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Großartige Vorschläge – ... Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
11:50
Kommentare (0) Trackbacks (0) Großartige Vorschläge – unschätzbar!Ich war einige Wochen nicht mehr bei Twitter gewesen. Zuerst weil … nein, dafür muss ich mich nicht entschuldigen. Oder doch? Twitter selbst war offenbar ein wenig eingeschnappt, denn als ich nun mal wieder vorbeischaute, kam gleich ein E-Mail:
Ausrufezeichen. Dass uns das nicht noch einmal vorkommt. Und Hinweise, wie ich mich bessern könnte:
Eine Timeline, die mich reflektiert! Als unschätzbarer (gemeint ist vermutlich: unverzichtbarer) Teil meines Lebens! Also so in der Art: Wer bin ich? Warum bin ich? Und Twitter schickt mir auch gleich unschätzbare Vorschläge, wie ich mehr Accounts folgen kann:
Stefan Plöchinger, Chef von sz.de, hat was mit dem zu tun, was ich mache, also meinetwegen, dem kann man followen, und Richard Gutjahr, "Journalist und Blogger", das geht auch in Ordnung. Aber warum um Himmels willen Paris Hilton? Für eine Timeline, die mich und meine Interessen reflektiert? Unschätzbarer Teil meines Lebens? Echt? Wer bin ich eigentlich? Und warum? Und Twitter hat weitere großartige Vorschläge für mich - noch großartiger? Noch unschätzbarer? Montag, 16. Januar 2012
Frauen und Facebook zuerst Geschrieben von Rainer Doh
in Medien um
18:21
Kommentare (0) Trackbacks (0) Frauen und Facebook zuerstFast genau drei Jahre ist es nun her, da meldete Twitter die Notlandung eines Verkehrsflugzeugs im Hudson River nur ein paar Minuten nach dem Ereignis und damit schneller als alle herkömmlichen Medien. Von dieser Sternstunde zehrt Twitter seither. Jetzt scheint der Aktualitätsvorschuss aufgezehrt, denn Facebook verzeichnete ein Unglück schon rund eine halbe Stunde bevor es sich ereignte: Die Runde geht also an Facebook, auch wenn der Vorgang selbst den Eindruck erweckte, das Schiff sei per Twitter gesteuert worden ("@Brücke: Jetzt wieder mehr nach Backbord – #Navigation #Kapitän"). Bevor aber diese Unsitte des Grüßens, die schon in der Fernseh-Ära eine Pest war ("Darf ich noch meine Oma grüßen?"), sich nun auch in der Social-Media-Welt breitmacht, seien nachahmende Kapitäne gewarnt: Nur drei Personen gefällt das. Freitag, 15. April 2011
#rp11: republica läuft mit ... Geschrieben von Markus Schaupp
in PR und Kommunikation um
12:03
Kommentare (0) Trackbacks (0) #rp11: republica läuft mit Einschnitten in der Grundversorgung
Die republica XI läuft. Wie schnell, davon kann sich jeder einen Überblick verschaffen, indem er den Hashtag #rp11 bei Twitter im Suchfeld eingibt. Sofort schlägt die Twitter-Welle zu und wirft Tweets im Sekundentakt aus. Bis zu 3000 Social-Media-Begeisterte twittern, was das mobile Endgerät hergibt. Auch wir waren vorgestern für einen Tag vor Ort, haben uns früh morgens von München aus auf den Weg gemacht, um dabei zu sein. Es war übrigens mein erstes Mal und ich muss zugeben, dass ich vom Massen-Ansturm bereits zur Eröffnungsveranstaltung überrascht war. Überall Menschen auf der Suche nach Orientierung und nach zwei Ressourcen, die für Social Medians im Großstadtdschungel überlebenswichtig sind: erstens Strom und zweitens eine stabile WLAN-Anbindung. Mitunter nimmt es skurrile Züge an, wenn die vermeintlich mobilsten Menschen, die fast alle gleichzeitig an einem Ort versammelt sind, in ihrem Tatendrang von einer Steckdose