunikation. Unter den 100 ausgewählten Unternehmen konnten lediglich acht deutschsprachige Blogs identifiziert werden. 19 Unternehmen weisen immerhin Blogs in englischer Sprache auf, drei Unternehmen bloggen in beiden Sprachen. Interne Blogs konnten natürlich nicht berücksichtigt werden, es ging uns aber ohnehin nur um die nach außen wirkende Kommunikation. Unter den Blog-abstinenten Unternehmen sind zahlreiche große und sehr renommierte.
Zwei Ursachen kommen dafür in Frage: Zum einen, dass Unternehmen den Nutzen von Blogs nicht sehen, zum anderen, dass sie ihn zwar sehen, aber dafür trotzdem keine Ressourcen bereitstellen wollen beziehungsweise können. Zum Nutzen von Blogs wurde im ersten Teil eigentlich schon alles gesagt. Mag sein, dass das IT-Unternehmen nicht so sehen. Mag sein, dass Blogs nicht das zentrale Kommunikationsinstrument sein werden, aber dass sie ein wichtiges Instrument in einer Medienlandschaft sein werden, dürfte unbestritten sein. Nicht zuletzt weil die Medienlandschaft künftig wesentlich breiter aufgefächert sein wird. Das Ressourcen-Problem ist eine Folge der Nutzen-Frage: Nur Unternehmen, die in Blogs einen geringen Nutzen sehen, scheuen den dafür nötigen Aufwand. Dass IT-Anbieter mit ein paar tausend Mitarbeitern keine Ressourcen haben sollten, einen Blog zu pflegen, ist nicht nachvollziehbar. Wir können das umso weniger verstehen, als fast alle Unternehmen durchaus Ressourcen für Firmenmagazine, Kundenzeitungen und Newsletter bereitstellen können, und hier schafft man es meist auch, einen Link prominent auf der Homepage unterzubringen. Offenbar liebt die deutsche IT diese Retro-Kommunikation, die ja weder ein schnelles und flexibles Reagieren, noch einen Dialog mit den Adressaten erlaubt. Wir haben darauf verzichtet nachzulesen, was die selben Unternehmen ihren Kunden beispielsweise über Agilität, Flexibilität und Innovation erzählen. Aber wir haben so unsere Vermutungen. ![]() Sun: Tausende von Blogs - aber keine Ressourcen für deutsche Blogs?
Interessanterweise verfügt Sun, obwohl es ein amerikanisches Unternehmen ist, sehr wohl über eine deutsche Website, verschickt deutsche Pressemeldungen und verteilt – hatten wir es nicht geahnt? – auch einen deutschen Newsletter. Das Amerikanische bei Sun trifft also nur die Blogs. Und im Grunde verhält es sich ja genau umgekehrt: Würde Sun hierzulande wie ein amerikanisches Unternehmen agieren, dann wüsste es auch hier, wie wichtig Blogs sind und dann hätte es auch Blogs in der Landessprache. Dabei wollen wir gar nicht bestreiten, dass es auch Blog-Themen geben mag, für die Englisch einfach ein wenig besser passt, beispielsweise in der Softwareentwicklung. Aber man muss sich hier schon einmal die Größenordnungen vor Augen führen: Sun hatte (zum Zeitpunkt unserer Untersuchung) weltweit 5.597 Blogs von 4.606 Bloggern, die insgesamt 173.134 Beiträge verfasst hatten. Und da sollten keine Ressourcen für einige Blogs in den Landessprachen der Länder mit Sun-Niederlassungen sein? Man muss natürlich auch wollen. Übrigens: bei Oracle sieht es genauso aus, insofern passen die beiden prima zusammen. Umgekehrt gibt es auch deutsche Unternehmen, die nur auf Englisch bloggen, beispielsweise die Software AG oder IDS Scheer. Ja, wir wissen schon: "Wir sind ein internationales Unternehmen …" und Englisch beweist Internationalität, Globalität und Modernität, aber eine besondere Wertschätzung des immerhin zweitgrößten IT-Marktes kommt darin