Artikel mit Tag politikVerwandte Tags bierzelt facebook twitter wahlkampf web 2.0 xing youtube datenschutz apotheken-umschau arbeitgeber awd bdk bewerber bitkom blippy blog blogger cloud computing danger datenmissbrauch datensicherheit datenskandale datenvorratsspeicherung dating deutsche blogs dienstwagenaffäre eu gesetzgebung google google street view handy handyortung identität identitätsdiebstahl informationelle selbstbestimmung innovation internet journalismus kirche kreditkarten ndr netzpolitik otto patriot act persönlichkeitsrechte quelle schaar social media sommerloch soziale netze spiegel online sport steuern studie swift t-mobile tracking usa vatikan verfassung videoüberwachung vorratsdatenspeicherung web zeit flickr ungarn obama pr bahn computerpanne dell fernsehen fernsehshows kreativität pr-strategie zdf boston dax ibm it it-industrie it-medien itk-branche kommunikation macbook medien newsletter social responsibility todesstrafe unternehmenskommunikation werbung wikipedia cern email fax mattel medienbruch online-brief progress sms telefon tweet verkehr videokonferenz Wahlkampf wissenschaft piraten Twitter wahl wahlkampfsongs cebit depression deutscher bauernverband faz kunden maus multitasking pr-kampagne schirrmacher software sprache sprachwandel stil verdeckte öffentlichkeitsarbeit microsoftSamstag, 19. Juni 2010
Social Media ändert das politische ... Geschrieben von Alain Blaes
in Medien, Wirtschaft und Politik um
09:29
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: politik, social media
Social Media ändert das politische GefügeUngeachtet aller Nachteile wie Datenmissbrauch und Identitätsdiebstahl sind Social-Media-Plattformen heute in allen sozialen Schichten, Regionen und Kulturen fest verankert und damit auch ursächlich für eine fundamentale Veränderung der Kommunikations-Spielregeln, und das nicht nur im Internet. Denn diese Entwicklung verändert auch das politische Machtgefüge grundlegend, weil Millionen User in Blogs, sozialen Netzwerken oder Foren einen weitreichenden politischen Einfluss haben. Nicht mehr nur ein kleiner elitärer und ausgebildeter Kreis generiert Inhalte, sondern die Massen. Sie untergraben die althergebrachte Hoheit der Medien über die Öffentlichkeit; sie sind, wenn es zum Beispiel um die Weitergabe von Informationen geht, oft schneller und bieten exklusive Informationen früher. Das Paradebeispiel auf Twitter: „There's a plane in the Hudson. I'm on the ferry going to pick up the people. Crazy.“ Social-Media-Nutzer kommunizieren auch blitzschnell, sind im ständigen Dialog miteinander und äußern Meinungen, die für alle Internet-Nutzer unmittelbar sichtbar sind. So entsteht, praktisch im Millisekundentakt, politische Willensbildung. Menschen verabreden sich, diskutieren und propagieren ihre Meinung: Das ist nicht neu und hatte immer schon eine politische Tragweite; so sind viele Wendepunkte der Geschichte entstanden. Modernes Staatsrecht fußt genau darauf, und am Ende entsteht auch hier eine Bürger-indizierte Meinung, etwa durch Wahlen. Aber: Noch nie war Kommunikation so schnell, waren Meinungen für so viele sichtbar. Und noch nie hatten Staaten so wenig Kontrolle über ihre Bürger: weder über die Social-Media-Plattformen, die weltweit verteilt sind, noch über die Akteure, die zumeist anonym sind. Mit Social Media entsteht eine neue, fünfte Macht im Staat, die sich jeglicher politischen Kontrolle entzieht. Die klassisch als vierte Macht deklarierte Presse besteht im Wesentlichen aus Wirtschaftsunternehmen, deren Akteure bekannt, überschaubar und im Rahmen der Gesetzgebung kontrollierbar sind, das war in der Vor-Internet-Ära nicht anders als