bedroht sind ausgebremst zu werden. Mehrfachsteckdosen stellten daher wichtige Knotenpunkte dar. Tatsächlich hatte mich und andere ausgebremst — das lässt sich auch auf Twitter nachlesen — die teilweise schlechte WLAN- beziehungsweise Mobilfunknetzverbindung. Für Social Medians kommt das einer mittleren Katastrophe gleich. Das einzig Positive daran: Jeder Betroffene hatte mehr Zeit, sich voll und ganz dem spannenden Programm zu widmen und sich mit den Leuten vor Ort über Trends, Erfahrungen und anderes Allerlei auszutauschen – sozusagen Kommunikation Back-to-the-Roots als erneuerten Erkenntniszustand zu betreiben. Das Themenspektrum während der drei Veranstaltungstage ist sehr breit gewählt und umfasst die Bereiche Kunst, Kultur, Medien über Technik bis hin zu Politik und Entertainment. Ein bunter Strauß, der für jeden etwas bietet. Schade nur, dass viele Sessions parallel laufen. Mitunter verpasst man dadurch spannende Live-Vorträge. Insgesamt war ich aber vom Angebot, den Inhalten und dem interaktiven Charakter der Veranstaltungen sehr angetan. Mein Fazit: Thumbs up! Eine tolle Veranstaltung mit interessanten Vorträgen, noch interessanteren Gesprächen aber auch mit schmerzhaften Einschnitten in der Grundversorgung. Nächstes Jahr bin ich gerne wieder mit von der Partie. Dieser Blog-Beitrag ist zuvor auf Sanchstars*Blog erschienen. Hashtags auf Twitter: #rp11 Dienstag, 8. Februar 2011
Toll, keine E-Mails mehr Geschrieben von Alain Blaes
in PR und Kommunikation um
17:51
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: kommunikation, social media
Toll, keine E-Mails mehrEs ist schon wahr, an manchen Tagen wird man geradezu erschlagen von der E-Mail-Menge, manchmal hundert und mehr. Sie alle zu lesen ist alles andere als produktiv – es nervt. Deshalb begrüsse ich ausdrücklich den Vorstoß von Atos Origin, einem französischen IT-Dienstleister, E-Mails komplett anzuschaffen. Franzosen waren immer schon Nonkonformisten, die 1789er Revolution liegt uns im Blut. Und ist die Abschaffung der E-Mail etwa keine Revolution? Die Manager der Firma wollen stattdessen auf innovative Kollaboration-Tools und Social-Community-Plattformen umschwenken. Ob das aber so eine gute Idee ist? Eine übermäßige Informationsflut ist ja kaum abhängig vom Übertragungsmedium. Die inflationäre Nutzung von Kopie und Blindkopie, missverständliche Diktion oder bescheiden organisierte Projekten sind schon eher Faktoren, die die Nachrichtenmenge ins Unermessliche wachsen lassen. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, ein Großprojekt mit Twitter&Co zu organisieren. Dann doch lieber E-Mails. Und die cc: hell.
Freitag, 4. Februar 2011
Mein geliebtes Internet Geschrieben von Alain Blaes
in PR und Kommunikation, Wirtschaft und Politik um
10:47
Kommentare (0) Trackbacks (0) Mein geliebtes InternetDie CSU hat also den Trend der Zeit entdeckt und will sich zur Internetpartei mausern. Sie will sogar eine "Vorreiterrolle" spielen, schreibt die Zeit, so ganz mit Haut und Haaren. In seiner Rede "Mein Internet" startet Horst Seehofer mit "Dialog und Beteiligung, dafür stehe ich", um gleich die Dinge klarzustellen, und ruft alle Bürger ("Sie sind der Experte!") ganz social-media-like zum "Experiment" auf, Fragen zum Thema Bayern zu stellen. "Live und grad raus", wie ein Oberbayer eben so ist, will er sie dann beanworten. Welch ein Experiment! Welch eine Vorreiterrolle!