nicht zum Ausdruck. Und auch hier ist festzuhalten: Wir sprechen hier nicht von Unternehmen mit 40 oder 50 Mitarbeitern, die sich entscheiden müssen, ob sie einen Blog in E oder D führen. In unserer Untersuchung haben wir an ein paar Stellen auch ein wenig tiefer gebohrt, denn manchmal wollten wir es einfach nicht glauben, dass es bei diesem oder jenem renommierten IT-Unternehmen keinen einzigen Blog geben sollte. Wir haben uns dann bei der Pressestelle erkundigt, wo wir denn den Corporate Blog finden könnten. Da wurde uns dann zum Beispiel mitgeteilt: Das Unternehmen "… bietet keinen 'Corporate Blog' an. Sollten Sie weiterführende Informationen über das Unternehmen benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden." Hier drängt sich der Eindruck auf, Social Media könnte trotz umfassender Medienoffensive doch noch nicht überall verstanden worden sein: Blogs sind doch nicht "weiterführende Informationen über das Unternehmen", Web 2.0 ist eben nicht Presseinformation mit anderen Mitteln, sondern … war da nicht was mit Dialog und Community? In der deutschen IT-Welt scheint das überwiegend nicht angekommen zu sein. Weitere O-Töne aus der Praxis deutscher IT-Blogs:
Siemens IT Solutions and Services wiederum hat auf unsere Anfrage sicherheitshalber gar nicht geantwortet. Wir haben dafür natürlich Verständnis: Wenn man anfängt, jedes E-Mail zu beantworten, wird das schnell uferlos. Andererseits muss man auch zugeben, dass nicht jeder Blog, bloß weil es ihn gibt, damit auch schon Ziel führend im Sinne der Unternehmenskommunikation ist. Zum Beispiel bei IBM. Deutschlands größtes IT-Unternehmen hat einen Blog, dieser spricht Deutsch und ist – erfreulich! erfreulich! – ganz leicht zu finden. Und selbstverständlich weiß IBM, worum es bei Blogs geht:
Aber in diesem Fall gilt: Blau ist alle Theorie. Was der BlueBlog hinsichtlich Inhalt und Aufmachung tatsächlich bietet, ist nämlich weniger gelungen. Bei unserem Besuch war der letzte Beitrag über zwei Monate alt – und das in einem Weltunternehmen, das hierzulande über 20.000 Mitarbeiter beschäftigt. Mag sein, dass es irgendwo im IBM-Universum noch andere Blogs gibt, schönere, aktuellere, bessere, interessantere. Aber die haben wir leider nicht gefunden – was im Ergebnis auf das selbe hinausläuft. Manche der Unternehmen haben auch etwas eigenwillige Vorstellungen über die Kommunikation per Blog. So haben wir bei einem Unternehmen statt eines Corporate Blogs einen "Trainee-Blog" gefunden, was im Grunde ja nicht verkehrt ist. Dieser war offenbar als Spielwiese für Social-Media-Eleven gedacht, die Beiträge erwiesen sich als unfreiwillig komisch und damit unser summa summarum eher trist gestimmter Blog nicht ohne seine humorige Note bleibt, zitieren wir daraus kurz, aber mit Rücksicht auf den Trainee-Blogger absichtlich ohne Quellenangabe:
Interessant wie es bei einer "strategischen Neuausrichtung" in diesem Unternehmen, dessen Name nichts zur Sache tut, so zugeht. Das mag ja für die Kumpels vom Sebastian – und für uns – ganz lustig sein, aber in einem für die Weltöffentlichkeit offenen Blog hat dergleichen eher weniger zu suchen. Nebenbei, lieber Sebastian: Nicht nur bei Folien, auch bei Corporate Blogs gilt es einiges zu beachten, aber das ist ein anderes Thema. Über die kleine Schar der Sieger beim Blog-Contest der deutschen ITK-Unternehmen berichten wir demnächst in diesem Blog. Dienstag, 19. Januar 2010