heute. Gewerkschaften oder Lobbys, vereinzelt als fünfte Macht betitelt, sind ebenso politisch kontrollierbar. Social Media hingegen entzieht sich der Gesetzgebung. Dem Staat bliebe nur, weil er die anonymen Nutzer nicht dingfest machen kann, die Sperrung von Plattformen oder die Kontrolle des gesamten Internets. Das ist nicht zielführend, weil eine Sperrung meist mit einfachen Mitteln zu umgehen ist, und die Internetkontrolle einem Aufruf zur Revolution gleichkäme. Anders herum beobachten Bürger sehr genau die Aktivitäten des Staates. Ob im Iran, wo die Opposition nach den Wahlen im Sommer 2009 unerlaubterweise über Twitter oder Facebook kommunizieren konnte, oder in Deutschland, wo nach dem offenbar willkürlichen Prügeln eines Demonstranten durch die Polizei im September 2009 binnen Minuten Proteste und Videos auf Dutzenden nationalen und internationalen Websites verbreitet wurden. Die vielleicht außergewöhnlichste Form der Social-Media-Kommunikation äußert sich in Flashmobs, bei denen sich gänzlich unbekannte Teilnehmer zu einer spontanen Demonstration verabreden. Das kann durchaus brisant sein. Das ist ein herber Schlag gegen die institutionalisierte Politik. Sie muss kontern, um ihre Macht zu wahren: Deutsche Initiativen wie der Bundestrojaner und die Datenvorratsspeicherung sind durchaus in diesem Kontext anzusiedeln, auch wenn der offizielle Sprachgebrauch den Kampf gegen den Terror vorschiebt. Das Verfassungsrecht setzt aber enge Grenzen und kassiert meist diese Gesetzesvorstöße. Sicher, Iran, China und andere Länder sind Beispiele, wo auch Social Media nicht zum Durchbruch führt und die Akteure unter erheblichem Druck stehen. Dennoch: Die Zeit arbeitet für sie, und mit jedem Tag wird der Geist des Internets und die Vision der Internet-Väter etwas greifbarer: Demokratie durch das Netz. „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“: Es gibt kaum einen schöneren Beleg als Social Media. Montag, 8. März 2010
Kommt die neue Besinnung? Geschrieben von Alain Blaes
in Datenschutz um
12:53
Kommentare (0) Trackbacks (0) Kommt die neue Besinnung?In diesem Blog hatte ich schon mehrmals meine Verwunderung darüber geäußert, warum die Politik gerade beim Datenschutz offenbar immer wieder versucht, das Verfassungsrecht zu umgehen: beim Bundestrojaner, bei der automatischen Erfassung von Kfz-Kennzeichen oder zuletzt bei der Vorratsdatenspeicherung. Was ist der Grund: wird der Gesetzgeber juristisch falsch beraten? Versucht er seine Grenzen auszuloten? Ist es gar staatliche Willkür? Gestern erfahre ich von einem Juristen, Gesetzes- und Verfassungsrecht sei im Grunde viel zu kompliziert für mich, für einen Laien also, der seine Informationen nur aus den Medien zieht. Im Hintergrund, für Medien nicht nachvollziehbar, passierten die wahren und komplizierten Prozesse. Meine Verwunderung habe weder Substanz noch sei sie irgendwie von Belang. Bin ich froh, dass Hans-Jürgen Papier mir im Geiste beisteht! In diversen Interviews monierte der Präsident des Bundesverfassungsgerichts am Wochenende: "Einige Gesetze des Bundes und der Länder sind - absichtlich oder unabsichtlich - über das Ziel hinausgeschossen." Die "unantastbare Menschenwürdekerne" seien vom Gesetzgeber "in aller Regel nicht hinreichend beachtet" worden, sagte er. Ursache sei wohl die Verwirrung vieler Staaten nach Nine-Eleven (darunter eben auch Deutschland) und ihr Unvermögen, mit einem neuen terroristischen Gefahrenpotenzial umzugehen. Papier hofft, dass sich der Gesetzgeber nach dem klärenden Urteil zur Vorratsdatenspeicherung ("eine schallende Ohrfeige") jetzt wieder stärker auf die verfassungsmäßige Rechtsprechung besinnt. Das hoffe ich auch. Dienstag, 2. Februar 2010