Montag, 24. Januar 2011
Gelungenes Experiment Geschrieben von Alain Blaes
in PR und Kommunikation um
14:15
Kommentare (2) Trackbacks (0) Gelungenes ExperimentDie Vorbereitungsarbeiten für den CAP Day (Customer Advisory Panel) am 20. Januar waren nicht wirklich relaxt, weil niemand die Erfolgschancen dieses neuen Event-Formats einschätzen konnte, auch nicht annähernd. Volles Risiko, sozusagen. Dell hatte ein Dutzend Twitterer, Blogger und sonstige Social-Media-Nutzer eingeladen, ihre Kritik über Produkte, Services und Support persönlich und schonungslos vorzutragen. Geschäftsleitung und Spezialisten waren also in Frankfurt anwesend, um sich einen ganzen Tag lang dieser Kritik zu stellen mit dem Ziel, daraus zu lernen und entsprechende Maßnahmen in die Wege zu leiten, um etwiage Mißstände zu beseitigen.
Vorgetragen wurde Vieles: Probleme mit Treiber-Downloads, inkompatible Hardware-Komponenten, Ärger mit der Website, Intrasparenz beim Support, mangelnde Verarbeitung, Verwirrung über Produktpreise, lahme Innovation, Verwässerung der Marke, keine Möglichkeiten, Produkte vor dem Kauf anzufassen, veraltete Werbung, fehlende Präsenz bei Social Media, unvollständige Marktkommunikation. Wow! Die Dell-Manager haben ohne Pause mitgeschrieben. Es gab auch Positives, glücklicherweise: Gute Verarbeitungsqualität, ehrliche Marke, hervorstechendes Preis-Leistungsverhältnis, guter Support, Umweltbewußtsein. Im Vordergrund des Events standen Offenheit und Transparenz, so dass Dell ausdrücklich gebeten hatte, beliebige Inhalten per Social Media zu veröffentlichen. So entstand etwa auf twitter ein reger Informationsaustausch unter #dellCAP. Die Bilanz des CAP Day: für Teilnehmer und Dell durchweg positiv. Einige Stimmen: "Sehr positives Fazit", "Dell hört zu", "Keine verschwendete Zeit!", "Extrem kurzweilig", "sehr sehr informativ", "sehr positiv überrascht" (Teilnehmer), "Ein Novum", "leidenschaftlich", "a lot of fun", "hervorragendes Kundenfeedback", "super gelaufen", "sehr große Offenheit", "konstruktive Kritik", "I‘m very happy", "gelungenes Experiment". (Dell).
Und nun? "Es ist entscheidend, das Feedback an die Abteilungen weiterzugeben, die die gewünschten Veränderungen herbeiführen müssen", versprach Dell-Chefin Barbara Wittmann. Und was passiert wirklich? Im stundenlangen Meeting am folgenden Tag wurden tatsächlich alle Diskussionspunkte von Dell-Mitarbeitern diskutiert (auch durchaus sehr kontrovers), bewertet, es wurden Aufgaben verteilt, Aktionen definiert, Abteilungen informiert, Deadlines festgelegt. Mein persönliches CAP-Day-Fazit: Von wegen Marketingveranstaltung. Dell nimmt den Input seiner Kunden verdammt ernst. Dienstag, 18. Januar 2011
Dell traut sich Geschrieben von Alain Blaes
in PR und Kommunikation um
17:26
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: kommunikation, social media
Dell traut sichÜbermorgen veranstaltet Dell den "CAP Day" (CAP steht für Customer Advisory Panel). Geladene Konsumenten und Unternehmens-Anwender sind gebeten, schonungslose Kritik über Dell-Produkte und -Services zu üben – und das Top Management hört zu. Auch die Social-Media-Community ist eingeladen, sind per Twitter unter #DellCAP live einzubinden, ihre Meinung zu sagen oder Fragen zu stellen. Eine rege Diskussion soll entstehen. Ein solches Format ist einzigartig, nicht nur, weil Dell sich der Kritik öffentlich zu stellen traut. Es ist auch einzigartig, weil es die Möglichkeiten von Social Media voll ausschöpft: von der Auswahl der Kritiker, die eingeladen wurden, über die Einbindung der Community während des Events bis hin zur Nachberichterstattung über Blogs und Youtube. Social Media macht ganz andere Formen des Dialogs mit Kunden möglich, und vielleicht hilft es Unternehmen, auch ehrlicher zu kommunizieren. Hut ab für dieses Experiment, Dell! Dienstag, 26. Oktober 2010
Gesucht – gefunden Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
16:01
Kommentare (0) Trackbacks (0) Gesucht – gefundenFolgendes las man letzte Woche:
Interessant wäre nun natürlich zu wissen, wie viele nicht nur gesucht, sondern auch gefunden haben. Wir haben da so unsere eigenen Erfahrungen gemacht. Anfang September hatte PR-COM nämlich eine Stellenausschreibung für einen Social-Media-Experten auch über Twitter und Facebook in die Welt hinausgeschickt.