Theorie und Blog – deutsche ... Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
09:52
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: blog, blogger, it, it-industrie, itk-branche, medien, social media, web 2.0
Theorie und Blog – deutsche IT-Unternehmen und Corporate Blogs (Teil I)Heute geht es in unserem Blog um Blogs, genauer: Um die Blogs deutscher IT-Unternehmen. Damit wir nicht betriebsblind – Blog-blind – werden, haben wir uns draußen in der Realität umgeschaut und wollten herausfinden, wie die großen Unternehmen der deutschen IT- und Telekommunikationsindustrie Blogs für ihre Kommunikation nutzen. Über die Ergebnisse dieser Umschau gibt es einiges zu berichten, mehr als wir zunächst vermutet haben. Damit die Sache nicht unübersichtlich wird, werden wir das Thema in drei Kapiteln behandeln: 1. Die Theorie – über das Warum und Wieso von Corporate Blogs 2. Die Praxis – wie deutsche IT-Unternehmen bloggen 3. Die gute Praxis – wie es aussieht, wenn deutsche IT-Unternehmen gut bloggen 1. Die Theorie Blogs sind bekanntlich das Herzstück von Social Media beziehungsweise Web 2.0. So hatte Social-Media-Guru Klaus Eck in seinem Standardwerk "Corporate Blogs" schon 2007, also in der Web-2.0-Frühzeit, geschrieben:
Der Grund für die besondere Rolle von Blogs innerhalb des Web 2.0 liegt auf der Hand: Hier ist der Platz an dem man "zur Sache" kommen kann, an dem Inhalte auch mal etwas ausführlicher ausgebreitet werden können. Während bei Twitter nur kurze Informationen ausgetauscht werden – mitunter als Referenz auf Blogs –, in den Sozialen Netzwerken vor allem Kontakte aufgebaut und gepflegt werden und bei YouTube und den Foto-Plattformen das Visuelle betreut wird, kann im Blog ausführlich informiert, argumentiert, erläutert, erklärt, kritisiert, zurückgewiesen, bewundert oder was auch immer werden. Für Unternehmen heißt das: In Blogs können sie ihre Position, ihre Politik oder ihre Strategien darlegen, aber auch ganz einfach ihre Produkte und Lösungen vorstellen und erklären. Blogs stellen den Unternehmen einen sehr direkten Kommunikationskanal zur Verfügung, über den sie sehr viel unmittelbarer ihre Botschaften aussenden können als das über die herkömmlichen Medien möglich ist. Sie haben damit eine direkte Verbindung zu den Adressaten, seien das Geschäftspartner, Kunden, Interessenten oder Lieferanten – oder ganz allgemein die Öffentlichkeit. Wenn Unternehmen etwas zu sagen haben, müssen sie sich im Blog mit niemandem abstimmen, in keinen Redaktionsplan hineinzwängen, keinen Redaktionsschluss einhalten und auch (so etwas soll es schon gegeben haben) keine Anzeigen schalten. Nachteil dieser Direktheit ist im Vergleich zu herkömmlichen Medien natürlich die geringere Reichweite von Blogs – da hilft nur: Regelmäßig und gut über interessante Dinge schreiben. Ein wichtiger Aspekt: Wie alles im Web 2.0 sind auch Blogs nicht als unidirektionaler Kommunikationskanal gedacht. Richtig spannend wird es beim Bloggen immer dann, wenn die Leser sich mit Kommentaren in Diskussionen einschalten. Dass dabei nicht immer Lobeshymnen zu erwarten sind, versteht sich, insbesondere bei kontroversen Themen. Das müssen Unternehmen aushalten. Wenn sie es nicht aushalten, müssen sie es lernen. Im Auge behalten sollte man auch den Hintergrund: Vom Wandel der Medienlandschaft ist derzeit ja viel die Rede – Einbruch im Anzeigengeschäft, ausgedünnte Redaktionen, abwandernde Leser, kein Plan für die Online-Postionierung und am Horizont das Wetterleuchten