Angebot und Nachfrage Geschrieben von Susanne Koerber
in Datenschutz um
18:18
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: datenschutz, politik
Angebot und NachfrageDatendiebstähle und -pannen haben die letzten, vorsichtig geschätzt, 18 Monate oft die Schlagzeilen beherrscht. Es gibt nahezu niemanden mehr, der davon ausgehen kann, von Datenmissbrauch nicht betroffen zu sein. Von der Politik werden schärfere Gesetze gefordert, manchmal wird sogar ein bisschen was davon umgesetzt. Aber letztlich geht es auch hier um Angebot und Nachfrage: Wenn keiner da ist, der mir für die Daten Geld (oder was auch immer) gibt, dann klaue ich sie auch nicht. Unter dem Deckmäntelchen der Verfolgung von Steuerflüchtlingen signalisiert unsere neuinstallierte Regierung, dass Datenklau und der Erwerb dieser geklauten Daten, also Hehlerei, eine sinnvolle Maßnahme ist. Nicht verwechseln: Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt. Diese muss bestraft werden; hier und heute und in diesem Text geht es jedoch um die Frage nach der Rechtmäßigkeit des Erwerbs unrechtmäßig erworbener Daten gegen Zahlung hoher Geldbeträge. Es stellt sich die Frage, wie ernst der Datenschutz genommen wird. Sätze wie "das wurde doch auch schon vor x Jahren gemacht", die als Begründung bemüht werden, zeigen letztlich nur, dass auch den Befürwortern klar zu sein scheint, auf welch dünnem Eis sie sich bewegen. Würde Datenklau tatsächlich ernst genommen und als Straftat behandelt, würde der "Verkäufer" festgenommen und befragt. Im besten Fall rückt er die Daten dann raus, und alle Sünder inklusive dem Datendieb würden bestraft. Das wäre die perfekte Welt. Im schlechteren Fall käme der Staat zwar nicht an die Daten der Steuersünder, hätte aber wenigstens ein Signal gesetzt. Datenklau darf sich nicht lohnen! Dienstag, 22. September 2009
Obama lässt twittern Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
13:23
Kommentare (0) Trackbacks (0) Obama lässt twitternBarack Obama kämpft um seine Gesundheitsreform. Selbstverständlich greift er auf die Möglichkeiten des Web 2.0 zurück — der Präsident mobilisiert seine Anhänger und Unterstützer per Twitter. Herausgekommen ist eine Twitter-Anwendung, die ... nein, das muss man sich einfach selbst anschauen. Und allmählich beginnt man zu begreifen, was mit Twitter usw. alles möglich sein kann.
Dienstag, 22. September 2009Wie einmal ein "Web-2.0-Wahlkampf" ziemlich daneben gingVielleicht hatte sich Barack Obama im Herbst 2008 nicht gerade ins Weiße Haus "getwittet", hauptsächlich hat er ja einen ganz normalen Wahlkampf geführt. Aber der spätere Präsident hat die neuen, "sozialen" Medien umfassend und gezielt für seinen Wahlkampf eingesetzt. Dem Vernehmen nach hatte er bis zu 90 Experten beschäftigt, die in seinem Namen auf allen Plattformen präsent waren. Weil Obama mit seinem "Web-2.0-Wahlkampf" so erfolgreich war, konnte man mit Fernwirkungen auf den Bundestagswahlkampf des Jahres 2009 rechnen. So erklärte SPD-Bundesgeschäftsführer Wasserhövel den Internet-Wahlkampf zum "Herzstück der Kampagne" und CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla bezeichnete die Internetseiten seiner Partei als "Startrampen für politisch Aktive." Nun, da der Wahlkampf fast vorüber ist, muss man ein ernüchterndes Fazit ziehen: Von den hohen Ansprüchen ist nur wenig übrig geblieben. Das Vorbild Obama ist in unerreichbarer Ferne entschwunden, hiesige Parteien und Spitzenkandidaten wissen mit den neuen Kommunikationsmöglichkeiten so gut wie nichts anzufangen. Zum Beispiel Twitter: Natürlich wird eifrig getwittert, aber es geht dabei ziemlich chaotisch zu. Hier twittert die