Nun haben wir vielleicht nicht überwältigend viele Follower, wir sind schließlich weder Obama noch Sascha Lobo, aber mehr als 600 ist auch nicht nichts. Und wir haben die Anfrage auch brav, wie es sich gehört, mit einem Hash-Tag versehen, damit nicht nur unsere eigenen Follower was davon haben. Und Stelle und Medium passen ja auch zusammen. Die Resonanz aus den Social Media auf dieses Job-Angebot, war … nun, nennen wir es: überschaubar. Insgesamt wurde das Job-Angebot 15 Mal angeklickt, es meldeten sich schließlich ganze zwei Interessenten. Wobei einer sich nicht nur für Social Media interessierte, sondern eigentlich noch lieber als Kraftfahrer bei uns einsteigen wollte. Wir denken über eine Ausweitung unseres Fuhrparks nach und suchen Social-Media-Experten einstweilen diesseits von Social Media. Dienstag, 5. Oktober 2010
Oh We, Oh We Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
18:18
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: amazon, apple, journalismus, krisen-pr, pr, social commerce, social media, web 2.0, wetab
Oh We, Oh WeJetzt ist es raus und damit ist das PR-Desaster perfekt: WeTab-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen hat zugegeben, dass er auf Amazon gefakte Lobeshymnen auf das WeTab platziert hat. Das ist der vorläufige Höhepunkt in einer ganzen Kette von PR-Fehlleistungen. Für alle, die es nicht verfolgt haben, ein kleiner Blick zurück (ausführlich bei Basic Thinking): Im April war das Gerät, das als Konkurrent zu Apples iPad positioniert wurde, der Presse vorgestellt worden. Schnell stellte sich heraus, dass statt des Linux-Betriebssystems bloß ein Video lief, das dann auch noch eine Windows-Fehlermeldung produzierte. Was als "Designed in Germany" angepriesen worden war, sah dann ganz wie das kanadische ExoPC aus. Das Gerät wurde umbenannt, die Markteinführung von Mai auf September verschoben und von der großen Kooperation mit namhaften deutschen Verlagen war dann auch nicht mehr die Rede. Vorletzte Woche aber wurden tatsächlich die ersten Geräte ausgeliefert – und das Echo war verheerend:
Es wird also einiges geboten für 569 Euro. Interessantes tat sich nun bei Amazon. Auch hier, auf der Bewertungsseite des WeTab, gab es einen Verriss nach dem anderen. Aber – es fanden sich darunter auch ein paar positive, sehr positive Stimmen. Die Amazon-Community wollte das allerdings nicht hinnehmen und vermutete dunkle Machenschaften: Da hätten wohl Mitarbeiter oder andere Beauftragte von WeTab gute Stimmung gemacht. Einige der Beiträge waren in der Tat seltsam: Da wurden Funktionen gelobt, die das Geräte (noch) gar nicht hatte, da klangen manche Lobeshymnen wie Prospekt-Texte und es war gar nicht immer klar, ob die Rezensenten das Ding je in der Hand gehalten hatten. Auffallend auch, dass viele der vom WeTab Begeisterten dafür ihre erste und