das Sterben von Zeitschriften und Zeitungen in den USA (2009 wurden dort rund 400 Zeitschriften eingestellt). Für die Unternehmenskommunikation heißt das, dass sich auch für sie die Parameter verschieben werden. Sie kann nicht davon ausgehen, dass sie in fünf bis zehn Jahren mit dem altbekannten Instrumentarium von Presseinformationen oder -konferenzen ihr Publikum überhaupt noch erreicht, denn dieses ist offenbar in weiten Teilen dabei, ins Web und ins Web 2.0 abzuwandern. Die Kommunikationsexperten der Unternehmen werden sich daher überlegen müssen, wie sie ihre Adressaten dort erreichen können. So, das war nun kurz und knapp die Theorie. Und die Praxis? Fortsetzung folgt – in diesem Blog. Montag, 4. Mai 2009
Aus der Welt der Wissenschaft Geschrieben von Rainer Doh
in Technologie und Märkte, Wirtschaft und Politik um
09:46
Kommentare (0) Trackbacks (0) Aus der Welt der WissenschaftHeute will ich mich mal zu einigen Problemen der Wirtschaftspolitik äußern – das wurde endlich mal Zeit, erst recht, wenn man sich bei einem Thema ausnahmsweise nicht als "selbsternannter" Experte bescheiden muss. Dabei kann man auf diesem Terrain ohnehin nichts falsch machen, denn erstens kennt sich hier sowieso jeder bestens aus – das ist wie beim Rührei-Machen oder beim Fotografieren. Zweitens hat die Evolution dafür gesorgt, dass es zu jedem denkbaren Standpunkt den passenden Professor gibt. 1. Problem: Deflation – alles wird billiger. Wirtschaftsabschwung führt zu Preisverfall und das ist gefährlich. Wir kennen das aus der IT: Der legendäre Z1 von Konrad Zuse zum Beispiel kostete 1937 noch gefühlte 753 Milliarden Reichsmark (mindestens); heute bekommt man für 399 Euro die schönsten Rechner geschenkt. Folge: Seit Zuses Zeiten kauft niemand Computer (der Z1 liegt seit 62 Jahren trotz Rabatt wie Blei im Regal), weil sie doch nächste Woche schon billiger werden. Und übernächste Woche noch billiger, usw. Daher kam ja die IT-Branche all die Jahre nie so recht auf die Beine. Renommierte Ökonomen wie Professor Walter von der Deutschen Bank oder der "Wirtschaftsweise" Bofinger können daher vor Deflation nur warnen. 2. Problem: Inflation – alles wird teurer. Milliardenschwere Konjunktur- und Bankenrettungsprogramme können zweistellige Inflationsraten auslösen und auch das ist gefährlich. "Star-Ökonom" Thomes Straubhaar vom HWWI warnt denn auch vor Inflation. Wir kennen das natürlich ebenfalls aus der IT: SAP-Wartungsverträge zum Beispiel oder Office-Lizenzen, es wird alles teurer und teurer. Was man heute verdient, ist schon morgen nichts mehr wert. Wer will da noch investieren? Daher kam ja auch die IT-Branche all die Jahre nie so recht auf die Beine. 3. Problem: Beides – man weiß einfach nicht, was kommt, was im Grunde nichts Neues ist, denn man wusste das ja bisher schon nicht (natürlich gab es ein paar Professoren, die sogar die Krise vorhergesagt hatten – was wiederum kein Wunder ist, bei so vielen Professoren). Und man kann ja nicht alles wissen. (Zum Beispiel: Wie viele Insekten gibt es auf der Welt? Das weiß doch auch kein Mensch.) Was aber sagt uns das Orakel von München? "Dass mehr Geld genauso gut für Deflation wie für Inflation stehen kann, ist ein trivialer, aber gerade deshalb wichtiger Punkt ..." (Prof. Dr. Dr. Hans-Werner Sinn) Das kann man nur unterstreichen: Die größten Trivialitäten sind oft die wichtigsten. |
Kalender
SucheKategorienAutoren |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||