Bundespartei, da die Fraktion, dort die Landesverbände, mal sind es Ortsverbände, mal Kandidaten, dann wieder Sympathisanten. Der eine verwendet dieses Logo, der andere jenes. Jeder will und darf mitmachen – Abstimmung gibt es offenbar keine. Das entspricht zwar durchaus ein Stück weit dem Geist von Twitter, ist aber damit nur für Partei-Insider interessant. Nutzwert für Wähler? Fehlanzeige. Die große Zahl von Fake-Accounts – es sind sowohl "spd_de" als auch "Merkel_CDU" Fakes – ist auch die Folge davon, dass sich die Parteien solche Bezeichnungen nicht rechtzeitig gesichert haben. Eine langfristige Strategie in Sachen Web 2.0 wird offenbar nicht verfolgt. Zudem hat sich keiner der Spitzenpolitiker die Mühe gemacht, sich bei Twitter einen "Verified Account" zu sichern. Die Folge: nicht nur hinter einzelnen, sondern hinter den meisten Namen verbergen sich Spaß- und Fake-Accounts – allein für Angela Merkel gibt es mehr als ein Dutzend Fake-Accounts mit bis zu 5.000 Followern. Übrigens: Barack Obama verfügt selbstverständlich über einen gesicherten Twitter-Account. Die Follower-Zahlen der Parteien sind dem Durcheinander entsprechend lausig. So erreichen die als offiziell identifizierbaren Twitter-Accounts bei der FDP etwas mehr als 4.000, bei der SPD etwa 4.500 und bei den Grünen knapp 8.000 Follower; der Account cducsu kommt auf knapp 1.700 Follower und die CSU solo dümpelt bei 600, für die Linke ist gar kein bundesweiter Account feststellbar, das ist immerhin konsequent. Dazwischen tummelt sich eine Unzahl diverser Partei-Accounts mit zweistelligen Follower-Zahlen. Zur Erinnerung: Vorbild Barack Obama kommt auf rund 2,2 Millionen Follower. Das geringe Interesse der Parteien an Twitter hat natürlich seinen Grund: In Deutschland sind 145.000 Personen bei Twitter aktiv; selbst wenn man unterstellt, dass diese alle wahlberechtigt seien, so sind das doch nur 0,23 % der etwa 62 Millionen Wahlberechtigten. Da scheint sich also für die Wahlkampfstrategen ein Engagement nicht zu lohnen. Bloß: Auch wenn es heute nur relativ wenige aktive deutsche Twitter-User gibt, so kommt dieser neuen Kommunikationsform doch eine gewisse Leitfunktion zu. Gerade in den letzten Wochen hat sich deutlich gezeigt, dass auch in der breiten Öffentlichkeit über Twitter geredet wird – selbstverständlich auch von Nicht-Benutzern und ein paar Mal sogar im Fernsehen, dem Leitmedium der Parteien. Zum Beispiel Facebook: Die rund 6,2 Millionen deutschen Facebook-User stellen stolze 12 % der Wähler und haben damit erheblich mehr Gewicht als die Gemeinde der Twitterer. Hier müsste sich ein Engagement also durchaus lohnen. Dennoch sind die Auftritte der Parteien und ihrer Spitzenkandidaten auch bei Facebook dürftig. Die Facebook-Gruppe CDU zählt beispielsweise magere 1.868 Mitglieder, die Gruppe SPD 3.481, die Gruppe FDP erreicht 3.600, die Linke knapp 1.700, die Grünen rund 3.000. Und auch hier gibt es eine Vielzahl von parallen Auftritten, die nicht aufeinander abgestimmt sind. Die Anzahl von Fans, die die Spitzenpolitiker für sich verbuchen können, sehen nur wenig besser aus: (jeweils Stand 21.9.09) Merkel: 17.249 Befürworter Steinmeier: 6.503 Befürworter Westerwelle 3.151 Befürworter Künast 2.706 Befürworter Trittin: 2.469 Befürworter Lafontaine: 712 Befürworter Mit diesen Zahlen bewegen sich die Parteien und Spitzenkandidaten also auch bei Facebook bezüglich des Anteils an den Wählerzahlen im Promillebereich. Schaut man sich die entsprechenden Seiten an, so wird klar warum, denn die Auftritte sind überwiegend lieblos und Außenstehende reichlich uninteressant. Beiträge wie der folgende setzen schon ein recht spezielles Interesse voraus: "Franz Müntefering spricht heute ab 15:30 Uhr (Einlass: 15:00 Uhr) auf einer Wahlkampfkundgebung in Velbert. Sei auch Du dabei!" Als hätte man sich abgesprochen, werden auch bei Angela Merkel hauptsächlich die Termine ihrer Reden veröffentlicht. Wie war das mit Web 2.0? Mit neuen Möglichkeiten der direkten Kommunikation? Mit Dialog und Austausch von Ideen? Auch bei Facebook ist diesbezüglich Fehlanzeige. Man kann Klaus Eck nur zustimmen:
Auch hier ist eine Vergleichszahl interessant: Barack Obama kommt bei Facebook auf 6.758.236 Befürworter. Das ist nicht einfach nur "mehr", das ist eine andere Liga. Ach was, eine andere Sportart. Zum Beispiel Xing: Nach den bisherigen Beobachtungen wäre es schon sehr überraschend, wenn sich Xing als die Social-Media-Plattform der deutschen Parteien präsentieren würde. Tatsächlich sind auch hier die Zahlen mager. SPD: 817 Mitglieder CSU: 349 Mitglieder Grüne: 506 Mitglieder Die Linke: 106 Mitglieder Noch einigermaßen aktiv ist hier die CDU, sie durchbricht die 1.000er-Mauer und kommt auf 1.085 Mitglieder; die FDP ist bei Xing fast schon hyper-aktiv und erreicht 2.088 Mitglieder. Nur zur Erinnerung: es gibt rund 48 Millionen Wähler. Zum Beispiel YouTube: Hier endlich geht es rund! Bei Youtube scheinen sich die Parteien voll zu engagieren – klar, hier haben sie eine Plattform, auf der sie all die wunderbaren Filmchen ihrer zahlreichen Auftritte hinterlegen können. Will das jemand sehen? Ja, durchaus: Über 40.000 Mal wurde der TV-Spot der SPD angeschaut, die Wahlwerbung der CDU "Wir haben die Kraft" kommt auf rund 39.000 Zuschauer; für ihr Statement zum Steuerrecht findet die Kanzlerin allerdings nur noch 144 Zuseher. Um auch hier die Relationen nicht ganz aus dem Auge zu verlieren: Allein die Zahl der Steuerberater beträgt fast 80.000. Alle Parteien haben zudem YouTube-Kanäle eingerichtet, wobei sich die hohen Zugriffszahlen durch die lange Zeit ihres Bestehens relativieren. Richtige Fans dieser Kanäle, also Abonnenten, gibt es nur wenige: CDU Kanalaufrufe: 317.0000, Abonnenten: 1.492 Kanal besteht seit: 2008 CSU Kanalaufrufe: 12.800 , Abonnenten: 98, Kanal besteht seit: 2008 SPD Kanalaufrufe: 335.000, Abonnenten: 1.626, Kanal besteht seit: 2007 FDP Kanalaufrufe: 709.000, Abonnenten: 1.792, Kanal besteht seit: 2006 Grüne Kanalaufrufe: 119.000, Abonnenten: 1.425, Kanal besteht seit: 2006 Die Linke Kanalaufrufe: 84.000 Abonnenten: 900, Kanal besteht seit: 2006 So spielt das Internet im Wahlkampf 2009, der schon als "Internet-Wahlkampf" tituliert wurde, eine recht biedere Rolle: Natürlich informieren sich die Wähler, die die Medien das ganze Jahr über online konsumieren, auch über die Wahl im Internet, das ist eine Trivialität. Und natürlich hat jeder Kandidat seine E-Mail-Adresse und jede Partei eine strahlend bunte Web-Site. Dort kann man die Kandidaten besichtigen, die Termine von Auftritten abfragen und bei Bedarf eine der beliebten Broschüren bestellen. Web 2.0? Außer bei SPD und CSU wird von den Web-Sites der Parteien nicht einmal auf die vorhandenen Web-2.0-Angebote verlinkt. Entgegen der vollmundigen Ankündigungen kann von einem Web-2.0-Wahlkampf also überhaupt keine Rede sein. Die Parteien haben offenbar aus den im Verhältnis zu den Wählerzahlen geringen Benutzerzahlen den Schluss gezogen, dass ein weiter gehendes Engagement hier nicht lohnend ist. TV-Talk-Runden machen auch in der hundertsten Auflage mehr her. Oder humorige Ansprachen in Bierzelten, vor geschätzen 0,005 Promille des Wahlvolks. Aber der Wahlkampf 2013, der wird dann bestimmt ein richtiger Web-2.0-Wahlkampf. |
Kalender
SucheKategorienAutoren |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||