einzige Amazon-Beurteilung verfasst hatten. Die Rezensionen eines Peter Galser und einer Claudia Kaden kamen bald in den Verdacht, sie seien in Wahrheit von WeTab-Chef Ankershoffen und seiner Frau verfasst worden. Anfangs hielt sich im Web noch die Gegenmeinung, jemand (die Fraktion der iPad-Finsterlinge) habe dem Hoffer von Ankershoffen einen üblen Streich gespielt – so dreist und zugleich so dilettantisch (es war nicht schwer das Pseudonym zu lüften) konnte doch niemand vorgehen. Heute kam aber die offizielle Bestätigung: Der WeTab-Chef selber hatte tatsächlich unter einem falschen Namen sein Gerät in den Himmel gelobt.:
Kein Wunder, dass in diversen Blogs und Foren nun sogar die Auffassung aufkam, das Ganze sei von A bis Z, also inklusive Fake und zerknirschtem Geständnis, ein besonders raffiniert eingefädelter PR-Coup, weil eine schlechte Presse bekanntlich besser sei als gar keine, und damit sei die Berichterstattung über das unglückliche WeTab erst so richtig angeheizt worden. Dieser (Verschwörungs-)Theorie kann ich mich nicht anschließen: So eine Taktik kann man notfalls mal verfolgen, wenn man ein Produkt hat, von dem man sich sicher ist, dass es einigermaßen okay ist, bei einem mit "Schwächen" muss das nach hinten losgehen. Denn nun nimmt jeder, aber wirklich jeder Interessent das Ding genauestens unter die Lupe, wenn er es überhaupt noch anfasst. Anders ausgedrückt: so dämlich kann man nun aber wirklich nicht sein. Was lernen wir daraus für den Einsatz von Social Media (SM) für das Marketing bzw. für das recht neue Feld des Social Commerce?
Ob sich das WeTab von diesem PR- und SM-Desaster erholen kann? Zunächst einmal muss es sich offenbar von sich selber erholen. Nebenbei: das iPad profitiert vom Status der Marke, das WeTab hat nun so etwas wie eine Anti-Marke aufgebaut. Der Fall zeigt aber auch, dass Bewertungen in den diversen Plattformen eine recht heikle Sache sind. Diesmal wurde der Fake schnell aufgedeckt, nicht zuletzt, weil das WeTab ohnehin schon große Aufmerksamkeit genoss. Insofern hat der Fall schon ein wenig die Erde verbrannt: Spätestens ab jetzt kann man hinter jedem Lob in einem Bewertungsportal die entsprechenden (bezahlten) Machenschaften wittern. Zumal sich in den Diskussionen etliche Leute zu Wort meldeten, die die Aufregung gar nicht verstehen konnten; nach dem Motto: so etwas wird in unserer Firma doch schon lange gemacht. Keine gute Entwicklung. Montag, 21. Juni 2010
Todesstrafe per Twitter Geschrieben von Alain Blaes
in Medien, Wirtschaft und Politik um
18:55
Kommentare (0) Trackbacks (0) Todesstrafe per TwitterWie im guten alten Wilden Westen wurde Ronnie Lee Gardner letzte Woche von den Behörden in Utah per Erschießungskommando hingerichtet. Glücklicherweise war er wohl der letzte, der im US-Bundesstaat auf diese Art offiziell ums Leben kam.
Samstag, 19. Juni 2010
Social Media ändert das politische ... Geschrieben von Alain Blaes
in Medien, Wirtschaft und Politik um
09:29
Kommentare (0) Trackbacks (0) Tags für diesen Artikel: politik, social media
Social Media ändert das politische GefügeUngeachtet aller Nachteile wie Datenmissbrauch und Identitätsdiebstahl sind Social-Media-Plattformen heute in allen sozialen Schichten, Regionen und Kulturen fest verankert und damit auch ursächlich für eine fundamentale Veränderung der Kommunikations-Spielregeln, und das nicht nur im Internet. Denn diese Entwicklung verändert auch das politische Machtgefüge grundlegend, weil Millionen User in Blogs, sozialen Netzwerken oder Foren einen weitreichenden politischen Einfluss haben. Nicht mehr nur ein kleiner elitärer und ausgebildeter Kreis generiert Inhalte, sondern die Massen. Sie untergraben die althergebrachte Hoheit der Medien über die Öffentlichkeit; sie sind, wenn es zum Beispiel um die Weitergabe von Informationen geht, oft schneller und bieten exklusive Informationen früher. Das Paradebeispiel auf Twitter: „There's a plane in the Hudson. I'm on the ferry going to pick up the people. Crazy.“ Social-Media-Nutzer kommunizieren auch blitzschnell, sind im ständigen Dialog miteinander und äußern Meinungen, die für alle Internet-Nutzer unmittelbar sichtbar sind. So entsteht, praktisch im Millisekundentakt, politische Willensbildung. Menschen verabreden sich, diskutieren und propagieren ihre Meinung: Das ist nicht neu und hatte immer schon eine politische Tragweite; so sind viele Wendepunkte der Geschichte entstanden. Modernes Staatsrecht fußt genau darauf, und am Ende entsteht auch hier eine Bürger-indizierte Meinung, etwa durch Wahlen. Aber: Noch nie war Kommunikation so schnell, waren Meinungen für so viele sichtbar. Und noch nie hatten Staaten so wenig Kontrolle über ihre Bürger: weder über die Social-Media-Plattformen, die weltweit verteilt sind, noch über die Akteure, die zumeist anonym sind. Mit Social Media entsteht eine neue, fünfte Macht im Staat, die sich jeglicher politischen Kontrolle entzieht. Die klassisch als vierte Macht deklarierte Presse besteht im Wesentlichen aus Wirtschaftsunternehmen, deren Akteure bekannt, überschaubar und im Rahmen der Gesetzgebung kontrollierbar sind, das war in der Vor-Internet-Ära nicht anders als heute. Gewerkschaften oder Lobbys, vereinzelt als fünfte Macht betitelt, sind ebenso politisch kontrollierbar. Social Media hingegen entzieht sich der Gesetzgebung. Dem Staat bliebe nur, weil er die anonymen Nutzer nicht dingfest machen kann, die Sperrung von Plattformen oder die Kontrolle des gesamten Internets. Das ist nicht zielführend, weil eine Sperrung meist mit einfachen Mitteln zu umgehen ist, und die Internetkontrolle einem Aufruf zur Revolution gleichkäme. Anders herum beobachten Bürger sehr genau die Aktivitäten des Staates. Ob im Iran, wo die Opposition nach den Wahlen im Sommer 2009 unerlaubterweise über Twitter oder Facebook kommunizieren konnte, oder in Deutschland, wo nach dem offenbar willkürlichen Prügeln eines Demonstranten durch die Polizei im September 2009 binnen Minuten Proteste und Videos auf Dutzenden nationalen und internationalen Websites verbreitet wurden. Die vielleicht außergewöhnlichste Form der Social-Media-Kommunikation äußert sich in Flashmobs, bei denen sich gänzlich unbekannte Teilnehmer zu einer spontanen Demonstration verabreden. Das kann durchaus brisant sein. Das ist ein herber Schlag gegen die institutionalisierte Politik. Sie muss kontern, um ihre Macht zu wahren: Deutsche Initiativen wie der Bundestrojaner und die Datenvorratsspeicherung sind durchaus in diesem Kontext anzusiedeln, auch wenn der offizielle Sprachgebrauch den Kampf gegen den Terror vorschiebt. Das Verfassungsrecht setzt aber enge Grenzen und kassiert meist diese Gesetzesvorstöße. Sicher, Iran, China und andere Länder sind Beispiele, wo auch Social Media nicht zum Durchbruch führt und die Akteure unter erheblichem Druck stehen. Dennoch: Die Zeit arbeitet für sie, und mit jedem Tag wird der Geist des Internets und die Vision der Internet-Väter etwas greifbarer: Demokratie durch das Netz. „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“: Es gibt kaum einen schöneren Beleg als Social Media. Freitag, 4. Juni 2010
In Boston muss der Teig weg Geschrieben von Alain Blaes
in Medien um
21:12
Kommentare (0) Trackbacks (0) In Boston muss der Teig wegBoston ist eine hübsche Stadt, sehr europäisch, halbwegs grün, nicht zu groß und nicht zu klein und hat den Flair von Harvard und MIT. Wir hatten dort wegen Arbeitserlaubnis, Wohnungssuche und Autokauf zu tun, waren aber auch shoppen und sind abends schön essen gegangen.
Freitag, 4. Juni 2010
Kein Geld für so was Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
11:15
Kommentare (0) Trackbacks (0) Kein Geld für so wasÜber den Basic Thinking Blog bin ich auf eine interessante Studie zum Thema Social Media aufmerksam geworden. Die dpa-Tochter news aktuell hatte in Kooperation mit Faktenkontor rund 1.700 Pressesprecher und PR-Fachleute zum Thema “Social Media in Unternehmen” befragt. Ernüchterndes, wenn auch nicht überraschendes Fazit: Die Mehrzahl der Unternehmen hält Social Media zwar für wichtig, sieht aber trotzdem keinen Grund dafür Budget locker zu machen.
Das entspricht weitgehend den Untersuchungen, die wir selbst angestellt haben, zum Beispiel hier oder da: Außerhalb der PR- und Medien-Welt spielt Social Media zumeist nicht einmal eine Nebenrolle. Social Media steckt weiterhin im Probe-, Denk-, Test- und Überlege-Stadium fest. Strategie gibt es nächstes Jahr, Geld vielleicht übernächstes – mit anderen Worten: So richtig ernst nimmt man das nicht. Social Media kommt einfach nicht vom Fleck und mittlerweile zeigen sich ja auch schon erste Ermüdungserscheinungen. Bin gespannt, wann die ersten (großen Namen) direkt von den Vorüberlegungen zur Einstiegs- in die Vorüberlegungen zur Ausstiegsstrategie überleiten. Dienstag, 6. April 2010
Kommunikation im Web 2.0: Zwölf Fehler Geschrieben von Alain Blaes
in PR und Kommunikation um
10:21
Kommentare (0) Trackbacks (0) Kommunikation im Web 2.0: Zwölf FehlerIn der Unternehmenskommunikation werden Web 2.0 und Social Media allmählich zum Standard. Zahlreiche Unternehmen nutzen heute die Möglichkeiten des Web 2.0, und viele weitere denken darüber nach, hier ebenfalls aktiv zu werden. Bei der Umsetzung tun sich viele Unternehmen aber recht schwer. Die Welt des Web 2.0 unterscheidet sich deutlich von der der herkömmlichen Unternehmenskommunikation. Gerade beim Einstieg in Social Media kommen daher immer wieder typische Fehler vor, die den Erfolg der Maßnahmen in Frage stellen, weil sie die Eigenheiten von Social Media nicht ausreichend berücksichtigen. Da wir die Szene seit langem beobachten, haben wir die Unternehmenskommunikation im Web 2.0 untersucht und dabei zwölf typische Fehler festgestellt:
Insgesamt haben wird den Eindruck gewonnen, dass viele Unternehmen im Web 2.0 noch immer halbherzig, unentschlossen und mit begrenztem Engagement vorgehen. Aber die Medien-Landschaft steckt schon mitten im Umbruch und für die Unternehmen wird mittelfristig kein Weg an Social Media vorbeiführen. Natürlich wird auch im Web 2.0 nur mit Wasser gekocht – aber kochen muss das Wasser schon, wenn man in der Unternehmenskommunikation etwas erreichen will. Mittwoch, 10. März 2010
Aus der Skurrilitätenschmiede Geschrieben von Rainer Doh
in PR und Kommunikation um
15:21
Kommentare (0) Trackbacks (0) Aus der SkurrilitätenschmiedeDiese Meldung ist natürlich einen Blog-Beitrag wert:
Schön, dass wir künftig auch bloggen können, wenn uns kein Thema einfällt, da ist in der Vergangenheit ja so mancher Blog nicht zu Stande gekommen. Gut gefällt mir auch dieses Feature der neuen Lösung:
Wirklich wichtige Themen werden nie alt, man kann sie nicht breit genug walzen. Ein Leser des Heise-Forums erinnert in diesem Zusammenhang an die berühmte "Motiv-Klingel" für Fotoamateure. Als direkte Zielgruppe der neuen Software sind wir trotzdem gespannt auf die Conference on Human Factors in Computing Systems in Atlanta, auf der die IBM-Wissenschaftler Werner Geyer und Casey Dugan über ihre Erfahrungen mit einem ersten firmeninternen Test berichten wollen. |
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